Mittwoch, 20. September 2017

Wordless Wednesday

Was für eine coole Urlaubspostkarte flatterte mir da letzte Woche ins Haus! 
Post von einer besten Freundin. Die weiß, was mir gefällt.  

Dienstag, 19. September 2017

Funkelnde Armbänder

Ein Tag mit der Freundin vom Großen. Und mit vielen bunten Glasperlen. 

Sie wollte sich gern ein Armband fädeln. So tauchte ich ganz tief in Dornröschens Truhe und förderte so einige glitzernde Schätze und mein Perlenfädelbuch zutage. 
Es machte ihr soviel Spaß, dass sie gleich drei Armbänder nacheinander in Angriff nahm. 


Ich fädelte mir unterdessen ein Uhrband, mit dem ich jedoch nicht so recht zufrieden bin: Das Schwarz der Uhr ist zu hart. Zu hart für die Perlen und zu hart für mein Handgelenk. 
Meine alte Perl-Armbanduhr geht ja leider schon lange nicht mehr. Aber vielleicht ist das jetzt ein Anlass, mir mal eine neue zu besorgen. Und vielleicht öfter mal wieder in den Perlen zu stöbern. Jedenfalls hat es mir viel Spaß gemacht, mit der jungen Dame einen kreativen und produktiven Tag zu verbringen. 

(Das war letzte Woche. Hierbei handelt es sich also mal um einen halbwegs aktuellen Eintrag. Doch es hängt noch so einiges in der Warteschleife....)

Heute mal wieder verlinkt mit Creadienstag


Samstag, 16. September 2017

männliche Socken in grau

 
Weil schließlich auch der Mann im Winter warme Füße braucht, 
habe ich mal wieder die Strickmaschine bewegt. 
 Memo: 
Gr. 42/43 
Garn: Regia
Strickmaschine Otto Gilgen Euro 2000
MW: 3
Mapro: 10cmx10cm=35Mx45R
Bündchen von Hand, Nadeln 2,25
Was Frau nicht versteht: Warum die Bilder im Fotoprogramm scharf sind und im Blog nicht. 

Freitag, 15. September 2017

Freihandsticken mit der Pfaff 260

In einem Nähforum kam vor einiger Zeit die Frage auf, welche alte Tretnähmaschine sich zum Freihandsticken eignen würde. 
Meine Pfaff 260 ist eine alte Tretmaschine und dass man mit ihr Freihandsticken kann, hatte ich bereits früher festgestellt. (Nachzulesen hier.
Sticken und Stopfen sind in der Bedienungsanleitung beschrieben und mein damaliger Versuch orientierte sich an deren Vorgaben. 

Viele Freihandsticker arbeiten jedoch ganz ohne Nähfuß und so habe ich das kurzerhand ebenfalls getestet. (Foto oben) 
Auch das geht auf der Pfaff 260. Wichtig ist, dass der nicht vorhandene Nähfuß abgesenkt ist, weil sonst die Fadenspannung nicht funktioniert. 

Und wo ich gerade eh schon dabei war, habe ich auch noch den chinesischen Stickfuß für diese Anwendung ausprobiert.
Mit dem geht's auch. Die Sicht aufs Nähgut ist jedoch trotz des durchsichtigen Plastiks wesentlich schlechter als mit den beiden anderen Varianten. 
Mein Probestoff für diesen Blitzversuch war ein festeres Leinengewebe und das ging – so mal eben auf die Schnelle – ganz gut. 
Dächte ich ernsthaft ans Freihand-Maschinensticken, käme jedoch noch ein Stickrahmen als sinnvolle Ergänzung zum Einsatz. 

Und natürlich muss für diese Stickereien der Transporteur außer Kraft gesetzt sein. 
Den Stofftransport übernehmen die Hände. 

Auch dieses Experiment machte ich schon im Juli. 
Habe ich schon erwähnt, dass ich im Sommer so wenig schreiblustig war?

Allerdings habe ich tatsächlich in den letzten Tagen öfter mal nach Informationen gesucht, was ich wann wie gemacht habe. 
Diese Blogeinträge sind also für mich durchaus sinnvolle und nützliche Notizen und vielleicht profitiert ja auch noch jemand anders davon..... 

Schon gemerkt? Hier keimen gute Vorsätze.

