unbezahlte Werbung

Werbehinweis: Mein Blog dient vor allem mir selbst als Gedächtnisstütze. Daher werden Firmen und Marken genannt, deren Materialien bzw. Designs ich verwende. Teilweise ist die Nennung auch zur Kennzeichnung von Urheberrechten notwendig. Außerdem werbe ich hier für meinen eigenen Werkstattladen. Ich werde nicht für Werbung bezahlt.

Sonntag, 19. September 2021

Verlosung: Meine Stickmaschine von A-Z

Meine Stickmaschine von A bis Z

Jetzt aber:
Inzwischen sind meine Exemplare ohne weitere Panne bei mir angekommen.  

Hier auf meinem Blog verlose ich per Zufall zwei Exemplare unter allen, die bis Mittwoch,  22.9.21, 24.00 Uhr unter diesem Post kommentiert haben, dass sie das Buch gewinnen möchten.  
Der/die GewinnerIn wird hier auf dem Blog am Freitag bekannt gegeben. 

Falls Du keine Website o.ä. hast (die bei Deinem Kommentar mit erscheint), über die ich Dich finden oder mit Dir Kontakt aufnehmen kann, dann sieh bitte bis spätestens Sonntag Abend hier nach, ob Du die/der glückliche GewinnerIn bist.  

Jetzt bin ich mal gespannt, wie viele Kommentare ich dann hier am Ende zählen darf, denn mein Blog ist ja nicht gerade der berühmteste aller Blogs. Und weil durch diese Aktion das Buch natürlich auch ein bisschen bekannt werden soll, verlose ich auch noch in anderen sozialen Netzwerken einige und stelle eines für eine Facebookgruppe zur Verfügung. 

Wer seine Gewinnchancen erhöhen möchte, kann dort dann gerne auch in den Lostopf hüpfen.

(Nähere Angaben folgen, sobald bekannt)

Mehr zum Buch: 

-> Buchvorstellung
-> Leseprobe
-> hier erhältlich

Alle Beiträge rund ums Buch sind hier im Blog unter dem Label StiMaA-Z zu finden. 

Donnerstag, 16. September 2021

Spülspaß mit kratzigem Glamour



Das kommt davon.

Wenn man mit einer lieben Freundin unterwegs ist, aus purer Neugier in einem Outlet landet, und dann ganz plötzlich in seinem Einkaufskorb ein Knäul von einer Art Strickgarn wiederfindet, die man bisher eher leicht kopfschüttelnd aus der Ferne zur Kenntnis nahm.
Denn mal ehrlich: Wer braucht selbstgestrickte Spüllappen? 
Und überhaupt: Ich kann Polyester nicht ausstehen. 

Aber manchmal treffen Ort, Zeit und Gelegenheit so aufeinander, dass man sich auf Neues einlässt, ohne groß nachzudenken. 
Und außerdem: Diese einsamen allerletzten Restknäule in ihrem viel zu großen Fach und mit dem unglaublich billigen Preis wollten so unbedingt gerettet werden, dass sie mein Mitleid und meine Neugier gleichermaßen weckten. Also nahm ich eines mit. 

Weil ich mir aber fest vorgenommen habe, keine Neuanschaffungen zu horten, habe ich das Knäul dann auch gleich verarbeitet.
Also jedenfalls fast gleich.
Vorher surfte ich noch im Internet und fand ein paar nette Anleitungen und insbesondere keine einzige Aussage darüber, ob sich das Zeug wirklich zum Spülen eignet bzw. wie es sich daselbst bewährt. 

Eigentlich wollte ich dann ja diese schicke Peeling-Rose häkeln, aber weil ich mir nicht sicher war, ob ich die Poly-Zotteln wirklich im Gesicht haben mag, entschied ich mich für den ersten Versuch für die gehäkelte Reliefstäbchen-Waffel. Während des Häkelns bekam ich dann eine Art Öko-Blues und fast schon ein (unangemessenes) schlechtes Gewissen über diesen meinen Kunstfaser-Konsum-Ausrutscher. 

Außerdem stellte ich fest, dass
- das Garn sehr stabil ist
- sich wirklich so kratzig anfühlt, dass man an "schrubben" denkt
- ich diese Polyesterart mittelgut vertrage. Ich bekam keinen Ausschlag (wie von manchen Nähten und Stoffen), möchte es aber nicht im Gesicht haben. Also keine Rose. 

