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Werbehinweis: Mein Blog dient vor allem mir selbst als Gedächtnisstütze. Daher werden Firmen und Marken genannt, deren Materialien bzw. Designs ich verwende. Teilweise ist die Nennung auch zur Kennzeichnung von Urheberrechten notwendig. Außerdem werbe ich hier für meinen eigenen Werkstattladen. Ich werde nicht für Werbung bezahlt.

Samstag, 15. Mai 2021

"Werkzeugwand"

Es war einmal ... 

eine übriggebliebene Nähmaschinentischplatte.
Also ein Holzbrett mit Ausschnitt, das einst als Nähtisch auf einem gusseisernen Gestell mit Schwungrad und Trittbrett lag.   

Die Platte stand schon im Hausflur, um den Weg alles Irdischen zu gehen.
Da fiel der Blick einer lieben Freundin darauf, als sie mich besuchte:
"Nicht wegschmeißen! Das ist doch wie ein Bilderrahmen, mit diesem Ausschnitt! Da machst Du was Schönes rein."

Nun hatte ich beim besten Willen keine Verwendung für einen überdimensionierten Bilderrahmen aus ollem, hässlichen Holz. Aber seinerzeit hatte meine (moderne) Nähmaschine ihren eigenen Tisch bekommen und ich überlegte schon eine Weile hin und her, wie ich die Wand dahinter praktisch und schön nutzen und gestalten könnte. So wuchs aus dem Gedankenanstoß ein Plan, und dieser wurde nach und nach in die Tat umgesetzt. 

Die Werkzeugwand ist schon lange fertig. 

Aber letzte Woche stand meine Nähmaschine ausnahmsweise im Wohnzimmer, weil ich an einem großem Quilt arbeitete und sehr viel Platz brauchte. Da nutzte ich die Gelegenheit des kurzzeitig leerstehenden Nähmaschinenplatzes, um die alte Platte im "neuen" Zustand mal zu fotografieren. 

Memo: 
- Holz saubergemacht und anschließend mehrmals mit altem Leinöl abgerieben und gut trocknen lassen
- Baumwollstoff mit Stickmaschine bestickt (Designcopyright Embroidery Library), über zwei Lagen Volumenvlies auf eine passend zugeschnittene stabile Pappe gespannt und im Holzausschnitt befestigt. Wie ich das 
genau gemacht habe, das weiß ich schon gar nicht mehr. Jedenfalls kann ich hier mit Stecknadeln was feststecken. 

- die Haken, Knöpfe und die Leiste mit S-Haken habe ich mir aus verschiedenen Quellen zusammengesucht. 
- Nach passenden Schubladenkästen als Sockel musste ich damals länger suchen. Die habe ich dann weiß gestrichen, damit es in dem Eck nicht so dunkel ist, und auf den Kopf gestellt. So habe ich oben eine kleine "Reling" zum Sachen abstellen. Das Foto stammt vom Herbst 2019. (Eigentlich meine ich, ich hätte es damals im Zusammenhang mit dem Handarbeitsbingo schon mal gezeigt.)


- Natürlich ist das Brett zusätzlich an der Wand festgeschraubt, damit es mir nicht entgegenkommt.

Inzwischen hat sich auch auf diesem Brett eine eigene Ordnung eingefunden, die aus dem Alltag entstand und sich bewährt. Wenn ich mir das jetzt auf dem Foto ansehe, dann sieht es nicht so aus, wie aus dem "Schöner-Wohnen-Katalog", aber mir taugt es so. 

Und jetzt stelle ich meine Nähmaschine wieder an ihren Platz ...  



Montag, 19. April 2021

Von nützlichen Beuteln und sich selbst schaffender Ordnung

... sollte dieser Blogeintrag handeln, der schon seit Tagen geschrieben werden will. 

In wohlgesetzten Worten wollte ich von jenen Dingen schreiben, die sich im Laufe der Zeit selbst einen Platz suchen und tunlichst dort bleiben sollten, auch wenn sie da nicht hingehören und derlei Ordnung in keinem Haushaltsratgeber steht. Denn würde man sie umsiedeln, ginge bei nächster Gelegenheit das große Suchen los. 

