Sonntag, 30. Dezember 2018

Noch mehr Bierfilzl

 ... hat der Weihnachtsmann an geeigneter Stelle abgeliefert. 

Sie heißen auf Hochdeutsch Untersetzer und sind quasi die Nachfolger von diesen hier. 

Normalerweise spannt man ja ein Stickvlies in den Rahmen, um das zu bestickende Filzstück darauf unterzubringen. Bei meinen ersten Versuchen habe ich aber festgestellt, dass es sich schöner anfühlt und der Untersetzer auch besser auf dem Tisch liegt, wenn er unten "weich" ist. 
Deshalb habe ich hier anstelle des Stickvlieses ein Stück eines ausgedienten Kopfkissenbezugs (Baumwolle) eingespannt. Gefällt mir besser. 
Jetzt könnt' man bei einem nächsten Mal für noch mehr Perfektion noch den Unterfaden farblich passend zum Oberfaden wählen. 
Memo: 
dicker synthetischer Filz
Rayon-Stick-Garn
Stickdadeien (Design+Copyright): Juliasneedledesigns


Freitag, 28. Dezember 2018

Dinkelspelzkissen

Weihnachtsgeschenknachlese

Memo: 
Stoffe: 
gut erhaltene Leintücher, mit Textilfarben in der Waschmaschine gefärbt

Inlett (hellblau), Baumwolle, Reißverschluss über die lange Seite
(Merke: Im Falle eines nächsten Mals besser den RV über die schmale Seite nähen!)

Bezug: wahrscheinlich Leinen, "Hotelverschluss", französische Nähte

Die Farbe ist entgegen der Bildschirmdarstellung ein frisches, fröhliches Apricot.
(Das Kissen ist aufgrund der Größe und des Winterlichts ohnehin schwierig zu fotografieren.)

Größe: 40cm x 80cm
Füllung: Bio-Dinkelspelz, 2kg

Maschinenstickerei Vorderseite: Design von "juliasneedledesigns" (Copyright dort)
Rückseite: Namenszug auf der Kissenklappe. 

Außerdem ist die Kante der perfekte Ort für einen passenden Zierstich meiner Nähmaschine.
(Habe ich schon mal erwähnt, dass ich Zierstiche liebe?) 
So, nun soll das Kissen für guten Schlaf der schwangeren Empfängerin sorgen ... 

Donnerstag, 29. November 2018

Farbecht – lichtecht – ?

Neulich wanderte mal ein Vorhang in die Wäsche. 
Das Fenster zeigt nach Osten und liegt im Sommer im Schatten hoher Laubbäume. 
Die farbige Seite zeigt nach innen. 

Von dem Stoff lag noch ein unbenutztes Stück im Schrank. 
Auf dem Foto sieht man beide. 

Wenn man selbst färbt, ist "Lichtechtheit" ja immer mal wieder ein Thema, vor allem im Zusammenhang mit Pflanzenfarben. 

Ich find's spannend, zu sehen, was "normale" (industriell gefärbte, konventionelle) Stoffe da so zu bieten haben. 
Wenn der Vorhang hängt und ohne direkten Vergleich, fällt es übrigens nicht auf, weil man sich ja sukzessive an die hellere Farbe gewöhnt. 





Dienstag, 20. November 2018

Eine besondere Kuscheldecke

"Ich habe doch noch so viele schöne Wollreste, die möchte ich mal aufbrauchen. Vielleicht kann eine schöne Decke daraus werden."

So ungefähr sprach die beste Schwiegermutter von allen und klappte ihre schwere Holztruhe mit den Wollschätzen darin auf. Sie suchte für dieses Vorhaben die naturfarbenen Knäule aus, klemmte sich die Stricknadel unter den Arm und begann mit der Arbeit.
Das ist schon eine kleine Weile her. 

Sie machte es so ähnlich wie ich: Nahm Knäule und Nadeln mit auf Reisen und in den Urlaub, strickte im Pensionszimmer, im Zug oder am Strand, oder zuhause bei schöner Musik, und stellte ein Quadrat nach dem anderen fertig, bis es schließlich 46 waren. 

Ja, das könnte schon eine schöne Decke geben. 

Doch weil seit einem Schlaganfall vor einigen Jahren der linke Arm nicht mehr so will wie früher, stellte die Verbindung der Teile sie vor eine große Herausforderung. 