Die erste "Waffel" ist 10 Kästchen breit und wiegt 27 Gramm. Demnach würde der Rest nicht für eine zweite reichen und außerdem finde ich sie in ihrer ausgwachsenen Topflappengröße für einen Spüllappen eigentlich zu groß. Darum verarbeitete ich das Restgarn zu einer 7-Kästchen-Waffel und das Rest-Restgarn zu einer Waffel, die in einer Ecke begann und auf diese Weise da quadratisch beendet werden konnte, wo das Garn zu Ende war (nach Gefühl gehäkelt). 

So. 
Jetzt habe ich 
- Spaß beim Häkeln gehabt
- drei selbstgehäkelte Spüllappen
- das Knäul restlos verbraucht und
- gelernt, wie man Reliefstäbchen häkelt. Ist gar nicht schwer und doch irgendwie pfiffig. Für Topflappen kann ich mir das auch gut vorstellen. Beim Häkeln musste ich übrigens auch intensiv an Michaela und ihre Reliefstäbchen-Kunstwerke denken.

Und ich werde
- vermutlich wohl eher kein Spüllappengarn mehr kaufen
- gerne mal wieder Reliefstäbchen häkeln
- berichten, ob und wie sich die "Scrubbies" im Alltagsgebrauch bewähren. 

Weil ich hier "mit ungewöhnlichem Material" "etwas gehäkelt" habe, setze ich mal die ersten beiden Kreuzchen im Herbsthandarbeitsbingo von 60°NordZu manchen Feldern will mir noch nicht so recht etwas einfallen und ich denke im Moment nicht, dass ich Reihen vollbekomme. Aber egal. Das Mitmachen beim letzten Mal war lustig, und machmal ist so ein kleiner Stupser, mal was auszuprobieren, ja auch nicht schlecht, gell? 


Memo Spüllappen: 
Garn: Funny Scrub (Rellana)
Nr. 1 
ca. 15x15cm, 27g 
Nr. 2 ca. 10x10cm, 13g
Nr. 3 ca. 9,5x9,5cm, 10g
Reliefstäbchen

Dienstag, 14. September 2021

Die Sache mit dem Stickmaschinen - Buch oder ...

... manchmal braucht man einen besonders langen Geduldsfaden.

Eigentlich wollte ich ja in meinem nächsten Blogpost (also in diesem) einige Exemplare meines Buches verlosen.
Aber als ich die Bücherlieferung auspackte, musste ich leider feststellen, dass es da eine Panne gegeben hatte. Und weil ich ein paar Tage unterwegs war, konnte ich mich nicht gleich darum kümmern.
Jetzt heißt es wieder: Geduld. 

Also: falls hier schon jemand auf die Verlosung warten sollte, dann bitte ich ebenfalls um: 
Geduld. (Sie kommt schon noch.) 

Inzwischen kann ich ja mal ein bisschen plaudern: 

Wie kam ich eigentlich auf die Idee, dieses Buch zu schreiben? 

Als ich seinerzeit die ersten Schritte an der Stickmaschine ging, suchte ich nach einem Buch dazu. Es gab da zwar so einiges zum Lesen – ich sammelte alles Wissenswerte und stieß auf immer neues Interessantes, neue Techniken, neue Möglichkeiten – aber das Buch, das ich mir wünschte, fand ich nicht. So reifte der Entschluss, es selbst zu schreiben, und ich machte mich an die Arbeit. 

Und auch hierbei hangelte ich mich an einem langen Geduldsfaden entlang. Ungefähr zwei Jahre habe ich daran gearbeitet. Das Leben 1.0 warf mir in dieser Zeit einige große Stolpersteine in den Weg, die vorrangig bearbeitet werden mussten, so dass mein Buch-Projekt häufig ans Ende der To-Do-Liste rutschte und oft genug hinten runterfiel. Aber zu anderen Zeiten schaffte mir die konzentrierte Arbeit am Buch eine Art gedanklicher Insel, einen Frei-Raum, in dem ich alles andere ausblenden konnte, und das war gut. Erwähnte ich schon mal, dass ich gerne schreibe? 

Dann waren da auch jede Menge Probestücke zu sticken. Manche wurden gleich zu schönen Dingen weiterverarbeitet; andere Stickereien schlummern noch in einer Kiste und warten auf ihre weitere Bestimmung. Einige haben dann aus unterschiedlichen Gründen am Ende ihren Platz im Buch gar nicht gefunden. Sei es, dass ich noch ein besseres Beispiel fand, dass auf der betreffenden Seite kein Platz mehr für das Foto war, oder dass sich die Nutzungsbedingungen der Stickdatei nicht eindeutig genug klären ließen.   

Daher plane ich, hier auf meinem Blog nach und nach einige "Bonus-Bilder" zum Buch zu veröffentlichen. 