Dienstag, 12. September 2017

BFL/Tussah - ein Traum im Wolle und Seide


Der letzte Kammzug aus meiner diesjährigen Frühjahrswollfärberei:

Der Tag war schon alt, die Leinen hingen voll und eigentlich war die Luft raus. Aber einen einzigen weißen Kammzug und ein einsames Glas mit aufgelöster roter Farbe aufzuheben – das machte nun auch keinen Sinn. So kam die Farbe in den Topf und die Wolle in die Flotte und während ich noch darüber nachdachte, welche Farbe ich noch dazupanschen soll, entstand ganz von selbst ein langer, pink-rosa-Farbverlauf. 

Den ließ ich dann einfach so. 

Manchmal ist es gut, keine konkreten Vorstellungen zu haben und einfach zu sehen, was passiert. 
Rosa ist nämlich nicht meine Farbe und so eine Färbung hätte ich nie geplant. 
Auf dem Foto vom April liegt er ganz hinten zum Trocknen. 
Mittlerweile habe ich ihn fertig versponnen und finde: Ein Traum! 
Ich glaub, ich mag rosa doch. 
Das wusste ich bisher nur noch nicht und habe es erst gemerkt, als die Wolle im langen Spinnprozess durch meinen Blick und meine Hände lief. 
Memo: 
Kammzug 80%BFL (Wolle) + 20% Tussahseide, 
selbst gefärbt (Säurefarben) 
Bliss 1:18
ca. 102g/386m

Auch dieser Strang wurde schon im Juli fertig.

Samstag, 9. September 2017

Nachsitzen mit südamerikanischer Merinowolle

Neulich stieß ich in Dornröschens Schatztruhe auf ein Garn aus den Anfängen meiner Spinnerei. 

Die Fasern stammten aus einer meiner ersten Wollbestellungen: 2kg bunt gemischte Kammzüge südamerikanischer Merinowolle. Ich erinnere mich noch gut, wie viel Spaß ich damals mit den bunten Bobbeln hatte und wie ich unter anderem an einer alten zweifädigen Ziege mit kleinen Spulen das Spinnen eines dünnen Garns übte und gleichzeitig die Herstellung von Farbverläufen erbrobte. 

Gezwirnt habe ich das Garn dann auf dem Willy-Spinnrad, das mein allererstes Spinnrad war und schön große Spulen hatte, aber nur eine Übersetzung von ca. 1 : 4. 

Die Übersetzung führte zu einem Problem: Ich hätte sehr viel mehr treten müssen, um die richtige Drehung in das Garn zu bringen und verfügte noch nicht über die nötige Erfahrung, um das zu erkennen. 

Deshalb wurde der Strang, den ich jetzt wieder in den Händen hielt, so scheußlich und lud nicht gerade zur weiteren Verwendung ein:

Nun bin ich ja mittlerweile sowohl reicher an Erfahrung als auch spinnradtechnisch etwas moderner ausgerüstet und so war es kein großes Kunststück, das alte Garn auf den nötigen Strecken mit einer hohen Übersetzung nachzuzwirnen. 

Jetzt bin ich zufrieden und eine Idee für die weitere Verwendung dieser schönen Wolle habe ich auch schon, so dass ich gleich ein Knäul draus gewickelt habe. 
Memo: 
südamerikanische Merinowolle
Singles: "Turbozicke", S-Drehung, kurzer Auszug. 
Zwirn: "Willy" (früher) + Bliss (Nacharbeit), Z-Drehung
ca. 159g/500m

Eigentlich gehört diese Geschichte in den Juli  2017, aber zu Zeit fehlt mit etwas die Lust zum Schreiben und zum Bloggen und so ist hier einiges aufgelaufen...... 


Montag, 21. August 2017

Leinenfizzelwolle oder

 
... ein Experiment für einen entspannten Sonntag Nachmittag. 

Die Idee: 
"Sari-Seide" als Zutat zu exklusiven Spinnfasermischungen ist eine Modeerscheinung, die sich in Spinnerkreisen derzeit großer Beliebtheit erfreut. 
"Sari-Seide" ist dem Vernehmen nach ein Recyclingprodukt, das entsteht, indem indische Altkleider, also ausgediente Seidensaris, zerkleinert werden und das Gewebe wieder in seine ursprünglichen Bestandteile zerlegt wird. 
Die Seidenschnipsel werden dann mit Wolle oder anderen Spinnfasern vermischt, zusammenkardiert und zu interessanten Garnen versponnen. 

Mit Sari-Seide habe ich noch nicht gearbeitet, aber schon lange hatte ich die Idee, das mal mit heimischen Stoffresten zu probieren. 
So habe ich gestern mal ein paar Stoffreste eines alten Sofabezuges aus einem robusten Leinenstoff zerlegt, zusammen mit naturbrauner deutscher Merinowolle kardiert (zwei Durchläufe) und auf dem Bliss im langen Auszug bei 1: 16 zu einem Zweifachzwirn versponnen. 

