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Samstag, 13. September 2025

UFO - Weste

In Dornröschens Schatztruhe – also dort, wo Dinge tief schlummern, ohne aktuell einen konkreten Nutzen zu haben – fand ich neulich mal wieder diese Weste. 
Ich hatte sie seinerzeit aus der allerersten Wolle gestrickt, die ich ab Schaf selbst verarbeitet habe: sortiert, gewaschen, gefärbt, mit Handkarden kardiert, gesponnen, gezwirnt... 

Irgendwie wurde sie nie ganz fertig, vermutlich, weil ich über's Stricken feststellen musste, dass sie mir nicht (mehr) passen würde. 
Jahr für Jahr zog ich sie beim Wolle- (und Motten-) Check wieder ans Licht. Mittlerweile denke ich, dass die Hoffnung, da jemals reinzupassen, vergeblich ist. Also habe ich sie verschenkt und hoffe, sie leistet im neuen Wirkungskreis gute Dienste. 

Hier nun wenigstens zwei Abschiedsfotos. 
Dann das Prinzip gefällt mir eigentlich immer noch sehr gut. Vielleicht stricke ich nochmal was ähnliches, nur passend. 

(UFO = "UnFertigesObjekt", meint jedoch Projekte, die in den Dornröschenschlaf fielen, bevor die fertig gestellt wurden)



Freitag, 16. Mai 2025

Gestrickte Tierchen (aus dem Bücherregal)

Von Zeit zu Zeit – nein, eigentlich ziemlich oft – schreite ich an den Rücken meiner lieben Bücher entlang und ziehe eines aus dem Regal. Das nehme ich dann mit ins Bett und stöbere darinnen, bis die Augen zufallen. 

Ich mag Bücher. Vor allem Sachbücher, wenn sie gut gemacht sind. Längst habe ich nicht mehr den Anspruch an mich selbst, all die tollen Dinge nacharbeiten zu müssen. Ich genieße einfach so die Ideen und die Bücher ...

Heute stelle ich zwei davon vor:

Caprice Birker: Tierische Freunde stricken. Freiburg 20214

Dieses liebevoll gestaltete Buch macht schon beim Durchblättern und Anschauen Spaß. 

Es enthält Strickanleitungen für diese niedlichen Tiere: Schwein, Affe, Maus, Elefant, Frosch, Maulwurf, Zebra, Löwe, Schaf, Wolf, Pferd, Esel, Fuchs, Hase, Kater, Hund, Bär, Pandabär, Einhorn und Drache

Die Anleitungen funktionieren nach dem Baukastenprinzip: Die Grundformen Körper, Beine und Arme  werden artspezifisch mit verschiedenen Ohren, "Händen", "Füßen" und anderem (Schwänzchen, Flügel, Hörner) kombiniert. Das Gesicht ist bei jedem Tier anders und verleiht ihm den jeweils typischen Ausdruck. 

Jetzt bräuchte ich nur noch jemanden, der so ein Tierchen gestrickt haben möchte ... 




____________________________



Susie Johns: Witzige Waldtiere stricken, Augsburg, 2015


Auch das ist ein wunderschönes Buch, dass schon beim Durchblättern Freude macht. Die Tierchen blicken dem Leser aus ihrer Arbeitsanleitung heraus so richtig frech und ausdrucksstark entgegen. Die Anleitungen sind Reihe für Reihe ausgeschrieben.

Diese Waldbewohner wollen aus Wollknäulen entstehen: 
Biber, Frosch, Kaninchen, Maulwurf, Schnecke, Dachs, Rehkitz, Fuchs, Eichhörnchen, Fasan, Igel, Eule, Bär, Waschbär und Streifenhörnchen







Na, mal sehen, vielleicht stricke ich mir doch mal eines Tages einen tierischen Kameraden. 