Die finden sich dann unter dem Label StiMaA-Z.

Den Anfang macht heute die Stickerin (oben), die als Beispiel zum Stichwort "Redwork" in der engeren Auswahl war, aber auch zu "Sunbonnet" gepasst hätte. Mit ihrem kreativen Geduldsfaden passt sie dann auch noch hier in den Beitrag. (Stickdesign: Juliasneedledesigns)

Mehr zum Buch: 
-> Buchvorstellung
-> Leseprobe
-> derzeit hier erhältlich

Meine Stickmaschine von A bis Z

Und sonst so?
Nein, ich bin jetzt nicht der Stickmaschine verfallen und es gibt diverse andere Projekte, die schon darauf warten, endlich in meinem Kreativitätenkabinett ausgestellt zu werden. Es wird hier demnächst also auch mal wieder was anderes zu sehen und zu lesen geben.


Samstag, 28. August 2021

Buchvorstellung: Meine Stickmaschine von A bis Z

Puh – es ist gar nicht so einfach, sein eigenes Buch zu präsentieren, ein bisschen aufregend, ein bisschen verunsichernd, ein bisschen spannend ... 

Ich versuch's mal: 

Was steht drin? 

So ziemlich alles, was man wissen muss, um mit seiner Stickmaschine jede Mange Spaß zu haben. Und noch einiges mehr, was ich zu dem Thema interessant und wissenswert finde. (Leseprobe

Das Buch hat 168 Seiten. Es ist eigentlich ein Lexikon, alphabetisch nach Stichworten geordnet und übersichtlich gestaltet. Dazu gibt es einige Bilder in Schwarz-Weiß.  

An wen richtet sich das Buch? 

Anfänger finden die Grundlagen für einen guten Start. 

Für Fortgeschrittene bietet es viele Informationen über interessante Techniken und Hintergrundwissen.

Wer überlegt, ob demnächst eine Stickmaschine einziehen soll oder nicht, kann hier nachlesen, wie das alles überhaupt so funktioniert, welche Materialien benötigt werden, welche Unterschiede es bei der Ausstattung der verschiedenen Stickmaschinen gibt, usw.

Passt es zu allen Marken? 

Ja. 
Das Buch ist nicht auf eine spezielle Stickmaschinenmarke ausgerichtet. Als Nachschlagewerk deckt es zum einen eine sehr breite Palette an Themen ab, die universell nutzbar sind, zum anderen zeigt es auch auf, wo verschiedene Stickmaschinenmodelle unterschiedliche Möglichkeiten bieten oder an ihre Grenzen kommen. 

Einzelne Modelle werden dabei nicht besprochen. (Das wäre angesichts des oft schnellen Modellwechsels bei den einzelnen Marken auch nicht sinnvoll.) Stattdessen wird der Blick auf die relevanten Merkmale gelenkt.

Kann man mit diesem Buch digitalisieren lernen? 

Nein. 
Das Buch bietet keine Anleitung zum Digitalisieren, also zum Erstellen eigener Stickdateien. Aber es bietet soviel Hintergrundwissen zum Digitalisieren, wie nötig ist, um gute von schlechten Dateien zu unterscheiden und Stickdateien so zu nutzen, dass beim Sticken die besten Ergebnisse herauskommen. 

Wo kann man das Buch kaufen? 

1. Im Buchladen vor Ort. Dort muss es vermutlich bestellt werden. Aber der Kauf trägt dazu bei, den örtlichen Buchhandel zu erhalten. 

2. Im Verlagsshop. Dort ist das Buch bereits jetzt lieferbar. Für jedes meiner Bücher, das dort gekauft wird, erhalte ich eine Art Provision. Das finde ich dann natürlich gut. Hier ist der Link.

3. Überall, wo es sonst noch Bücher gibt. 
Voraussichlich dauert es noch eine Weile, bis es überall lieferbar ist. 

4. Außerdem werde ich hier auf meinem Blog einige Bücher verlosen, aber erst dann, wenn meine Exemplare bei mir angekommen sind. Dazu gibt es einen neuen Post, wenn es soweit ist. 

