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Werbehinweis: Mein Blog dient vor allem mir selbst als Gedächtnisstütze. Daher werden Firmen und Marken genannt, deren Materialien bzw. Designs ich verwende. Teilweise ist die Nennung auch zur Kennzeichnung von Urheberrechten notwendig. Außerdem werbe ich hier für meinen eigenen Werkstattladen. Ich werde nicht für Werbung bezahlt.

Sonntag, 11. April 2021

Von runden und quadratischen Ostereiern

Die sollten ja auch noch "verbloggt" werden, solange noch ein bisschen Ostern ist:
Zwei Auftragswerke. 

Eine Freundin wünschte sich zu Ostern weiße Spitzen-Ostereier, die meine Stickmaschine auch brav ausspuckte. 

Die standen jetzt nicht auf meiner To-Do-Liste, gefielen mir dann aber so gut, dass ich für mich auch noch ein paar machte. Die Dateien sind von DesignsbyJuJu (Designcopyright). Was ich bei aller Schönheit der Designs nicht ganz gelungen finde, sind die vielen Sprungstiche auf den Kreuzungspunkten in den Rauten. Lasse ich sie automatisch schneiden, dann wurschtelt die Maschine die Fadenenden mit in die nächsten Stickabschnitte. Das sieht in den Konturen der filigranen Spitze nicht sehr schön aus. Also schaltete ich die Schnittfunktion aus und schnitt die Fadenenden später von Hand ab, was sich jedoch als rechtes Gefrickel erwies, bei dem Augen und Feinmotorik allmählich inzwischen schon so an ihre Grenze kommen.

Einige Eier arbeitete ich aus Rayonstickgarn, andere aus mattem Overlockgarn in Stärke 120 und 150. Sie wurden alle schön, aber die matten aus 120er Garn gefallen mir am besten. 

Und Sohn I wünschte sich zu seinem neuen grauen Sofa farbige Kissenbezüge in 40x40cm. 
Einfarbig, schlicht, modern.
Wir suchten die Stoffe gemeinsam per Telefon- und Online-Parallel-Schalte aus. 
Tja, die Zeiten sind hart, aber fortschrittlich: Praktisch. 

Nun bin ich ja wild entschlossen, hier keine neuen zweckfreien Stoffreste anzuhäufen und zu den zahlreichen alten zu versammeln. Deshalb konnte ich es mir nicht verkneifen, die Reste gleich zu verwerten. Es entstand ein bunter Bezug, der die Quadrate der anderen Kissen aufnimmt (Rückseite blau) ...  


... sowie ein oranges Quadrat inmitten von Blau und Grün. Für die Rückseite war nicht mehr genug Stoff in einer Farbe vorhanden, so setzte ich sie aus mehreren Stücken zusammen.
Unter der einen Nahtkante verbirgt sich der Reißverschluss. Für diesen Bezug fand sich noch Dinkelspelz, so dass ich noch ein passendes Inlett aus Nessel nähte. 


Tatsächlich sind die verbliebenen Stoffreste erfreulich überschaubar: 


Und aus purer Lust an Bunt habe ich einen Teil davon gleich noch mit einer Datei von Kreative Kiwi (Designcopyright) zu Untersetzern mit farblich verfremdeten Klaviertasten verarbeitet. Für die schwarzen Tasten passen jene schmalen Reststreifen perfekt, die bei der Produktion der Reißverschlussbeutelchen aus abgelegten Hosen anfallen.
Wie praktisch!  


Sonntag, 4. April 2021

Ostern 2021


Eine alte Liedzeile geht mir durch den Kopf. 
Ich schlage den ganzen Vers nach.  

 Jesus lebt, mit ihm auch ich! Tod, wo sind nun deine Schrecken? 
Er, er lebt und wird auch mich von den Toten auferwecken. 
Er verklärt mich in sein Licht; dies ist meine Zuversicht.

Ja, das passt. 
Nicht nur zu der Ostergewissheit, dass Jesus den Tod besiegt hat und unser Leben ein Ziel hat, das zur Erfüllung kommt, wenn wir hier den letzten Schnauferer getan haben. 

Jesus lebt. Er entfaltet seine Auferstehungskraft schon heute, jetzt und hier. 
Er schenkt Lebendigkeit, wo uns Schrecken lähmt. Das gilt für
globale Schrecken, die uns alle mehr oder weniger betreffen, das Leben lahm legen und behindern. Und es gilt in der persönlichen Bedrängnis, in der jemand – zum Beispiel ich – sich oft genug mehr tot als lebendig fühlt. 

In Jesu Licht sieht alles anders aus. Bei dieser anderen Beleuchtung bekommt vieles eine andere Bedeutung, steht aus der anderen Perspektive plötzlich an einem anderen Platz. 
Was Schrecken verbreitet, verliert Einfluss und Macht. Mancher Schatten löst sich gar ganz auf. Zuversicht breitet sich aus, für den, der in Jesu Licht steht. 

Ostern: 
Jesus lebt.
Es ist doch gut, alle Jahre daran erinnert zu werden, sich wieder bewusst in Jesu Licht zu stellen und sich immer wieder neu auf dieses Leben einzulassen, das stärker ist als der Tod.  

Auch in diesem Jahr, in dem es kompliziert ist, einen Ostergottesdienst zu besuchen, aber so einfach wie noch nie, an einem Ostergottesdienst vom Wohnzimmersofa aus teilzunehmen.  