Es entstand ein witziges Fizzel-Garn. 
ca. 61g (davon ca 10g Leinen) / 54m (ungebadet). 
















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Donnerstag, 10. August 2017

Probe-Shirt in Grün

Eigentlich sollte es eher rot werden. 
Weil da nämlich neuerdings so schöne rote Bio-Jerseys aus deutscher Produktion im Stoffe-Schrank liegen und zu Sommershirts werden möchten...

Da stellte sich mal wieder die Frage nach dem Schnitt. 
Meine selbstgenähten Wintershirts haben sich unterm Pulli bewährt und tragen sich schön. Mittlerweile finde ich allerdings, dass es da an der Passform, besonders an den Armausschnitten, durchaus noch Verbesserungspotential gibt. Die Nähte könnten ein bisschen mehr nach innen. 

Also probierte ich einen neuen Schnitt aus: Die Nr.2 aus Ottobre Women 2/2016. 
Ich ließ mich von einer Freundin neu vermessen und staunte nicht schlecht über das Ergebnis, das in allen Maßen exakt mit einer Größe übereinstimmte, die ich hier lieber nicht nenne. 
Jedenfalls maß ich dann die Schnittteile aus, verglich sie mit den Wintershirts sowie Kauf-Shirts und kann zu dem Ergebnis, dass dieses Shirt im fertigen Zustand an mir hängen müsse wie ein Sack. 
Dabei sieht es am Model im Heft eigentlich nicht nach Großraumshirt aus.  

Nach einigen Grübeleien über Echtmaße und Bequemlichkeitszugaben entschied ich mich, 
- das Shirt zwei ganze Größen kleiner zu nähen. 
- ein Probeshirt zu machen, bevor ich in meine neuen Jerseys schneide. 

Der hierfür auserkorene Stoff stammt noch aus den Kleinkindertagen meiner Kids und hätte seinerzeit mal Kinderkleidung werden sollen. Bei einer Vorwäsche bekam er seltsame, batikartige Flecken, die ich im unteren Bereich des Shirts angeordnet habe und hiermit zum Designelement erkläre. 

Memo: 
Stoff: leichter Sommersweat, reine Baumwolle, relativ wenig elastisch
Schnitt Nr. 2 aus Ottobre 2/2016, Gr 46, ohne Änderungen
Schließnähte: Overlock; Halsausschnittkante festnähen: Janome; 
Säume/Zwillingsnähte: Pfaff 260
Beim Umnähen erinnerte ich mich an die begeisterten Ausrufe meiner Nichte (gelernte Maßschneiderin), beim Anblick des Führungslineals in der Zubehörkiste meiner Pfaff: 
"Voll geiles Teil – Säume nie wieder ohne", oder so ähnlich sprach sie. 
So habe ich dieses altmodisch anmutende Tool, das sich schon seit jeher in meinem Nähzubehör befindet, jetzt erstmals ausprobiert. 
Ich kann die Begeisterung meiner Nichte verstehen. Es kam hier sicher nicht zum letzen Mal zum Einsatz. 

Und wie finde ich nun den Schnitt? 
Also: größer hätte das Shirt sicher nicht werden müssen. Das passt schon. Die Schulten sind da, wo sie hingehören und alles hat Platz. 
Es trägt sich angenehm und kneift nirgends. 

Wenn ich mir das Tragefoto so anschaue, dann schreit es allerdings nach Brust-Abnähern, was irgendwie in der Natur des Sache liegt. 
Nur mag ich Brustabnäher in dünnen Shirt-Stoffen nicht so gerne. Die stören mich irgendwie. 
Die Jerseys, die ich eigentlich für dieses Shirt vorgesehen hatte, sind allerdings deutlich elastischer und werden sich wieder anders verhalten. Mal sehen, wann ich beherzt zur Schere greife..... 
(Gestern blätterte ich eine neue Nähzeitschrift durch. Da hatten sämtliche T-Shirt-Trägerinnen Falten in abnäherlosen Shirts. Es scheint also viele Leute nicht zu stören. Vielleicht ist es auch gerade Mode?



Mittwoch, 9. August 2017

words on Wednesday


Hab ich neulich irgendwo gelesen. 
Manchmal will ich so viel, dass ich vor lauter wollen nicht zum machen komme. 