Mit diesen Angaben lässt es sich finden: 

Damaris von der Heyden
Meine Stickmaschine von A bis Z
ISBN-13: 9783754340486
168 Seiten, 17x22cm
Preis: 28,90


Meine Stickmaschine von A bis Z



Freitag, 27. August 2021

... und Orchideen


Auch an diesen Stickdateien im "Sonderangebot" kam ich nicht vorbei.
(Designs von Anandas Divine Designs)

Ich fragte mich, wie ich die zauberhaften Stick-Orchideen farblich gestalten sollte und welche Stoffe aus meiner Schnipselkiste sich dafür eignen würden. Um mir Inspirationen zu holen, zog ich zwei fast vergessene Bücher aus dem Regal: eines über heimische Orchideen und eines über Orchideen als Zimmerpflanzen. Da blieb ich erst mal hängen und las mich fasziniert fest.
Bevor ich dann wirklich an die Stickmaschine und zur Tat schritt, topfte ich meine vier seit Langem sträflich vernachlässigten Orchideenpflanzen um. Mal sehen, ob sie es demnächst mit Blüten danken. 

Der erste Beutel bekam zwei verzierte Seiten, aber das ist bei der Pracht fast zu viel. 
Bei den anderen blüht es nur auf der Vorderseite. 

Außerdem ... 

... ja – also ...
... außerdem lasse ich ja nicht nur meine Stickmaschine sticken, sondern mache auch noch andere Sachen. 
Zum Beispiel schreiben. 
Zum Beispiel ein Buch über die Stickmaschine. 
Wobei: Genau genommen schreibe ich das jetzt nicht mehr, denn es ist fertig geschrieben. 

Als nächstes werde ich dann über mein Buch schreiben und es vorstellen.  
Das finde ich schwieriger, als ein Buch zu schreiben.
Aber das ist eine andere Geschichte ...  

  

Donnerstag, 26. August 2021

Korallen


Aus einem ganz bestimmten Grund – er ergab sich aus einem sehr persönlichen Gespräch – dachte ich in letzter Zeit öfter über diese wunderbaren und bemerkenswerten Geschöpfe nach. 

Deshalb hatte ich die Idee, mir eine Koralle ins Blickfeld zu setzen, und da traf es sich gut, dass es neulich eine schöne Stickdatei im Sale gab.  

Und weil man ja auch irgendwas braucht, wo man seine Strickereien draufmachen kann, wurde es – man ahnt es schon – noch ein Täschchen, und zwar eines für mich. 

Ich organisiere inzwischen ziemlich viel in diesen Beutelchen und immer, wenn ich sie sehe oder zur Hand nehme, freue ich mich dran.

Der türkise Stoffrest vom Nähen unseres Wohnzimmervorhangs passt als Hintergrund perfekt, finde ich. 

Dann gesellte sich in meinen Gedanken ein Bibelvers aus Psalm 31 zur Koralle:
"Sei mir ein starker Fels", eine gute Grundlage für Gedeihen und Bestehen. 
Beim Nachlesen stellte ich fest, dass dieser Psalm ganz viele starke Aussagen enthält und überhaupt gerade ganz gut für mich passt.
Da stickte ich mir noch "Korallenbeutel Nr. 2". 


Memo: 
Stoffreste
Stickdateien:
Koralle: Embroidery Library
Schrift: DesignsbyJuJu
Schnörkel: All sorts of Embroidery

Mittwoch, 25. August 2021

Heute mit Blümchen

Manchmal klemmt's. 

Jetzt habe ich hier solange nicht geschrieben, dass ich gar nicht weiß, wo und wie ich damit wieder anfangen soll. 
Also mache ich einfach mal irgendwo weiter. 

Heute mit Blümchen. 
Auf einem Beutelchen. 

Bei einem meiner Lieblings-Stickdateien-Shops gibt's nämlich gerade wieder diese tollen Angebote, denen ich so schlecht widerstehen kann. Und damit all meine wunderbaren neuen Dateien nicht ungenutzt in meinem Computer vor sich hin rotten – wer weiß, am Ende bröselt dann eines Tages noch Komposterde unten raus – habe ich manche davon gleich mal ausprobiert. 

Zum Beispiel so. 

Memo: 
Beutel: Stoffreste
Applikation: Stoffschnipselreste von der Batikbluse, die ich mir diesen Sommer genäht habe. 

Irgendwie sehen die Bilder unwirklich aus. Aber die Farben sind "in echt" auch so fröhlich-knallig.


Mittwoch, 7. Juli 2021

Ein Bettvorleger fürs Gartenhaus oder ...


... ein schmuseweiches Bachbett für Barfüße. 

Memo: 
Maße: ca. 52cm x 71cm /ca. 250g 
Oberstoff und Rückseite: gefärbtes altes Bettlaken
"Kiesel": Stoffreste anderer Projekte (überwiegend ebenfalls gefärbte alte Bettlaken) sowie Alttextilien
Wattierung: Baumwolle 200g/qm
Garn: oben farblich passend, was da war; unten Multicolor in ocker, Baumwolle
Nähtechnik: Freihandquilten mit dynamischem Sprungfuß 6D, alle Fadenenden händisch nach innen gezogen 
Wäsche: Buntwäsche 40 ° mit Jeans und T-Shirts

Der "Teppich" fühlt sich wunderbar kuschlig und luftig an – eigentlich möchte ich sofort so eine Decke machen. Auch die Assoziation zur "Babydecke" war gleich da. Wenn ich die Zeit dazu finde, werde ich in diese Richtung weiter experimentieren. 