Praktisch veranlagt, wie die beste Schwiegermutter von allen nun einmal ist, spendete sie daher einfach die fertigen Strickquadrate als "Patchworkdeckenbausatz, reine Schafwolle, Handarbeit" dem Adventsbasar. Leider fand sich kein Freund dieser Arbeit, so dass sie die liebevoll gearbeiteten und voller angenehmer Erinnerungen steckenden Teile am Ende wieder mit nach Hause nahm. 

Dann sollte es wohl doch eine Decke für sie selber werden. 
Sie übergab mir die Quadrate und die restliche weiße Wolle und ich versprach ihr, sie für sie fertigzustellen. 
Bei näherem Hinsehen merkte ich allerdings, dass es nur 45 Teile waren. Außerdem fehlte mir zunächst die rechte Idee, um die Teile in den verschiedenen Braun-, Grau,- und Wollweißtönen dekorativ mit der weißen Wolle zu verbinden. Also erinnerte ich mich an ihre blaue Wohnzimmergarnitur, färbte die weiße Wolle kurzerhand passend ein, strickte das fehlende Quadrat und tüftelte eine hübsche Verbindungsart aus. 
Eigentlich sollte sie die Decke zu ihrem 80. Geburtstag im Frühling bekommen, aber dann kam mir einiges dazwischen und ich wurde nicht fertig. 

Nun, der Urlaub am Kochelsee gab mir den nötigen Freiraum, um die Arbeit wieder aufzunehmen. 
So konnte sie die Decke vor ein paar Wochen in Empfang nehmen, gerade rechtzeitig vor Anbruch der kalten Jahreszeit. 

"Ach ja, diese Quadrate habe ich gestrickt als ... " kommen ihr die Erinnerungen, in die sie sich nun kuschlig hüllen kann. 
Und das blaue Quadrat macht die Decke perfekt, meint sie. 
Ich meine, diese Decke meiner Schwiegermutter ist ohnehin etwas ganz Besonderes, gestrickt mit der langen Stricknadel unter dem linken Arm. Und auch ein schönes gemeinsames Projekt. 
Ich selbst stricke übrigens sehr ungern Krausrippen. Die gehen mir nicht recht von der Hand und diese Decke zu stricken wäre für mich kein Vergnügen gewesen. 
Nun, wie man auf den Bildern sieht, war der Garten noch grün, als ich die Fotos machte. 
Jetzt findet diese besondere Decke endlich auch noch den Weg in meinen Blog. 

Memo: 
Material: verschiedene Schafwollgarne, Reste
Größe: ca. 1,10m x 1,65m
Gewicht: ca. 790g

Verbindung der Kanten: 
von der rechten Seite in der Mitte der Randmaschenglieder von oben nach unten durchstechen und das hintere Maschenglied auf die Nadel nehmen:
1. Farbe a, dann Farbe b, dann wie eine Kettmasche das Verbindungsgarn durchziehen.  

2. Farbe b, dann Farbe a, dann genauso.  

Ich habe dazu eine alte Maschinenstricknadel verwendet, die mit ihrer auf und zu klappenden Nadelzunge das Arbeiten deutlich erleichtert hat. 

Eigentlich bin ich auch ziemlich sicher, ein Bild von der Rückansicht der Verbinungsstiche gemacht zu haben, aber das ist verschollen. 
Das kommt davon, wenn man das Schreiben von Blogeinträgen so lange vor sich herschiebt ...
Also von hinten sieht es aus, wie eine Steppnaht: Stich an Stich eine gerade Linie. 

Ganz am Schluss habe ich  noch eine Reihe blau außenrum gehäkelt. 
Und ein kleines Label mit dem Namen meiner Schwiegermutter und der Jahreszahl angebracht. 

Inzwischen ist auch das fehlende Quadrat wieder aufgetaucht, berichtete mir die beste Schwiegermutter von allen. Na, dann hat sie jetzt ja sogar noch einen passenden Topflappen. 
Oder den Grundstock für eine weitere Decke ... 


Und weil heute Dienstag ist, gibt es mal wieder einen Link zum Creadienstag


Donnerstag, 25. Oktober 2018

Der Mug Rug ...


...  zu Deutsch "Becher-Teppich", ist quasi der Onkel vom Bierfilzl – oder eher die Tante? 