Sonntag, 25. Juni 2023

Für die Füße



Das nächste Paar ist fertig. (Passt zwar im Moment nicht ganz zur Jahreszeit, aber ich kenn' da wen, der wird im Herbst ganz plötzlich Geburtstag haben, und ich werde ganz plötzlich ein Geschenk brauchen, und dann werden wieder hektisch die Nadeln klappern werde ich ganz entspannt den Hebst genießen ...  )

Memo: 
Gr 43, 76 g, 
Sockenwolle 4-fädig, Rellana Flotte Socke Vintage
über 4x16 Maschen, 2,5 er Nadeln

.... da hatte ich doch noch ein WIP- Foto von zwischendurch (Work in Progress) ... 


Und auch, wenn es vielleicht ein bisschen langweilig sein mag, kommt in Antetannis Handarbeitsbingo für diese Socken jetzt ein Kreuzchen auf "Häkeln oder Stricken".
Weil es zum Beispiel der Schal vom Januar gar nicht in den Blog geschafft hat, obwohl das ein viel interessanteres Projekt war; aber ich hatte da einfach nicht die Zeit zum Fotografieren und Schreiben, ... 




Mittwoch, 12. April 2023

Socken

 

Memo: 
Gr 43, 72g,
Sockenwolle 4-fädig über 4x16 Maschen 
6.2.-4.4.23

... müssen jetzt mal schnell hier rein, wie manch anderes eigentlich auch ... 


Sonntag, 5. Februar 2023

Spacige special Schwarzkopf-Sonntagssocken



Die wurden ja eigentlich schon letzten Sonntag fertig. 

Ganz ehrlich? -> Wärmer an den Füßen geht nicht! 

Eigentlich sollten einst Handschuhe aus dieser besonderen Wolle werden, aber da habe ich ja erst neulich welche gestrickt. Das reicht jetzt wieder für eine Weile. 
Und gerade waren die Füße kalt ... Also: 

Es soll ja Leute geben, die so gerne "WIP"_Fotos sehen (work in progress). 
Bitteschön: 

Memo: 
Wolle vom Schwarzkopfschaf,
vor vielen Jahren selbst ab Schaf von Hand verarbeitet: sortiert, gewaschen, kardiert, gesponnen, gezwirnt, mit Ostereierfarben stranggefärbt,
jetzt verstrickt
Nadeln Nr. 3
4x11 Maschen, Schaft 25 R
Ferse über 10 Maschen
Fuß bis Spitze 50R
Spitzen gegengleich, je eine rechte und linke nach Maß auf die Zehen – das erhöht die Haltbarkeit dieser Luxussocken
Gr. 43, 115 g

Donnerstag, 2. Februar 2023

Weihnachtssockenfreude und -frust


Als Tante S. von einem großen Haus in Frankreich in ein kleines Appartement in Deutschland umziehen musste, blieb vieles übrig, für das sie nun keine Verwendung mehr hat. Unter anderem eine Kiste voller Wolle. 

Darin fand sich auch 6-fach-Sockenwolle vom französischen Aldi in schönen Männerfarben. Das nahm ich mir gleich mal zur Brust auf die Nadeln.
Als sie mich bei einem Besuch daran stricken sah, fiel ihr gleich ein, dass sie dem Onkel daraus hatte Socken stricken wollen, aber der braucht jetzt keine mehr (und sie kann leider auch nicht mehr stricken). 
Also bekam mein Mann die Socken zu Weihnachten. 

Ich stricke ja selten 6-fach. So war ich froh um meine Notizen von seinerzeit, und legte mit 4x14 Maschen los. Kurz hinter der Ferse trennte ich dann alles wieder auf, denn was mir im gerippten Bündchen schon gedämmert hatte, bestätigte sich: Die Socke wurde viel zu weit. 
Aber jetzt passt's. 