Doch für wohlgesetzte Worte habe ich keine Kapazitäten, zum lustvollen Schreiben fehlt der Schwung und die Zeit. Die mir aufgezwungene Dauerbaustelle raubt Kraft, Energie, will Lebensfreude fressen. Dagegen kämpfe ich. Mal mit weniger, mal mit mehr Erfolg. 

Auf jeden Fall tut es gut, sich zwischendurch Freiräume zu suchen und Freizeiten zu gönnen. Die "Beutelproduktion" an der Stickmaschine flutscht inzwischen so routiniert, dass auch mit leichtflüchtiger Konzentrationsfähigkeit ein kleines Freu-Erlebnis dabei herauskommt. Sie ist zu diesem Zweck also gut geeignet. 

So haben in der letzen Zeit manche sich selbst aufräumenden Dinge eine schöne Verpackung bekommen, in der sie dort bleiben dürfen, wo sie schon immer waren, jetzt aber nicht mehr einstauben oder abstürzen oder den Eindruck erwecken, vergessen herumzuliegen. 

Hier also ein paar Bilder mit nur den notwendigsten Worten – damit die Warteschlange vor meinem Blog nicht noch länger wird: 

Beutelchen für gebrauchte Briefmarken:
Sie wohnen auf der Kommode im Hausflur, bisher in einem Briefumschlag, der bei entsprechender Befüllung an die Herzogsägmühle verschickt und durch einen neuen ersetzt wurde, dabei aber 
nie schön aussah und stets eine gewisse Neigung zeigte, zwischen Kommode und Wand im Abgrund zu verschwinden.

Memo: 
(sehr) altes Leinen (immerhin: ich habe noch eine ausreichende Fläche ohne Löcher gefunden)
beide Stickmuster: (Designcopyright): Embroidery Library



Sohns Stoffmasken staubten zuletzt in einem Körbchen auf eben derselben Kommode vor sich hin, da sie zur Zeit ja nicht benutzt werden dürfen. Jetzt leisten sie gut verpackt dem Briefmarkenbeutel Gesellschaft und harren dort ihrer wie auch immer gearteten weiteren Bestimmung. 
Memo: abgelegte Hose
Stickmuster: Sashiko von DeisgnsbyJuJu
Schriften: von der gleichen Designerin. Den Text wünschte sich Sohn II und man muss wohl den Background dazu kennen, um die Pointe zu verstehen. In seinem Technik-Team kommt dieses Klebeband derart viel zum Einsatz, dass "Gaffa hält die Welt zusammen" dort schon zur Parole geworden ist. 



Neulich stieß ich im Supermarkt auf ein Set Farbstifte mit breiter Malfläche. Die gönnte ich mir und sie bekamen gleich ein eigenes Mäppchen, um gar nicht erst auf die Idee zu kommen, in enger Nachbarschaft zu anderem Malwerkzeug an angestammtem – nicht wirklich logischem – Platz Unordnung zu stiften.
Memo: abgelegte Jeans (Danke, liebe Annette, für das Care-Paket)
Stickdateien:
Mandala-Beutel: Kreative Kiwi 
Schriften: DesignsbyJuJu 
Über einen passenden Text habe ich sehr lange nachdenken müssen und mich dann zu einem Statement durchgerugen, von dem ich mir wünsche, dass es zu mir passt.


Und zu guter Letzt fand auch die Schildkröte ihren Platz als Rückseite eines Beutels. Der bewahrt nun meine Masken auf. Schildkröte und Maske passen ja auch irgendwie zusammen. 
Diesen großen Crazy-Patch-Beutel stickte ich hier zum ersten Mal und brauchte dabei mehrere kleine Rest-Rest-Stücke vom Jeansupcyling auf. Als die Stücke zusammengesetzt und mit den Quiltmustern bestickt waren, wirkte die Fläche ziemlich fad (hochdeutsch: langweilig). Darum experimentierte ich mit zusätzlich aufgesetzten Spitzen (stellte mich dabei maximal blöd an) und fügte dann ganz am Schluss noch Blümchen aus dem Repertoire meiner Stickmaschine hinzu. Es ist ein etwas eigenwilliges Beutelchen geworden. Total originell sozusagen. Am Ende gefällt es mir aber recht gut. 
Memo: abgelegte Jeans
Schildkröte:  Inspiration Mutz
Crazy-Patch-Beutel: Kreative Kiwi