Donnerstag, 3. August 2017

Die Zwillingsnadel, die Paff 260 und das T-Shirt



An den Rändern eines Shirts wollte ich gerne eine sehr schlichte Naht haben. 
Also nahm ich das zum Anlass, mich mal mit der Stretch-Zwillingsnadel zu beschäftigen. 

Frühere Versuche auf der Janome zeigten, dass sich hier die Fadenspannungen nicht so regulieren ließen, dass sich eine dehnbare Naht ergibt. Man müsste die Unterfadenspannung lockern und das ist an der modernen Maschine nicht vorgesehen. Ich hätte auch Sorge, zu "verschrauben" und mir damit ein neues Problemfeld aufzutun. 
Also lasse ich das. 

Bei der alten Paff ist das anders. Da gehört die Einstellung beider Fadenspannungen, also Oberfaden (OFS) und Unterfaden (UFS) zu den Grundlagen in der Handhabung der Maschine, wird in der Bedienungsanleitung entsprechend beschrieben und ist vergleichsweise unkompliziert. Außerdem will es der Zufall, dass sich in meinem Nähmaschinenkrimskrams sogar noch eine überzählige Spulenkapsel für die Pfaff 260 herumtreibt, die ich extra für diesen Zweck eingestellt lassen kann, wenn ich will.  
Also probiere ich das mal aus. 

Versuchsanordnung: 
Der Stoff ist ein leichter Sommersweat aus Baumwolle, nicht übermäßig dehnbar. 

Das Ziel ist eine Naht, die auf der Vorderseite zwei parallele Linien und auf der Rückseite eine Art Zickzack aufweist, was der Naht ein gewisses Maß an Elastizität verleihen soll. 
Außerdem soll sich zwischen den beiden Nähten keine "Biese", also keine erhabene Wurst, bilden und zuguterletzt soll der Stoff beim Nähen nicht gedehnt und dadurch gewellt werden. 
Genäht wird natürlich von der rechten Seite. 

Zunächst habe ich mit den vorhandenen Voreinstellungen experimentiert und ausprobiert, wie sich verschiedene OFS und die Postion der Naht auf den beiden Stofflagen auswirken.  

Versuch 1: 
OFS 8, UFS unverändert, Naht so, dass die Kante auf der Unterseite eher zwischen den beiden Stepplinien liegt: 
-> oben: gut; unten: gut; Biese: deutlich vorhanden; Stoff gewellt, 
Insgesamt aber gar nicht so schlecht. 

Versuch 2: OFS 6, UFS unverändert, Naht komplett auf beiden Stofflagen: 
-> oben: gut; unten: schlecht, Unterfaden viel zu gerade!; Biese: kaum vorhanden; Stoff gewellt, (rechte Naht im Foto)
Insgesamt schlechter als 1.  

3. Versuch: Versuch 2: OFS 8, UFS unverändert, Naht komplett auf beiden Stofflagen: 
-> oben: gut; unten: schlecht, Unterfaden immer noch zu gerade; Biese: etwas vorhanden; Stoff gewellt, 
Insgesamt schlechter als 1.  

weitere Versuche: 
Jetzt geht's an die Unterfadenspannung. Sie muss schwächer eingestellt werden, damit der Unterfaden die beiden Oberfäden und den Stoff nicht zusammenzieht. Um sie zu verstellen wird an dem dafür vorgesehenen Schräubchen an der Spulenkapsel gedreht. Ich habe mehrere Probestücke in verschiedenen Einstellungen genäht, bis ich zufrieden war. 

Außerdem habe ich mir den Nähfußdruck vorgenommen. 
Den kenne ich schon, denn als die Maschine seinerzeit zu mir kam, war die Einstellmöglichkeit bis zum Anschlag in die Maschine hineingedreht, so dass sich quasi jeder Stoff beim Nähen wellte, egal wie dick er war. Möglicherweise war da mal jemand der Meinung gewesen, dass es sich bei dieser "Einsteckmöglichkeit für einen Schraubendreher" um eine Schraube handelt, die in jedem Falle fest angezogen gehört. 
(Das rote Dings im oberen Bildteil.)
Nein, das ist keine Schraube i.e.S. sondern das Tool, mit dem man den Nähfußdruck verändern kann. Es befindet sich unter dem Deckel im vorderen Teil des Nähmaschinenkopfes, also quasi ganz oben über dem Nähfuß. 
Ich habe die "Schraube" vier vollständige Umdrehungen weit herausgedreht. Dadurch wird der Stoff weniger stark nach unten gedrückt. 
4. Versuch: OFS 6,5, UFS gelockert; Nähfußdruck gelockert
-> oben: gut; unten: gut, Unterfaden im Zickzack; Biese: kaum vorhanden; Stoff kommt ohne Wellen aus der Maschine 
So. Und am Ende war ich mit der Naht zufrieden. So ziemlich jedenfalls.... Vielleicht könnte man das nächste Mal sogar noch ein bisschen mehr Spannung bei bei OFS und UFS rausnehmen......