Memo: 
6-fach-Sockengarn von Aldi in Frankreich
Nadelspiel Nr. 3
Anschlag: 4 x 13 Maschen
Fersenboden über 10 Maschen 
Gr. 43

Noch während ich das Paar in Arbeit hatte, fiel mir im hiesigen Aldi stark reduzierte 6-fach Sockenwolle in einer schönen Tante-S-Farbe in die Hände. Eigentlich kaufe ich nicht gern Wolle im Supermarkt. Aber plötzlich erschien es mir eine gute Idee, auch für die Tante schöne warme Socken zu stricken, und da ich mit den 3er-Nadeln und dieser Wollsorte gerade eh schon so in Fahrt war, nahm ich die Packung mit den drei Knäueln à 50g kurzerhand mit und strickte, bis die Nadeln qualmten. Weihnachten war da schon ziemlich nah. 

Kurz hinter der Ferse passierte, was öfter mal passiert: Es kam ein Knoten. Das ist an sich zwar lästig, aber nicht tragisch. Ich studierte den Farbverlauf bzw. Rapport, wickelte das Knäul soweit ab, dass der Anschluss perfekt passen müsste und strickte weiter. Wobei es mir beim Abwickeln schon merkwürdig vorkam, dass irgendwie so viel weiß dabei war. 
Tja, beim Weiterstricken kam die böse Überraschung: Während sich am Anfang der Wolle drei Blau- bzw. Grautöne mit einem weiß-gesprenkelten Abschnitt abwechselten, weist der zweite Teil zusätzlich lange reinweiße Passagen auf. Auch die Abfolge der Farbstreifen ist irgendwie anders. 
Und den anderen beiden Knäulen kann ich so auch nicht ansehen, welche Farbverläufe bzw. welcher der beiden Farbverläufe da jetzt wirklich drinstecken. 

Aus dieser Wolle lassen sich mit angemessenem Aufwand niemals zwei annähernd gleiche Socken stricken. 
Ich überlegte, ob ich die Socken dann einfach stricke, wie's halt kommt, aber ich bin ziemlich sicher, dass der Tante derlei Zufallssocken nicht gefallen würden. 

So fiel dieses Weihnachtsgeschenk aus, und ich muss überlegen, wie ich die komische Wolle weiter verwerte. Jetzt trenne ich das UFO (=unfertige Objekt) erst mal auf, und diese Wolle wandert bis auf weiteres in Dornröschens Schatztruhe. 




Dienstag, 24. Januar 2023

Ringelrestesocken

Die "richtigen" Socken aus dieser Wolle waren schon im letzten Post zu sehen. 

Das Ringeln von zwei Farben erfordert doch mehr Zeit und Aufmerksamkeit als "Stinos", bei denen ich blindlings drauflos und vor mich hin stricken kann. 

Normalerweise stricke ich Socken mit 4-fädiger Wolle meistens eher so nach Gefühl. 
Aber bei den Ringeln kann man ja eigentlich auch ganz gut zählen. 
Also zählte ich. 
Und strickte diesmal zwei Socken mit garantiert gleicher Rundenzahl.
Beim zweiten wurde die Fußspitze etwas blauer, weil die grüne Wolle vorzeitig ausging. 
(Deutschlehrermodus ein Der Anteil der Fußspitze in Blau wurde länger als bei der ersten. 
Deutschlehrermodus aus.)

Abgesehen davon wurde der zweite auch ingesamt länger. Und weiter. Und größer. Im ersten Socken fand wohl beim Stricken die Anspannung ihren Niederschlag, unter der ich im Dezember stand. Wie gut, dass ich am zweiten ablesen kann, dass ich nun doch etwas entspannter unterwegs bin....

(Wobei: Hätte ich den zweiten genau so stramm gestrickt wie den ersten, dann hätte vermutlich die grüne Wolle auch gereicht. Naja, egal. Das bleibt jetzt so.)


Memo:
Tweed von Rellana, 4-fädig, Reste, Gr. 43, 70g

Freitag, 20. Januar 2023

Socken ...


... stricke ich eigentlich immer. 