Tja, und noch vor ein paar Tagen drängte sich immer wieder der Winter auf, obwohl seine Zeit schon vorbei ist. Letztlich hat er dann doch keine Chance. 
Das Leben lässt sich nicht unterkriegen. 
Alles hat seine Zeit. 

Sonntag, 11. April 2021

Von runden und quadratischen Ostereiern

Die sollten ja auch noch "verbloggt" werden, solange noch ein bisschen Ostern ist:
Zwei Auftragswerke. 

Eine Freundin wünschte sich zu Ostern weiße Spitzen-Ostereier, die meine Stickmaschine auch brav ausspuckte. 

Die standen jetzt nicht auf meiner To-Do-Liste, gefielen mir dann aber so gut, dass ich für mich auch noch ein paar machte. Die Dateien sind von DesignsbyJuJu (Designcopyright). Was ich bei aller Schönheit der Designs nicht ganz gelungen finde, sind die vielen Sprungstiche auf den Kreuzungspunkten in den Rauten. Lasse ich sie automatisch schneiden, dann wurschtelt die Maschine die Fadenenden mit in die nächsten Stickabschnitte. Das sieht in den Konturen der filigranen Spitze nicht sehr schön aus. Also schaltete ich die Schnittfunktion aus und schnitt die Fadenenden später von Hand ab, was sich jedoch als rechtes Gefrickel erwies, bei dem Augen und Feinmotorik allmählich inzwischen schon so an ihre Grenze kommen.

Einige Eier arbeitete ich aus Rayonstickgarn, andere aus mattem Overlockgarn in Stärke 120 und 150. Sie wurden alle schön, aber die matten aus 120er Garn gefallen mir am besten. 

Und Sohn I wünschte sich zu seinem neuen grauen Sofa farbige Kissenbezüge in 40x40cm. 
Einfarbig, schlicht, modern.
Wir suchten die Stoffe gemeinsam per Telefon- und Online-Parallel-Schalte aus. 
Tja, die Zeiten sind hart, aber fortschrittlich: Praktisch. 

Nun bin ich ja wild entschlossen, hier keine neuen zweckfreien Stoffreste anzuhäufen und zu den zahlreichen alten zu versammeln. Deshalb konnte ich es mir nicht verkneifen, die Reste gleich zu verwerten. Es entstand ein bunter Bezug, der die Quadrate der anderen Kissen aufnimmt (Rückseite blau) ...  


... sowie ein oranges Quadrat inmitten von Blau und Grün. Für die Rückseite war nicht mehr genug Stoff in einer Farbe vorhanden, so setzte ich sie aus mehreren Stücken zusammen.
Unter der einen Nahtkante verbirgt sich der Reißverschluss. Für diesen Bezug fand sich noch Dinkelspelz, so dass ich noch ein passendes Inlett aus Nessel nähte. 


Tatsächlich sind die verbliebenen Stoffreste erfreulich überschaubar: 


Und aus purer Lust an Bunt habe ich einen Teil davon gleich noch mit einer Datei von Kreative Kiwi (Designcopyright) zu Untersetzern mit farblich verfremdeten Klaviertasten verarbeitet. Für die schwarzen Tasten passen jene schmalen Reststreifen perfekt, die bei der Produktion der Reißverschlussbeutelchen aus abgelegten Hosen anfallen.
Wie praktisch!  


Sonntag, 4. April 2021

Ostern 2021


Eine alte Liedzeile geht mir durch den Kopf. 
Ich schlage den ganzen Vers nach.  

 Jesus lebt, mit ihm auch ich! Tod, wo sind nun deine Schrecken? 
Er, er lebt und wird auch mich von den Toten auferwecken. 
Er verklärt mich in sein Licht; dies ist meine Zuversicht.