Wegen eines "Unfalls mit Schnecke" wurde leider kurz nach Inbetriebnahme gleich eine erste Wäsche notwendig. 
(Ein Platz, der speziell für das spontane Abstellen von Füßen – mit den zugehörigen Leuten dran – definiert wurde, ist einfach kein guter Aufenthaltsort für Nacktschnecken.) 

Vor der Wäsche habe ich den frischen Fleck mit flüssiger Gallseife behandelt, nach der Wäsche in der Maschine war aber immer noch sehr viel von der Schleimspur übrig. Mit Essig konnte ich es dann erfolgreich von Hand rausrubblen. Durch die Wäsche sind die Ränder der "raw edge"- Applikationen jetzt ausgefranst, was auch gut aussieht:  













Montag, 28. Juni 2021

Baumstumpf-Kissen oder ...

...  Freihandquiltübungen mit dem Sprungfuß.  

Eigentlich wollte ich eine Art Bettvorleger für ein Gartenhaus nähen. 
Und mich mal im Freihandquilten versuchen – einer Technik, die mich schon lange reizt. 

Uneigentlich stellte ich nach dem ersten Probelappen fest, dass ich wohl noch ein bisschen üben muss, bis ich das geplante Projekt ordentlich verwirklichen kann.
Also suchte ich nach einem Übungsfeld für weitere Vorübungen. 

Ich fand es auf der Terrasse: Dort stehen zwei Stammstücke von einem dicken Baum, der vor einiger Zeit gefällt wurde. Diese Hocker sollten nun Auflagen bekommen. Mit einem Durchmesser von ca. 40-45 cm boten sie überschaubare Dimensionen für erste Freihand-Etüden.

Das Sandwich für Nr. 1 baute ich aus Resten zweier alter, gefärbter Bettlaken in blau und rot auf. Als Wattierung kamen Reste jenes Wollvlieses hinein, das seinerzeit mal als Verpackung für ein Spinnrad diente und seither herumliegt. (Also mal wieder ein Upcycling-Projekt, bei dem im Falle des Misslingens kaum Ressourcen verschwendet würden.) 
In Ermangelung anderer Hilfsmittel steckte ich es mit langen Stecknadeln, vor allem an den Außenecken und Kanten der zum Nähen quadratisch zugeschnittenen Stücke.

An diesem Teil wollte ich zunächst mal die Freihandführung überhaupt üben und wählte dazu eine Art Kieselsteinmuster, das ich in der Woche zuvor bei einem Besuch auf einem Sofakissen meiner Schwiegermutter studiert hatte, und den neuen "dynamischen Sprungfuß 6D" zu meiner Pfaff: 
Es ging sehr gut. Das Nähen der Kreise hat fast etwas Meditatives und macht viel Spaß. 

Zum Schluss schnitt ich rund zu und fasste den Kreis klassisch in zwei Schritten mit einem Schrägband ein, das auch schon aus dem letzten Jahrtausend stammt und aufgrund der seltsamen Farbe bisher nicht zur Verwendung einlud. Zu dem naturnahen Design passte es nun perfekt. Ich finde es immer sehr befriedigend, alten Krempel in Kunst zu verwandeln, und hier war ich mit meinem Ergebnis sehr zufrieden. (Rückseite:) 

Aber:
Bei meinem Bettvorleger-Projekt wollte ich bunte Flicken auf einen Grundstoff nähen, das ist vom Flow her ja wieder ganz anders als "Kieselsteine nähen". 

Ein erster kleiner Test auf dem alten Probelappen zeigte, dass auch das "Zielen" auf die vorgegebenen Stoffkanten sowie ein faltenfreies Nähen auf den kleinen Stoffstücken nicht auf Anhieb funktionierten und geübt werden wollten. 

Außerdem war ich neugierig, wie sich meine beiden anderen Freihandnähfüße "im echten Einsatz" verhalten und ob die bessere Sicht auf die Kanten ein besseres Nähergebnis bringen würde. 

Also klebte ich auf das Sandwich Nummer 2 einige kleine bunte Kreise aus Stoffresten und probierte auf diesem Stück Stoff alle drei Nähfüße aus, so dass es hier bei genauerem Hinsehen einige "Brüche" und auch die ein oder andere Falte zu sehen gibt. Am Ende gefällt mir aber auch dieses Übungsstück sehr gut. 