Für manche Paare brauche ich lang, andere gehen schneller.
Am schnellsten geht es natürlich mit der Strickmaschine.
Aber die kann man nicht mit in den Zug nehmen. Oder in ein Wartezimmer.

Hier im Blog sind Socken – gemessen am tatsächlichen Socken-Output im Vergleich zu anderen Kreativitäten  – deutlich unterrepräsentiert.
Das liegt unter anderem daran, dass Socken ja eigentlich ziemlich langweilig sind. 

Socken sind halt Socken, die wenig Künstlerisches an sich haben, also jedenfalls meine. 
Was gibt es dazu schon zu sagen? Und soo toll sind jetzt Sockenfotos auch wieder nicht. 

Allerdings führe ich meinen Blog ja vor allem für mich selbst. Und ich stelle fest, dass ich gerade im Hinblick auf Socken in letzter Zeit öfter mal dachte: 
Hättest Du Dir das mal gemerkt.
Oder noch 
besser aufgeschrieben.  

Ich hatte jetzt mehrfach Paare, die sich entweder innerhalb von zwei bis drei Maschinenwäschen von Größe 43 zu Größe 34 entwickelt haben, oder aber ihre Größe beibehielten, aber trotzdem ganz schnell fusslig und unansehnlich wurden. Manche wurden auch labberig und größer. Das kenne ich von früher nicht so. Dabei stricke ich jetzt schon seit sehr vielen Jahren bzw. Jahrzehnten Socken, und ich wasche sie auch seit Jahrzehnten gleich. 

Vielleicht sollte ich doch mal Buch über meine Sockenproduktion führen. Vor allem darüber, aus welcher Quelle die Wolle stammt. Damit ich dann weiß, welche Wolle ich demnächst besser meiden sollte. Denn auch wenn ich Socken "nebenbei" im Zug oder in unvermeidbaren Wartezeiten stricke, ist es sehr ärgerlich, wenn man sie dann nur ein bis drei Mal tragen kann, wo andere Paare bei nahezu täglichem Gebrauch 10 Jahre und länger halten. 

Also: demnächst könnte es hier dann mal wieder öfter langweilige Sockenbilder geben. 

Diese drei – übrigens handgestrickten – Paare sind schon seit ca. einem halben Jahr im Gebrauch und haben sich bisher gut bewährt. Hier auf dem Bild haben sie schon etliche Waschmaschinengänge unbeschadet hinter sich gebracht. 

Memo:
Rellana Tweed 4-fach,
"Stino" (stinknormal gestrickt)

Sonntag, 15. Januar 2023

Mal wieder eine Mütze ...

... wünschte sich Sohn 1 zu Weihnachten. Am besten so eine, wie er schon eine hat, meinte er. 
Wechselwäsche sozusagen.
Die bekam er natürlich auch. 

Da war ich froh, dass ich hier in meinem Blog nachlesen konnte, wie ich das seinerzeit gemacht hatte, und ergänze jetzt noch die wesentliche Information, ab welcher Höhe die Abnahmen beginnen: nämlich ab 20cm. 

Zur Zeit ist so viel los, dass ich kaum zum Bloggen komme. 
Außerdem ist die "Warteschlange" möglicher Blogeinträge inzwischen so lang, dass ich gar noch mehr weiß, mit was ich anfangen soll. 

Jetzt fange ich halt heute einfach mal irgendwo an: mit ein bisschen "Weihnachtsgeschnaknachlese". Schließlich steht auch der Christbaum noch (traditionell bis zum 2. Februar,) und erinnert noch daran, dass Gottes Botschaft von Rettung und Freiheit das ganze Jahr über gilt. 