Ja, das passt. 
Nicht nur zu der Ostergewissheit, dass Jesus den Tod besiegt hat und unser Leben ein Ziel hat, das zur Erfüllung kommt, wenn wir hier den letzten Schnauferer getan haben. 

Jesus lebt. Er entfaltet seine Auferstehungskraft schon heute, jetzt und hier. 
Er schenkt Lebendigkeit, wo uns Schrecken lähmt. Das gilt für
globale Schrecken, die uns alle mehr oder weniger betreffen, das Leben lahm legen und behindern. Und es gilt in der persönlichen Bedrängnis, in der jemand – zum Beispiel ich – sich oft genug mehr tot als lebendig fühlt. 

In Jesu Licht sieht alles anders aus. Bei dieser anderen Beleuchtung bekommt vieles eine andere Bedeutung, steht aus der anderen Perspektive plötzlich an einem anderen Platz. 
Was Schrecken verbreitet, verliert Einfluss und Macht. Mancher Schatten löst sich gar ganz auf. Zuversicht breitet sich aus, für den, der in Jesu Licht steht. 

Ostern: 
Jesus lebt.
Es ist doch gut, alle Jahre daran erinnert zu werden, sich wieder bewusst in Jesu Licht zu stellen und sich immer wieder neu auf dieses Leben einzulassen, das stärker ist als der Tod.  

Auch in diesem Jahr, in dem es kompliziert ist, einen Ostergottesdienst zu besuchen, aber so einfach wie noch nie, an einem Ostergottesdienst vom Wohnzimmersofa aus teilzunehmen.  

Ich muss sagen, es war heute im Morgengrauen schon eine spezielle Erfahrung, per Zoom eine Osternacht mitzufeiern. Aber gut. Und ich nehme sie mit in den Tag und in die kommende Zeit: die Auferstehungskraft, die Leben entfaltet. 



 Frohe Ostern! 





Dienstag, 23. März 2021

mehr materialisierte Frühlingsgrüße

 

Letzte Woche war es draußen immerzu kalt, machmal nass und meistens ungemütlich. Da lag es nahe, noch ein paar Frühlingsgrüße zu materialisieren und auf den Weg zu schicken. Zunächst fand die freche Schildkröte ihren Platz auf einem Beutel. Aber weil mich der Name auf der Rückseite eines Mäppchens mit Schildkröte für eine erwachsene Frau etwas seltsam anmutete, stickte ich hier lieber eine kleine Botschaft auf. 


Die Schildkröte stammt von Inspiration Mutz (Designcopyright), die
Schrift von Desings by Juju.

Der Spruch passte auch gut auf das Beutelchen für eine andere Freundin mit einer Blumenapplikation von Hatched in Africa (Designcopyright).
Die Blumen sind wunderschön, aber die Datei enthält einige seltsame Sprungstiche. 

Eigentlich sind meine Vorräte an Altstoffen nahezu unerschöpflich. Aber an dieser Stelle der textilen Grußproduktion war dann doch tatsächlich mein Vorrat an alten Bluejeans aufgebraucht. Jedenfalls fand sich kein Stück mehr, das für das nächste Projekt groß genug gewesen wäre. 

Damit verhielt es sich nun so:
Es stand der Geburtstag meiner Freundin Judith ins Haus. Sie hat schon das ein oder andere Beutelchen von mir (und kann obendrein selbst welche nähen). So war klar, dass sie nicht noch eines bekommen würde. Aber dann verursachte mein letzter Post bei Judith einen solchen 
Flowerpowerbegeisterungssturm, dass ich trotz aller Vorsätze einfach nicht anders konnte...

Um die Judith-Flowerpower auf Jeans verwirklichen zu können, warf ich zunächst begehrliche Blicke auf Manns Beine – ohne den gewünschten Erfolg. Ich verstehe es. Der Neukauf einer Hose gestaltet sich derzeit ja nach wie vor schwierig und so kann er sich aus guten Gründen von seinen aktuellen Beinkleidern trotz erheblicher Verschleißerscheinungen noch nicht trennen. Also fischte ich eine abgelegte Hose von Sohn II aus den Tiefen meines Stoffeschranks. Sohns Hosen sind jedoch schwarz. Da konnte ich das bewunderte Blumenmuster nicht einfach wiederholen, denn schwarze Konturen auf schwarzem Grund sind etwas ungünstig. Darum ersetzte ich schwarz durch türkis und rot durch pink.