Ich muss sagen, es war heute im Morgengrauen schon eine spezielle Erfahrung, per Zoom eine Osternacht mitzufeiern. Aber gut. Und ich nehme sie mit in den Tag und in die kommende Zeit: die Auferstehungskraft, die Leben entfaltet. 



 Frohe Ostern! 





Dienstag, 23. März 2021

mehr materialisierte Frühlingsgrüße

 

Letzte Woche war es draußen immerzu kalt, machmal nass und meistens ungemütlich. Da lag es nahe, noch ein paar Frühlingsgrüße zu materialisieren und auf den Weg zu schicken. Zunächst fand die freche Schildkröte ihren Platz auf einem Beutel. Aber weil mich der Name auf der Rückseite eines Mäppchens mit Schildkröte für eine erwachsene Frau etwas seltsam anmutete, stickte ich hier lieber eine kleine Botschaft auf. 


Die Schildkröte stammt von Inspiration Mutz (Designcopyright), die
Schrift von Desings by Juju.

Der Spruch passte auch gut auf das Beutelchen für eine andere Freundin mit einer Blumenapplikation von Hatched in Africa (Designcopyright).
Die Blumen sind wunderschön, aber die Datei enthält einige seltsame Sprungstiche. 

Eigentlich sind meine Vorräte an Altstoffen nahezu unerschöpflich. Aber an dieser Stelle der textilen Grußproduktion war dann doch tatsächlich mein Vorrat an alten Bluejeans aufgebraucht. Jedenfalls fand sich kein Stück mehr, das für das nächste Projekt groß genug gewesen wäre. 

Damit verhielt es sich nun so:
Es stand der Geburtstag meiner Freundin Judith ins Haus. Sie hat schon das ein oder andere Beutelchen von mir (und kann obendrein selbst welche nähen). So war klar, dass sie nicht noch eines bekommen würde. Aber dann verursachte mein letzter Post bei Judith einen solchen 
Flowerpowerbegeisterungssturm, dass ich trotz aller Vorsätze einfach nicht anders konnte...

Um die Judith-Flowerpower auf Jeans verwirklichen zu können, warf ich zunächst begehrliche Blicke auf Manns Beine – ohne den gewünschten Erfolg. Ich verstehe es. Der Neukauf einer Hose gestaltet sich derzeit ja nach wie vor schwierig und so kann er sich aus guten Gründen von seinen aktuellen Beinkleidern trotz erheblicher Verschleißerscheinungen noch nicht trennen. Also fischte ich eine abgelegte Hose von Sohn II aus den Tiefen meines Stoffeschranks. Sohns Hosen sind jedoch schwarz. Da konnte ich das bewunderte Blumenmuster nicht einfach wiederholen, denn schwarze Konturen auf schwarzem Grund sind etwas ungünstig. Darum ersetzte ich schwarz durch türkis und rot durch pink.

An dem Blumenmuster arbeitet die Maschine übrigens 72 Minuten. Ich kann zwischen den Farbwechseln putzen und aufräumen, während die Stickmaschine mein Hobby pflegt.  

Auf die Vorderseite kamen die Flowerpower-Buchstaben. Will man die Farben stimmig verteilt sehen und nicht für jedes Blümchen und jedes Pünktchen den Faden einzeln wechseln müssen, dann muss man die Datei am Computer gut vorbereiten. Das erfordert ein bisschen Denkarbeit und Zeit. Ich bin mit dem Ergebnis zufrieden. 

Für das Futter suchte und fand ich dann auch noch ein passendes Flower-Stöffchen.
Dieses Täschchen ist mit Volumenvlies wattiert. 

Die Taschendatei ist wieder von Kreative Kiwi. Es ist das erste Mal, dass ich so eine große Tasche gestickt habe. Sie misst 18x24cm, aber mein A5-Notitzbuch würde nicht hineinpassen, weil es zu dick ist. 

Die Schrift ist ebenfalls von  Desings by Juju, das Blumenmotiv wiederum von Hatched in Africa. Auch diese Datei enthält einige überflüssige Sprünge, die zusätzliche, unnötige Schnitte nötig machen. Das ist nicht so schlimm, aber bei teuren Dateien würde ich dann eigentlich doch etwas mehr Perfektion erwarten. An dieser Stelle bin ich froh, die Sets seinerzeit sehr günstig in einem Aktionsangebot erstanden zu haben.

So, liebe Judith (ich weiß, dass Du das liest): Hier steht das wiederverwendbare textile Geschenkpapier also auf meinem Wohnzimmertisch und umhüllt Dein Geschenk, bis ich es Dir überreichen kann. Schau es Dir nur an. Es ist nicht Dein Geburtstagsgeschenk, denn ich kann Dir ja nicht schon wieder einen Beutel schenken. Aber Du darfst die Verpackung natürlich behalten : )  


Und weil ich mit der Judith-Stickerei gerade so in Fahrt war, habe ich den vorbereiteten Schriftzug gleich noch einmal genutzt und noch einen Beutel für eine meiner zahlreichen Lieblingsnichten gemacht. Diesmal ohne Wattierung, wurde auch sehr schön. 
Nichte Judith beherrscht ihre Nähmaschine wie ein virtuoser Musiker sein Instrument. 
Für sie kam dieses Nähmaschinenmotiv auf die Rückseite, das es mal bei ohmycs (Designcopyright) als Freebie gab.