Memo: 
Sockenwolle 4-fädig
Nadelspiel 2,5
Anschlag: 40-36-40-36
Maschen anschlagen, 1. Reihe als Rückreihe stricken, dann zur Runde schließen und 2r2l 20 cm hochstricken,
Dann mit den Abnahmen in jeder 2. Runde beginnen:  
Auf Nadel 1 und Nadel 3 jeweils die vorletzte Masche (= letzte Rippe) der Nadel mit der drittletzten Masche auf der Nadel rechts zusammenstricken.
Solange fortfahren, bis noch 9 Rippen auf jeder Nadel sind (also 4x). 
Dann am Ende jeder Nadel ebenso verfahren bis noch 8 Rippen auf jeder Nadel sind. (4x)
Dann genauso auf jeder Nadel von der jeweils letzten und vierten Rippe aus abnehmen, bis nur noch rechte Maschen vorhanden sind.
Jetzt in jeder Runde abnehmen, bis nur noch 8 Maschen übrig sind.
Zusammennähen, vernähen, fertig. 
Gewicht/Verbrauch: 62g
Sockenwolle von "Comfortwolle, Made in Italy, garantiert filzfrei"

Freitag, 11. November 2022

neue Handschuhe


Die braucht man jetzt schon. 

Das Paar vom Mann war irgendwie abhanden gekommen. 
Oder war der Daumen durch? 
Na, egal. Irgendwas war damit. Am Ende des letzten Winters. 
Und jetzt mussten neue her. 

In Dornröschens Schatzkiste fand sich ein Knäul ehemals weißer Schafwolle, die ich für ein anderes Projekt schon mal blau gefärbt hatte. Das schien mir geeignet, ebenso die Zugfahrt in die Landeshauptstadt zu einer wunderbaren Ausstellung. Da ließ es sich gemütlich stricken. Also natürlich im Zug, nicht in der Ausstellung.

Aber wie ging das mit den Handschuhen doch gleich wieder? 
Ach ja. So.
So ungefähr jedenfalls. 

Das erste Paar (Foto oben) geriet dann für meinen Geschmack etwas schmal und sehr dicht, und weil das Wollknäul dabei kaum kleiner geworden war, und noch eine längere Zugfahrt ins wunderschöne Frankenland anstand, strickte ich gleich noch ein zweites Paar hinterher, etwas weiter und lockerer.

Damit war die Restwolle dann auch ziemlich perfekt ausgenutzt. 
Der Mann mag das erste Paar.
Auch gut. 

Diese schlichten Handschuhe sind ja eigentlich recht unspektakulär. 
Aber weil ich beim nächsten Mal sicher wieder nachdenken muss, wie das jetzt ging, und weil mein Blog ja eigentlich vor allem meine Gedächtnisstütze ist, schreibe ich das heute mal gleich ein bisschen besser auf. 


Memo:
Paar 1: 
Nadelspiel 3,5, Anschlag 8+10+8+10, Bündchen 1r 1l, 25 R. 
Danach rechts weiter und sofort auf der Daumenseite (vor der letzten M auf Nadel 2, und nach der ersten M auf  Nadel 3) je eine Masche aufnehmen. Dann in jeder 2. Runde. 
weiterstricken, bis 2 x 11 M im Daumenkeil sind. 
22 M auf Faden nehmen, in der nächsten R beim Daumenkeil 4 M aufschlingen. 
25 R stricken
Abnahmen zunächst auf der Seite gegenüber dem Daumen, dann alle. 
(I = R ohne Abnahme; -2 = R mit Abhnahmen)
-2 II -2 II -2 I -4 I -4 I -4 -4ff bis nur noch 8 M -> zusammenziehen
Daumen: 
22M im Keil aufsammeln, R in der Mitte der aufgeschlungenen M beginnen, 
in der ersten R stricken: 9 + 6 + 9 M
(= je 1 zusätzliche M zwischen aufgeschlungenen und aufgesammelten M) 
-2 -2 -2 (noch 18 M) 11 R stricken, -3 I -3 -3ff bis nur noch 6 M -> zusammenziehen 