Dieses Exemplar habe ich übrigens mit jenem 200g/m schweren Baumwollvlies gefüllt, das der Waschbarkeit halber dann auch später in den Bettvorleger soll. 

Schlussendlich flutschte das Nähen mit den "dynamischen Sprungfuß 6D" tatsächlich am besten. Zeitweise gab es mal Fehlstiche in Form von Stichauslassungen. Nach einigem Getüftel (Nadelwechsel etc.) stellte sich heraus, dass die Ursache dann wohl tatsächlich an Fusseln im Greiferbereich liegt. Ich lernte, dass es am besten ist, sofort unter der Stichplatte abzustauben, wenn es Fehlstiche gibt. Dann geht's prima weiter. 

Die beiden Auflagen fühlen sich schön an und haben etwas "Stand". Die Wattierung wird durch die engen Quiltinien dauerhaft zusammengedrückt, was dem Werkstück etwas "Steifheit" gibt. 

Memo:
Ober- und Unterfaden: Baumwolle Ne 50, Multicolor, 
oben: hellere ocker-braun-Töne
unten: dunklere und hellere Brauntöne
Nadel: Microtex Nr. 75, (näht besser als "Quilt", funktioniert aber nicht mit dem Einfädler)
an der Maschine den von einer lieben Freundin ausgeliehenen großen Quilt-Anschiebtsich 


Fortsetzung





 

Sonntag, 27. Juni 2021

Stoffspielereien Nähfüße: Freihandfüße und Bandeinfasser an der Pfaff "J"


Alle Beiträge zu den heutigen Stoffspielereien werden bei Nähzimmerplaudereien gesammelt. 

 
Auf geht's: 
Neulich wurden in einem Forum Nähfüße angeboten, die zu meiner Paff passen, günstig genug, um den Spieltrieb zu wecken und die lange gehegte Neugierde zu befriedigen, endlich das Geheimnis der drei verschiedenen Freihandoptionen meiner Nähmaschine zu lüften – oder es zumindest zu versuchen. 

Aber der Reihe nach: 
Ich griff zu und setzte den – ebenfalls lange gehegten – Plan um, mich mal dem Thema Freihandquilten anzunähern.
Ich nähe meistens auf meiner Pfaff Performance 5.0, die bei Pfaff zur Produktgruppe J gehört. 
Die Maschine bietet den Freihandmodus auf "Knopfdruck": Drückt man das Icon, stellt sie alles Notwendige vom Versenken des Transporteurs bis zur richtigen Fadenspannung selbstständig ein. Wichtig ist es allerdings, im Menü den richtigen Nähfuß anzugeben. 
Das Menü bietet grundsätzlich drei Optionen: 


Nummer 1: Der Sensormatic-Freihand-Fuß

Im Standardzubehör der Maschine ist der "Sensormatic-Freihandfuß" enthalten, ein kleines durchsichtiges Plastikteil, dass in den Klickmechanismus des Nähfußhalters einfach eingeklickt werden kann. 
Durch die breite Stichöffnung könnte man diesen Fuß auch mit Zickzackstichen verwenden und dadurch zusätzliche nette Effekte erzielen.
 

Um diesen Fuß optimal zu nutzen, kann und muss die Nähfußhöhe im Menü angepasst werden. Beim Nähen verhält sich der Fuß so: Näht man langsam, hebt und senkt sich der Nähfuß über die Nähfußstange bei jedem Stich. Näht man schneller, dann gleitet der Fuß in einer Höhe über den Stoff.  

Mit dem Sensormatic-Freihandfuß habe ich schon mal herumexperimentiert, als ich die Maschine neu hatte. Er funktioniert eigentlich recht gut, allerdings gab es hin und wieder Fadenrisse. Vermutlich brauche ich einfach mehr Erfahrung, um die Nähfußhöhe optimal einzustellen.  Das Ergenbis ist nicht wirklich sehenswert, lockert aber die "technischen Fotos" hier etwas auf. 