Also jedenfalls irgendeinE VerwandteR davon und ebenso lebensnotwendig oder auch nicht. 

In jedem Falle handelt es sich bei Mugrugs um Objekte, die sehr geeignet sind, um den Spieltrieb zu befriedigen, dabei gleichzeitig Stoffreste bis zur Stoffschnipselgröße verbrauchen und obendrein sowohl bei der Herstellung als auch beim späteren Betrachten das ein oder andere Lächeln ins Gesicht zaubern. 

Die Frage nach den Kriterien für Kitsch stellen wir an dieser Stelle nicht, ebensowenig die nach dem Wahrheitsgehalt des Textes. Stattdessen erfreuen wir uns hemmungslos am Pink und Blau. 

Deshalb musste meine Stickmaid auch gleich noch einen für eine nähende Freundin ausspucken. 

Denn schließlich soll auch ihr Becher keine kalten Füße bekommen. : ) 

Das Design (und dessen Copyright) findet sich beim kreativen Kiwi

Montag, 22. Oktober 2018

Bierfilzl


Ich wusste noch gar nicht, dass ich sowas brauche.

Also früher, meine ich, als ich noch keine Stickmaschine hatte.

Aber jetzt? Jetzt fallen mit plötzlich überall im Haus diese Ränder auf, die Teetassen gerne mal hinterlassen, wenn man sie abstellt. Also eigentlich eher frau.
Also frau stellt die Teetassen ab, denn zugegebenermaßen bin ich hier diejenige, die immer eine Teetasse dabei hat, irgendwo abstellt und manchmal auch dort vergisst. 
Neben dem Computer, neben der Nähmaschine, neben dem Spinnrad, auf einem Fensterbrett, am Couchtisch, im Regal ...

Ab sofort werden an allen einschlägigen Plätzen Bierfilzl deponiert, dann steht die Tasse weich und es gibt keine Ränder mehr. Jawoll.

Eigentlich hätte ich das Teil ja eher "textile Teerandverhinderungsunterlage" genannt.

"Du meinst ein Bierfilzl", meinte mein kluger Mann und ich merkte, dass er Recht hat, obwohl ich keine Maß auf den Filz stelle, sondern ein Teehaferl. Und obwohl meine Bierfuizl (so spricht man das nämlich eigentlich, mit einem schönen ui nach dem f) im Gegensatz zu den echten Bierfilzen wirklich aus Filz sind.

Was nahtlos zu der Frage führt, ob Bierfilze früher mal aus Filz waren. 
Und überhaupt: Wann, wo, warum und von wem wurde das Bierfilzl erfunden und wer kam wann auf die Idee, Bierwerbung draufzudrucken oder sie als Erinnerungsstütze für den abzurechnenden Bierkonsum zu nutzen?

Das wäre doch mal wirklich ein interessantes Forschungsobjekt: Bierfilzologie.

Aber zurück zur Stickmaschine: 

Ich gehöre ja zu den Leuten, bei denen sich leicht mal was ansammelt: 
"Das kannst Du doch sicher brauchen" höre ich ab und zu und schwups – schon wird der Schrank wieder voller. In diesem Fall handelte es sich um weißen Taschenfilz oder so was ähnliches, offenbar aus Kunstfaser und jedenfalls eher von der Sorte Zeug, von der ich eigentlich bisher eher nicht wusste, wozu ich das brauchen können sollte. 

Dank meines neuen Spielzeugs hat sich das jetzt geändert: 
Teile dieses bislang zweckfreien Filzes hat die Stickmaid in einem einzigartigen Filz-Veredelungsprozess nun in äußerst nützliche und einzigartige Bierfilzl verwandelt. 

Doch leider konnte ich meinen Plan, alle einschlägigen Teetassenabstellflächen im Haus künftig vor Rändern zu bewahren, trotzdem noch nicht in die Tat umsetzen. 
Denn jeder, der so einen Bierfilz aus Filz sichtet, kann plötzlich auch einen brauchen. Oder mehrere. 
In allen möglichen Haushalten tauchen urplötzlich schonungsbedürftige Flächen auf. 
Die scheinen sich zu vermehren.  
Entgegen meiner bisherigen Vorstellungen sind Bierfilzl aus bebuntetem Filz ein begehrtes Objekt, das ganz viele Leute ganz dringend benötigen. 