Paar 2: 
Nadelspiel 4, Anschlag 8+12+8+12, Bündchen 2r 2l, 21 R.
dann 1 R rechts
Danach auf der Daumenseite (vor der letzten M auf Nadel 2, und nach der ersten M auf  Nadel 3) je eine Masche aufnehmen. Dann in jeder 2. Runde. 
weiterstricken, bis 2 x 11 M im Daumenkeil sind. 2 M aufschlingen. 
20 R stricken
Abnahmen zunächst auf der Seite gegenüber dem Daumen, dann alle. 
(I = R ohne Abnahme; -2 = R mit Abhnahmen
-2 II -2 I -2 I - 2 -4 -4ff bis nur noch 8 M -> zusammenziehen
Daumen: 
22 M im Keil aufsammeln, R in der Mitte der aufgeschlungenen M beginnen, 
in der ersten R stricken: 8 + 6 + 8 M 
(= je 1 zusätzliche M zwischen aufgeschlungenen und aufgesammelten M) 
-2 -2 (noch 18 M) 11 R stricken, -3ff bis nur noch 6 M -> zusammenziehen 

Zu den Zunahmen im Daumenkeil:
(Hier muss ich jedesmal wieder nachdenken.)
Schöner werden sie, wenn man erst aus dem Hinterfaden verschränkt und dann aus dem Vorderfaden verschränkt zunimmt. Beim ersten Paar machte ich es genau andersherum. 

Mittwoch, 4. November 2020

Socken, zum Beispiel

 

Eigentlich hatte ich ja vor, zwischen den Urlaubsfotos der letzten Wochen auch regelmäßig "Kreatives" zu zeigen, aber es wurde nichts draus. Aus Gründen. 

Teilweise aus sehr unerfreulichen und destruktiven, die viel zu viel Kraft, Zeit und Nerven kosten – doch das Ende ist allmählich in Sicht, wenn auch noch immer nicht greifbar nah. Aber immerhin. 

Teilweise, weil ich meine wenigen verbleibenden Kapazitäten derzeit so konzentriert wie möglich in ein recht spezielles – konstruktives – Projekt investiere, das noch nicht ganz spruchreif ist, aber im Werden. Später mal mehr davon. 

So gibt es heute nur ein schnelles Foto von Socken, die hier so übers Jahr auf meinen Stricknadeln gewachsen sind. Die grünen für meinen Mann, die anderen für mich. 

Früher hätte ich mich vehement gegen alles gewehrt, was irgendwie rosa oder pink ist. Aber man darf sich ja zum Glück weiterentwickeln und so bin ich inzwischen zu einer geworden, die sich vorbehaltlos an allen Farben freuen kann. (Wobei ich nicht verschweigen will, dass bei der Farbwahl der Bedarf an unifarbenen Wollresten für mein Langzeit-Häkeldeckenprojekt auch eine gewisse Rolle gespielt hat – rosa und pink wären indes hierfür nicht zwingend erforderlich gewesen, machen sich aber ganz gut.) 


Memo Socken: normale (gekaufte) 4-fädige Sockenwolle, 2,5er Nadeln 

Nachtrag: Die rosanen und pinken Socken liefen in der Waschmaschine ein, schrumpften von Größe 43 auf Größe 34 und konnten nur noch entsorgt werden. Sehr ärgerlich! 

Montag, 10. Februar 2020

Neue Handschuhe


... waren leider dringend fällig, da ich von meinem alten Paar den einen verloren habe. 

Und zum Radeln brauche ich gute Handschuhe! Zum Glück fand ich in der Schublade noch ein Paar alte gekaufte, die ich nutzen konnte, bis die neuen fertig waren. Aber der direkte Vergleich auf der gleichen Strecke zeigt eindrücklich, dass die Materialeigenschaften von weitgehend naturbelassener, selbstgesponnener Schafwolle einfach unübertrefflich sind. 
Die neuen kamen schon zum Einsatz und haben sich bestens bewährt. 