Neu ins Haus kamen mir nun zwei weitere Freihandfüße: 

Nummer 2: Der "dynamische Sprungfuß 6D": 
Von diesem verspricht die Anleitung, er würde die Stoffdicke "messen" und sich anpassen. Wie genau er das macht, erschließt sich mir nicht. 
Möglicherweise ist die aufgebogene Form das Geheimnis. 
Dieser Fuß wird nicht eingeklickt, sondern in ein speziell dafür vorgesehenes Loch am Nähfußhalter gesteckt. Der lange Hals wird als Bügel über die Nadelbefestigungsschraube gelegt und bewirkt, dass sich der Fuß zusammen mit jeder Nadelbewegung hebt und senkt. 
Also genau so, wie bei den früheren Stopffüßen, z.B. dem meiner ca. 60 Jahre alten Pfaff 260.
Das Anbringen ist etwas fummelig, aber wenn man es ein paar Mal macht, geht's schon. 
Und? Er funktioniert. Mehr gibt's dazu eigentlich nicht zu sagen. Es gab keine Fadenrisse. Wie gut das Nähen/Quilten gelingt, liegt dann an der Übung. 
(Mein Übungsfeld waren übrgins zwei Lagen Baumwollbettlakenstoff mit einer Wollvliesfüllung dazwischen, die ich auf der kleinen Fläche nicht geheftet habe, was zu entsprechenden Verwerfungen führte. Aber es war ja auch nur ein Probestück, wiederum eigentlich nicht sehenswert.) 

Nummer 3: - oder auch nicht? "Der offene Freihandnähfuß" (Art.-Nr. 821140096) 

Um es vorwegzunehmen: Noch rätsele ich. Und zwar über zwei Fragen: 

1. Welchen Fuß benötigt man für die Funktion "Sprungfuß Freihand" im Maschinenmenü und was ist konkret der Unterschied oder Vorteil zu den beiden anderen? 

Pfaff schweigt sich auch nach intensiven Recherchen hierzu hartnäckig aus. 
Im Nähfußkatalog wird auf S. 30 ein "offener Freihand-Sprungfuß" (Art.-Nr. 821064096) angeboten. 
Der Name legt nahe, dass er mit dieser Einstellung genäht werden muss – mehr aber auch nicht. Leider kann man nicht erkennen, wie dieser Fuß an der Maschine befestigt ist, was vielleicht einen Hinweis geben würde. 

2. Welche Einstellung benötige ich für mein neu angeschafftes Spielzeug, den "offenen Freihandnähfuß" (Art.-Nr. 821140096). Auch hierüber konnte ich trotz umfänglicher Recherchen nichts finden. 
Rein optisch sind die Unterschiede zum dynamischen Sprungfuß die Öffnung und die Tatsache, dass sich die Sohle weniger nach vorne aufwölbt. Angebracht wird er genau so wie der dynamische Sprungfuß und deshalb "springt" er auch so. 
Sicher ist es auch ein Sprungfuß - aber ist es nun ein "dynamischer" oder nicht? 
Ich habe ihn vorsichtig in beiden Modi ausprobiert und kam zu dem Schluss, dass für das konkrete Projekt, das ich im Sinn hatte, tatsächlich der "dynamische Sprungfuß 6D" am besten ging. Deshalb habe ich das nun nicht weiter verfolgt. 

Aber neugierig bin ich natürlich schon. Also, wenn jemand etwas dazu weiß... 

Nachtrag: 
Dieser Fuß soll mit der Einstellung für den dynamischen Sprungfuß 6D verwendet werden. Der "Sprungfuß Freihand" ist anders konstruiert und erfordert eine andere Fadenspannung. Diese Informationen stammen aus der Antwort auf in eine konkrete Anfrage bei Pfaff über ein soziales Netzwerk. (Quelle Facebook Pfaff)




Nun zum letzten meiner neuen Füße: Dem Schrägbandeinfasser (Art.-Nr. 820245096):

Zunächst: 
Er wirkt solide verarbeitet. Aber: Die Breite des Einstichlochs passt nur mit Ach und Krach bis 7mm, was an einer Maschine mit 9 mm Stichbreite und dem oft gelesenen Hinweis, wie toll man Schrägbänder mit Zierstichen annähen kann, schon gefährlich ist.  

Und dann: 
Um ihn an der Maschine anzubringen, muss man die komplette Nähfußhalterung abmontieren, dann wird er angeschraubt. Also so, wie man seit über 100 Jahren Nähfüße anschraubt. Nur, dass es bei allen alten Maschinen völlig unkompliziert ist, den Nähfuß abzuschrauben, wohingegen das an diesem modernen Ding einen mittelschweren operativen Eingriff darstellt. Ich nehme davon Abstand und wende mich im Fall des Falles auch zukünftig für solche Anwendungen an eine meiner anderen Nähmaschinen. 



So, und an dieser Stelle sollten nun die hübschen Projekte folgen, die ich mit meinem neuen Sprungfuß verwirklicht habe. 
Ja, es gibt sie! Aber dieser Blogeintrag ist für heute schon lang genug und ich habe nach einer Extraktion gerade mit heftigen Zahnschmerzen zu kämpfen. Deshalb gibt es dazu dann später mal mehr, und Ihr müsst Euch noch ein wenig gedulden.  