Jetzt verstehe ich endlich auch, warum es gar so viele Muster für diese Dinger im Netz gibt, wo man sie unter dem Namen "Coaster" findet. 
Ob das wohl etwas mit Küste (Coast) zu tun hat? Verbirgt sich dahinter etwa die Vorstellung eines Teemeeres, das bei Flut über die Ufer der Tasse schwappt? 

Jedenfalls haben etliche meiner Bierfuizl das Haus bereits wieder verlassen um an anderen Orten kleckernde Teefluten einzudämmen. 
Na, dann weiß meine Stickmaid ja, was sie demnächst noch so zu tun bekommt ... 
Stickdateien (und Copyright der Designs): 
die drei Bunten oben: 
www.embroidery-broderie.com (Die sind übrigens schon ordentlich digitalisiert, mir ist bloß beim Sticken mal der Filz verrutscht - ich übe ja noch.)
die beiden Unifarbigen unten: 
www.juliasneedledesigns.com






Samstag, 20. Oktober 2018

Avocadofärbung - missglückt

Beim Aufräumen fiel mir die alte avocadogefärbte Wolle in die Hände. 

Avocado und Wolle – das soll traumhafte Altrosé- bis Bordeauxtöne ergeben. 
Diese Information hatte ich seinerzeit mal aus den Tiefen des Netzes gefischt und weil ich ab und zu ganz gerne Avocado esse und die Kerne irgendwie wunderschön finde, sammelte ich mal eine Weile, ebenso die Schale, die auch Färbekraft besitzen soll. 

Eigentlich sollte die Färbeaktion eine tolle Story für meinen Blog abgeben und so machte ich gleich lauter stylische Fotos.

Nun, die Färbungen ergaben eine traumhaft langweilige Hautfarbe bei äußerst staubender Wollhaptik. 

Wahrscheinlich habe ich irgendetwas falsch gemacht.  
Sei's drum. 

Die Wolle kommt jetzt endgültig in die Tonne. 
Was bleibt, sind ein paar überflüssige, aber doch zumindest einigermaßen hübsche Fotos. 

Falls da draußen noch jemand wissen will, wie es nicht geht: 

Das Ausgangsmateriel war kaltgebeiztes Kardenband. 
Ich hatte die Färbung zunächst als Solarfärbung geplant, aber nachdem wochenlang nichts im Glas passierte, habe ich die Wolle dann doch in den Topf gepackt, nochmals viel frische Avocado – Schalen und Kernstücke, wahrscheinlich in getrennten Töpfen – dazu und mehrfach lange köcheln lassen. 

An irgendeiner Stelle hatte ich dann auch noch Avocadokernwürfel in Wasser eingeweicht ... 

So ganz genau weiß ich es nicht mehr.

Auf dem letzten Bild liegt ein Rest der gleichen Wolle in weiß zum Farbvergleich dabei. 

So findet nun heute eines der vielen "Das-wollte-ich-mal-in-meinen-Blog-schreiben-Kapitel" zu einem Ende und macht im Kopf und im Wollkorb einen kleinen Platz für Neues frei. 















Nachtrag: 
Wie man weiß, entsorge ich selten etwas. Normalerweise verarbeite ich fast alles irgendwie oder hebe es auf, bis es eines Tages seine Bestimmung findet. Aber diese Wolle sondert so einen fiesen Feinstaub ab und fühlt sich so komisch an, fast schon eklig – da macht es einfach weder Spaß noch Sinn, sich damit noch länger zu beschäftigen. 










Freitag, 28. September 2018

Baby-Badetuch und Kirschkernkissen

Immer wieder höre ich mal: "Das Badetuch benutze ich fei immer noch."
Dann ist die Rede von einem mit Kreuzstich verzierten Kapuzenhandtuch in Übergröße, das ich gerne zur Geburt und Taufe verschenke. Die Besitzer sind mittlerweile oft schon junge Erwachsene. Das freut mich natürlich. 

Mit Blick auf meine neue Stickmaschine hörte ich neulich dann mal einen anderen Text:
"Könntest Du nicht für mein Patenkind so ein schönes großes Kapuzentuch mit Namen drauf nähen?" 