Memo: 
Nadeln Nr 3,5
4 x 10 Maschen in der Runde
offener Anschlag ab Handkante, Bündchen anschießend rückwärts an beide Handschuhe gleichzeitig angestrickt (einmal von innen und einmal von außen vom Knäul), um das Garn optimal auszunutzen. 


Samstag, 25. Januar 2020

Mützen

Weihnachtsgeschenknachlese

Für Sohn I, hier jedoch noch schnell vor dem Verschenken auf Papas Kopf fotografiert. 

Ups - wenn ich mir das Bild so ansehe, dann denke ich, hier ist die linke Seite nach außen geraten. Mist, da hätte ich beim Fotografieren aufpassen müssen!

Memo: 
Sockenwolle 4-fädig
Nadelspiel 2,5
Anschlag: 40-36-40-36
Maschen anschlagen, 1. Reihe als Rückreihe stricken, dann zur Runde schließen und 2r2l hochstricken.
Abnahmen in jeder 2. Runde: 
Nadel 1 und Nadel 3 von der 2. Masche (1. Rippe)  der Nadel aus solange überzogen abnehmen, bis noch 9 Rippen auf jeder Nadel sind. 
Dann am Anfang jeder Nadel von der 2. Masche (1. Rippe) aus solange abnehmen, bis noch 8 Rippen auf jeder Nadel sind. 
Dann entsprechend von der ersten und 4. Rippe aus abnehmen, bis fast alle Maschen aufgebraucht sind. Am Schluss in jeder Runde abnehmen. 

Und während die Mütze vom Sohn auf ihre Blog-Veröffentlichung wartete, wurde gleich noch eine Nach-Weihnachtsmütze für meinen Liebsten fertig. 
Memo: 
Sockenwolle 4-fädig
Nadelspiel 2,5
Anschlag: 40-40-40-40
Maschen anschlagen, 1. Reihe als Rückreihe stricken, dann zur Runde schließen und 2r2l eine Handspanne hochstricken.
Abnahmen in jeder 2. Runde: 
Jeweils die rechte Masche der (zunächst) 5. und 10. Rippe mit der vorhergehenden Masche zusammenstricken. 
Wenn nur noch rechte Maschen übrig sind, in jeder Runde abnehmen. 


Donnerstag, 5. Dezember 2019

Das Drachenschwanz-Farbwunder

Prolog: 
"Nach dem Winter ist vor dem Winter", dachte ich mir, als in diesem Frühjahr mein geliebter grüner Drachenschwanz begann, sich entlang einer Längsseite komplett aufzulösen.
Er entstand seinerzeit aus einem Ergebnis meiner ersten Spinnversuche.
Klar könnte man ihn reparieren. Vielleicht mache ich das auch noch mal.
Aber manchmal ist es auch einfach Zeit für etwas Neues und sieben Jahre sind ein gutes Alter für einen viel getragenen Schal. 

Kapitel 1: Das Experiment
Etliche Kammzüge in harmonischen Farbverläufen einmal durch den Regenbogen hin und zurück waren fertig gefärbt. Das Färbewasser war noch heiß, der Tag noch nicht zu Ende.
Da hat es mich gebissen: 
"Jetzt färbst Du Komplementärfarben in einem Topf – mal sehen, was passiert."
Also weiße Wolle rein und mutig Farbe dazu: Blau und orange. 

Kapitel 2: Der Kammzug
Er wurde blau und orange und manches dazwischen. Und ehrlich gesagt nicht besonders ansprechend. Auf ein Foto hat er's auch nicht geschafft. 

Kapitel 3: Das Garn
Ich habe den Kammzug längs geteilt, gesponnen und dann verzwirnt. 
Der fertige Wollstrang sah aus wie:" Hm – naa-jaa". 

Kapitel 4: Das Stricken
Eigentlich entsprang die Idee, für den neuen Schal genau zu diesem wenig geliebten Garn zu greifen, eher einer miesen Stimmung: In einer Zeit, in der es mir wahrlich nicht gut ging, wollte ich vermeiden, ein anderes tolles Garn zu verhunzen und strickte relativ unmotiviert einfach mal los, damit ich wenigstens im nächsten Winter einen warmen Hals haben würde. Egal in welcher Farbe. 