An dem Blumenmuster arbeitet die Maschine übrigens 72 Minuten. Ich kann zwischen den Farbwechseln putzen und aufräumen, während die Stickmaschine mein Hobby pflegt.  

Auf die Vorderseite kamen die Flowerpower-Buchstaben. Will man die Farben stimmig verteilt sehen und nicht für jedes Blümchen und jedes Pünktchen den Faden einzeln wechseln müssen, dann muss man die Datei am Computer gut vorbereiten. Das erfordert ein bisschen Denkarbeit und Zeit. Ich bin mit dem Ergebnis zufrieden. 

Für das Futter suchte und fand ich dann auch noch ein passendes Flower-Stöffchen.
Dieses Täschchen ist mit Volumenvlies wattiert. 

Die Taschendatei ist wieder von Kreative Kiwi. Es ist das erste Mal, dass ich so eine große Tasche gestickt habe. Sie misst 18x24cm, aber mein A5-Notitzbuch würde nicht hineinpassen, weil es zu dick ist. 

Die Schrift ist ebenfalls von  Desings by Juju, das Blumenmotiv wiederum von Hatched in Africa. Auch diese Datei enthält einige überflüssige Sprünge, die zusätzliche, unnötige Schnitte nötig machen. Das ist nicht so schlimm, aber bei teuren Dateien würde ich dann eigentlich doch etwas mehr Perfektion erwarten. An dieser Stelle bin ich froh, die Sets seinerzeit sehr günstig in einem Aktionsangebot erstanden zu haben.

So, liebe Judith (ich weiß, dass Du das liest): Hier steht das wiederverwendbare textile Geschenkpapier also auf meinem Wohnzimmertisch und umhüllt Dein Geschenk, bis ich es Dir überreichen kann. Schau es Dir nur an. Es ist nicht Dein Geburtstagsgeschenk, denn ich kann Dir ja nicht schon wieder einen Beutel schenken. Aber Du darfst die Verpackung natürlich behalten : )  


Und weil ich mit der Judith-Stickerei gerade so in Fahrt war, habe ich den vorbereiteten Schriftzug gleich noch einmal genutzt und noch einen Beutel für eine meiner zahlreichen Lieblingsnichten gemacht. Diesmal ohne Wattierung, wurde auch sehr schön. 
Nichte Judith beherrscht ihre Nähmaschine wie ein virtuoser Musiker sein Instrument. 
Für sie kam dieses Nähmaschinenmotiv auf die Rückseite, das es mal bei ohmycs (Designcopyright) als Freebie gab.


Samstag, 13. März 2021

Materialisierte Frühlingsgrüße




Nehmen, was man hat und tun, was man kann. 

Das ist manchmal eine gute gute Idee. Vielleicht sogar meistens. 

Ganz sicher dann, wenn es einem nicht so gut geht und vor allem Geduld gefragt ist, weil man selbst nichts dazutun kann, um die Situation zu verbessern. 

In diesem Fall nahm ich Reste einer abgelegten Jeans, ein paar Stoffschnipsel, Reißverschlüsse und Garn und verwandelte sie mit Hilfe der Stickmaschine in Frühlingsgrüße für liebe Menschen.
Es hat mir jedenfalls Spaß gemacht, mit den Stoffen und Farben zu spielen und ich hoffe, sie machen auch den Empfängern diesen seltsamen Frühling ein bisschen bunter. 

Memo1:
Die Taschenkonstruktionen stammen sämtlich aus dem "Lined-Purse-Set" von Kreative Kiwi. 
Ich habe inzwischen verschiedene Taschen-Dateien, aber diese flutschen irgendwie am allerbesten. 