Übrigens habe ich schon früher über Nähfüße geschrieben: 
  


Ausblick: 


Fortsetzung (Klick) 

Die Stoffspielereien

Mach mit, trau dich, sei dabei! Die Stoffspielereien sind offen für alle, die mit Stoff und Garn etwas Neues probieren wollen. Es geht ums Experimentieren und nicht ums Perfektsein, denn gerade aus vermeintlich „misslungenen“ Experimenten können wir im Austausch jede Menge lernen. Lass dich gerne vom monatlich vorgegebenen Thema inspirieren und zeig deine Ideen dazu.

Jeden letzten Sonntag im Monat sind die Stoffspielereien zu Gast bei einer anderen Bloggerin. Dabei kommen wir ohne Verlinkungstool aus: Schreib einfach einen Kommentar mit dem Link zu deinem Beitrag im jeweiligen Blogpost der Gastgeberin. Sie fügt die Links im Lauf des Tages in ihren Beitrag ein – ganz persönlich und individuell.

Bist du nächstes Mal auch dabei?

Die nächsten Termine:

26.09.2021: „Risse und Schlitze“ bei nahtlust
31.10.2021: „Punkte und Kreise“ bei Schnitt für Schnitt
28.11.2021: „Glitzer tröstet“ bei Tyche















Sonntag, 13. Juni 2021

Ein bunter Quilt


Quilten mit der Stickmaschine – das wollte ich schon länger mal ausprobieren. 

Die Decke besteht ausschließlich aus Naturfasern und – mit Ausnahme des Garns – aus Altmaterialien: 

Das Top ist wieder einmal aus selbst gefärbter alter Bettwäsche.
Die Wattierung bildet ein etwas seltsames Wollvlies, das vor langer Zeit einmal als Verpackung eines Spinnrades ins Haus kam. Zum Spinnen taugte es definitiv nicht. Jetzt hat es seinen Platz gefunden. 

Zum Sticken habe ich Abschnitte eines dünnen, schon etwas fadenscheinigen Bettbezuges in weicher Atlas-Bindung eingespannt, das Wollvlies präzise zugeschnitten aufgelegt, und obendrauf den Stoff für' s Top, grob zugeschnitten, dann mit einem Heftrahmen fixiert, und alle Lagen zusammen bestickt. 


Beim Zusammennähen stellte ich mich dann maximal blöd an:
Erstens wäre es gut gewesen, alle Nähte am Anfang und Ende zu verriegeln (was man bei Patchwork ja häufig nicht tut).
Zweitens wäre es dann gut gewesen, die Nahtzugaben je zu einer Seite zu bügeln – was ich nicht machte, um dicke Stoffdoppelungen zu vermeiden. 
Dann kam ich auch noch mit den mühsam angeordneten Blöcken durcheinander.  

Die Kombination aus nicht verriegelten Nähten und Auseinanderbügeln führte dazu, dass einige Nähte eine gewisse Auflösungstendenz zeigten. Also beschloss ich, bei der Verbindung mit dem Rückseitenstoff die Nahtzugaben jeweils beidseitig neben der Naht mit festzusteppen, um die nötige Stabilität zu gewährleisten. Damit das sauber geht, nähte (heftete) ich die Nahtzugaben von Hand grob zu beiden Seiten fest.
Tja. Da steckt jetzt trotz der Maschinenquilterei viel Handarbeit drin. 

Und weil's eh schon wurscht war, habe ich dann im letzten Schritt nach dem Umschlagen auch noch die Einfassung von Hand angenäht. 

Schlussendlich bin ich mit der Decke sehr zufrieden.
Nach der Fertigstellung habe ich sie erst mal gründlich und heiß gewaschen und nun auch schon darunter geschlafen: Sie fühlt sich sehr leicht und angenehm an. 


Memo:
207cm x 138cm
2610g
Oberstoff, Rückseite, Zwischenlage und Garn: Baumwolle, 
Wattierung: Schurwolle
Statt Stickvlies: dünner Baumwollstoff
Stickdesign Julias Needle Design

Alles in allem war die Decke ein knappes Jahr in Arbeit – wie üblich mit vielen Pausen dazwischen. 


Nachtrag: 
Irgendwie braucht es hier doch noch Bilder, wo man ein bisschen mehr von den schönen Blumen sieht. Insgesamt sind es 12 verschiedene Motive. Sie sind im einfachen Steppstich ausgeführt ("singlerun"):