Tja, und während des Strickens ging unter meinen Händen die glutrote Sonne an einem blauen Frühlingsabend unter. 
Oder auf? (Dann natürlich an einem Frühlingsmorgen, aber morgens ist der Himmel ja eher grau als blau. Also hier bei uns sehen doch eher die Abende so aus. )
Wow! 
So, mittlerweile ist tatsächlich schon wieder Winter und der Drachenschwanz ringelt sich geschmeidig um meinen Hals, wenn ich unterwegs bin. 

Kapitel 5: Der unvollendete Ohrenschützer
Als der Schal groß genug war, war noch Wolle übrig. Da wollte ich sehen, ob es noch für eine warme Mütze reicht. Tut es nicht.
Ich werde das breite Band umklappen und gegen den Wind eine doppelte Schicht Baumwolljersey dazwischen packen, oder so. Mal sehen, ob sich das bewährt. 
Epilog: 
In meinem Fotoarchiv fand ich noch ein Foto vom guten alten Drachenschwanz I , als der noch jung war (2012). 


Sonntag, 25. August 2019

Reise-Proviant-Socken

Irgendeine Handarbeit muss ja immer mit auf die Reise – aber welche? 
Als ich mir diese Frage vor einigen Monaten stellte, griff ich beherzt in Dornröschens Schatzkiste und förderte eine Handvoll Strickgarn aus jenen Zeiten zutage, als ich erste Erfahrungen mit der Verarbeitung von Rohwolle frisch ab Schaf sammelte. 
Übungsgarne, jeder Meter Garn ehrfürchtig und herantastend dem noch unbekannten Material entrungen, dokumentieren sie meine ersten Schritte mit Wollfarben, Handkarden und Wollkämmen.  
Die Garne waren nun lange genug herumgelegen und bewundert worden und so wurde es langsam Zeit, die Wolle wieder ihrem eigentlichen Daseinszweck zuzuführen, nämlich Wärme zu spenden. 
Also wurden Socken draus. 

Wer jemals handgesponnene Socken trug, weiß, welche Wohltat für kalte Füße das ist, auch wenn sie nicht so stabil sind und bei der Wäsche etwas mehr Aufmerksamkeit brauchen als andere Socken. Zu toppen ist dieser Socken-Luxus nur noch mit Wolle vom Schaf aus der Nachbarschaft.... 

Weil ich teilweise unsicher war, wie weit die Knäule reichen, kombinierte ich fröhlich drauflos. 
Memo alle: 
Schafwolle (frisch ab Schaf verarbeitet), 
mit Säurefarben gefärbt, 
im kurzen Auszug handgesponnen, 
Stricknadeln 2,25. 4x16 Maschen, Gr. 43,
symmetrisch als rechte und linke Socke passend auf meine Füße gestrickt. 

Schwarzkopf, 69g, wahrscheinlich gekämmt, Lauflänge unbekannt
 – federleichte Fußschmeichler – schade, dass man das Tragegefühl nicht fotografieren kann –
Lila und lila 112g: das fliederfarbige Garn ist ein dünnes, glattes Kammgarn aus ostfriesischem Milchschaf und reichte nicht ganz für die zweite Fußspitze. Für den beerefarbigen Partner wurde Schwarzkopfwolle mit Handkarden bearbeitet.
Zusammen kuschlig, dick und warm. 

Hellblau mit Rollrand, 97g 

Dann entstanden noch zwei Paare aus gekaufter Sockenwolle. 
Das eine davon ging sofort in Betrieb und hat es nicht aufs Foto geschafft, das andere lag schnell mal noch Modell, bevor es sich auf die Socken machte, um fortan die Füße einer lieben Freundin zu wärmen. 
4x17Maschen, Nadeln 2,25, Gr 41