Memo 2: 
Blumen mit Schnörkel (Designcopyright): All sorts of Embroidery 
Schrift (Designcopyright): Desings by Juju



Memo 3: 
Applikationsmotiv (Designcopyright): Birdhouse Cottage Crafts
Schrift (Copyright): Jolsonsdesigns



Memo 4: 
Blumen (Designcopyright): Hatched in Africa
Schrift (Copyright): Jolsonsdesigns



Memo 5: 
Applikations-Blume (Designcopyright): Erinas Designs
Schrift (Copyright): Jolsonsdesigns


Das letzte Beutelchen mit dem Jesus-Zitat aus Joh. 16,33 ist für mich und steht derzeit so in der Küche, dass ich die ermutigenden Worte oft sehe. Es enthält Werkzeug, das ich gerne griffbereit habe. 

Memo 6: 
Kreuz (Designcopyright): Embroidery Library
Schrift (Copyright): Desings by Juju


Mittwoch, 3. März 2021

Von Wörtern, Blutorangensirup und Rumkugeln


Es gibt Wörter, die drängeln sich von Zeit zu Zeit in mein Bewusstsein. 

Blutorangensirup ist so ein Wort. 

Beschließt beispielsweise eine Kugel Schokoladeneis das Sonntagsmahl, dann tritt dieses aufdringliche Wort auf die Gedankenbühne, bekommt in unserem seit Monaten völlig blutorangensirupfreien Haushalt jedoch nicht die Rolle, die es gerne hätte.

Gestern nun war Blutorangensiruptag:
Ganz ohne Schokoladeneis drang das Wort in mein Bewusstsein, als ich im Supermarkt vor den Blutorangen stand. Zeit hatte ich auch – oder nahm sie mir. 

Da kam der Moment, in dem ich mich erinnerte, wozu ich unter anderem meinen Blog führe: 
Um nachzulesen, wie ich was gemacht habe. 

Der Vorrat aus den 3 kg meditativ Stück für Stück von Hand ausgepressten Orangen sollte nun eine Weile ausreichen, um einem wohlklingenden Wort süßen Genuss folgen zu lassen. 

Vor einer Weile drängte sich ein anderes Wort auf: Rumkugeln. 
Das stand in keinerlei Zusammenhang zu Schokoladeneis, sondern ergab sich aus Sohn IIs besonderer Vorliebe für diese Näscherei und der Tatsache, dass sie vor Weihnachten in dem von ihm bevorzugten Supermarkt ganz schnell ausverkauft war, so dass er auf das Angebot eines anderen Ladens ausweichen musste. Dabei stellten sich erhebliche Geschmacksunterschiede heraus, die im Familienkreis eifrig diskutiert wurden, wobei keiner von uns abschließend zu beurteilen vermochte, welches Produkt denn nun besser schmecke. Es folgte jene karge Zeit nach Weihnachten, in der es keine Rumkugeln mehr gab und noch keine Rumovale im Ostersortiment verfügbar waren. 

Die Rumkugeln gingen. Das Wort blieb. 

Da kam der Moment, in dem ich mich erinnerte, dass Rumkugeln auch in Sheepys Blog vorkommen. Das gab den Anstoß für einen lustigen Abend im Januar, in dem Mann und ich gemeinsam in der Küche Schokolade, Rum und Mandeln verrührten und verkugelten. Das Ergebnis waren die fast besten Rumkugeln von allen. 

Dank an dieser Stelle an Sheepy für ihren wunderbaren Blog, nicht nur Rumkugeln betreffend! 

Verbesserungspotetial ergab sich bei den umhüllenden Schokostreuseln.
Jene, die wir zur Verfügung hatten, harmonierten nicht perfekt mit dem feinen Inhalt. 
Daher wälzte ich eine infolge des inzwischen rumkugelfrei gewordenen Haushalts notwendige Neuauflage in geschälten und gemahlenen Mandeln.
Genuss pur, der bei der richtigen Dosierung der Kügelchen hoffentlich noch für eine kleine Weile reicht.
Und wenn nicht, dann machen wir einfach neue, denn im Gegensatz zu Blutorangen ist Schokolade ganzjährig verfügbar, so dass das Wort Rumkugel jederzeit materialisiert werden kann.