Memo: 




Montag, 31. Juli 2017

Eine neue alte Sommerbluse aus Cupro

Sie fiel mir in die Hände, als ich mal wieder Kleidung aus noch immer vorhandenen Beständen meiner Mutter aussortierte. Die Bluse hatte eine hübsche Farbe und fühlte sich kühl und glatt an. Weil ich gerade eine neue Sommerbluse brauchen konnte, schlüpfte ich einfach mal rein, obwohl ich diese Art Kragen nicht leiden kann. 

Zufällig passte mir die Bluse gar nicht mal so schlecht. 

Sie besteht aus "Cupro". Das ist eine Kunstseide, deren Herstellung sehr umweltunfreundlich gewesen sein soll und die schon länger aus der Mode ist. 

So ein Gewand würde ich mir selbst nie kaufen. Aber nun ist die Bluse schon mal vorhanden und derzeit nutzlos. 
Darum ersparte ich mir eine lästige Shoppingtour – ich gehe sehr ungern neue Klamotten kaufen – und griff lieber zur Schere, um den blöden Kragen abzuschneiden und mit dieser Maßnahme die Bluse für mich tragbar zu machen und dem Kleidungsstück eine zweite Chance zu geben. 

Außerdem hätte das Projekt gleich ein neues Versuchsfeld für meine moderne Nähmaschine werden sollen. 

Allerdings erwies sich der Stoff dann beim Schneiden und Umlegen als äußerst flutschig und rutschig und schwierig zu handhaben. Außerdem hatte ich ja kaum nennenswertes Material für Nähproben zur Verfügung. 
Eigentlich musste die Naht auf Anhieb klappen. 
So nähte ich dann die paar Zentimeter doch lieber mal eben stressfrei auf der guten alten Pfaff 260 runter.
So, dann schau ma mal, wie sich diese Bluse bewährt. 
Zum Glück ist es ja jetzt doch noch mal Sommer geworden. 

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Samstag, 22. Juli 2017

Pyjamahose III



.... eine Multifunktionshose sozusagen. 

Denn neben ihrer Funktion als Schlafanzugunterteil diente sich auch noch 

- zum Stashabbau: Der Baumwolljersey war in jenen Tagen im Schrank liegen geblieben, in denen ich für die Kleinen Shirts nähte und wartet seither auf Verwendung.  

- als "Jersey-Test" für meine zurückgekehrte Janome. 
Mein Eindruck: Sie hat es genäht und man kann damit leben, aber Begeisterungsstürme löst weder das Nähen an sich noch das Ergebnis aus. 
Man muss relativ langsam nähen, damit sich die Maschine nicht verschluckt und damit sie den Stoff nicht verschluckt. 
Vielleicht bin ich einfach zu anspruchsvoll und meine Erwartungen sind zu hoch und ich hätte doch Saumfix dazwischen bügeln sollen, so wie hier....  
Immerhin hat sie ordentlich über die Nahtkreuzungen genäht. Das ist viel besser als vorher. Auch das Nähgeräusch ist ruhiger und der rumpelnd-grummelnde Grund-Sound von früher ist nicht mehr da.
  


Sehr entspannend war dagegen das Schließen der Seiten- und Schritt-Nähte mit meiner guten alten Overlock. Wie schön kann Nähen sein, wenn man sich einfach an die Maschine setzt, nach 5cm Probenaht den zugeschnittenen Stoff drunterhält und nach wenigen Minuten ein ordentlich genähtes Stück in Händen hält.... 

Memo: 
Stoff: Jersey 100% BW
Schnitt: der Bewährte aus Burda 11/98,  siehe auch hier
Garn: Polyester-Allesnäher
Schließnähte: 
Overlock (neue Reihenfolge: erst Schrittnähte, weil der Stoff nach dem Zuschneiden eh schon richtig lag.... sehr praktisch!)
Säume und Bund (vorher mit Klebestift fixiert)
Janome, Jersey-Nadel 80, Stich 2/20, Fuß F, Füßchendruck 2-3