Konnte ich. Aber nur für eine beste Freundin.
Und weil das Handtuch-Einfassen mit Schrägband nun wirklich eine sehr langweilige Sache ist, ebenso langweilig wie ein maschinenbesticktes Badetuch, das man heutzutage "personalisiert" in vielen einschlägigen Babyshops kaufen kann, die das billiger und mit weniger Tüftelei können, als ich, griff ich dann doch zu Karopapier, Buntstiften, Nadel und Sticktwist und werkelte ganz traditionell von Hand in Kreuzstich.  

Die Stickmaid kam dann doch noch zum Einsatz, denn besagte Freundin hatte im Sommer fleißig Kirschkerne saubergelutscht und wünschte sich den Luxus eines persönlichen Kirschkernkissens.

Na, dann: 
Die Kerne selbst stecken natürlich nochmal in einem Innenkissen. Der Bezug in "Hotelkissenart" misst gigantische 12cm im Quadrat. Ich hatte nicht erwartet, dass mir das Ergebnis so gut gefallen würde. 
Vielleicht brauche ich auch eins. (Hoffentlich gibt es nächstes Jahr wieder viele Kirschen.)
(Die Datei habe ich bei "Julia's Needle Design" gekauft, Copyright dort.)
Nach wie vor verstehe ich nicht, warum manche gestochen scharfe Bilder nach dem Hochladen in Blogspot hier nur noch verschwommen daher kommen. 
So wie heute. 
Das nervt.

Dienstag, 25. September 2018

Socken aus 6-fach-Garn

Plötzlich ist es kalt.
Da fallen mir meine neuen Socken ein, die schon lange fertig sind und auf den Einsatz warten. 
Eigentlich sind sie völlig unspektakulär und kaum der Rede wert. 

Trotzdem müssen sie unbedingt hier in mein kreatives Tagebuch, damit mir bei einem nächsten Mal nicht der gleiche Fehler passiert. 

Socken aus gekaufter Sockenwolle stricke ich üblicherweise aus 4-fach-Garn. 
Darum hatte ich in einem meiner schlauen Bücher extra nachgelesen, wie viele Maschen ich bei 6-fach-Garn für Größe 43 anschlagen soll: 72 Maschen, also 13 pro Nadel. 
Es kam mir zwar zwischendurch schon mal etwas schmal vor, aber da meine Hände Socken zumeist nebenher stricken, ohne dass ich ihnen spezielle Aufmerksamkeit schenken müsste, war der erste schon fast fertig, bis ich dann doch vorsichtshalber mal reinschlüpfte. 

Nein, das ging gar nicht. Also alles noch mal auftrennen und von vorne. 
Darum: 

Memo: 
Rellana "Spicy" 6-fach-Sockengarn
Nadelspiel Nr. 3
Anschlag: 4 x 14 Maschen
Fersenboden über 10 Maschen 
Gr. 43

Mittwoch, 19. September 2018

Katzenkörbchen

Gittas Blogeintrag brachte mich auf die Idee. 
Ich selbst habe ja keine Katze, aber bei einer lieben Freundin kam neulich ein neues Katzenkind ins Haus. 
Also suchte ich ein paar zweckbefreite Wollknäule aus und häkelte los. 
Unter anderem auf einer Reise, auf der mir eine andere Freundin Herberge bot und mir beim abendlichen Zusammensitzen auf die Finger sah.
Das müsse noch viel größer werden, sagte sie, die keine Ahnung von Wolle und Filzen, aber eine Katze im Haus hat. 
Also häkelte ich unverdrossen immer weiter.  
Auch dieser Strang wurde eingearbeitet. 
Dafür hatte ich in den Anfangszeiten meiner Spinnerei Kardenband mit Henna gefärbt und dann versponnen. Die Wolle gefällt mir nach wie vor sehr gut. 
Jetzt hat es für sie endlich ein Ende mit der faulen Herumliegerei in Dornröschens Schatzkiste. 
Auch jedes andere darin verarbeitete Wollknäuel hätte eine Geschichte zu erzählen, aber manche Erinnerung tut weh.  
Ich liebe diese Häkeloptik, wenn man in Runden häkelt! 
Nach dem Häkeln kam das Körbchen mit in die 60 Grad-Wäsche. 
Ich hatte es vorsichtshalber mit zwei Handtüchern ausgestopft und in ein Wäschenetz gegeben. 
Der Rand hätte ein bisschen steifer werden dürfen. 
Aber man kann ihn ja umschlagen. 
Mal sehen, was Katze Allie dazu meint.