Samstag, 15. Juni 2019

Bierfilzl – immer wieder schön

Also gab's noch ein paar, einfach auf Filz gestickt. 
Mir gefällt's : ) 

(Dieser Post enthält keine bezahlte Werbung, jedoch die Nennung von Herstellernamen wegen des Copyrights.) 


Memo Blütenmotive: 
synthetischer Filz, Ausreißvlies
Design uns Copyright: www.kreativekiwiembroidery.co.nz
Dort ist eigentlich eine aufwändige Herstellung mit mehreren Stoffschichten und einem hübschen gewellten Rand vorgesehen, aber für die bayrische Bierfilz - Variante braucht's das ja gar nicht so verschnörkelt. Darum habe ich nur diese zauberhaften Motive gestickt. 
Rot auf schwarz sah allerdings gar nicht so toll aus, wie ich das erwartet hatte. 

Memo Ornamente:
synthetischer Filz, dünner Baumwollstoff als Vlies
Design uns Copyright: www.juliasneedledesigns.com

Samstag, 8. Juni 2019

Mugrug mit Flieger

Es war mal wieder eine kleine Spielerei fällig. 
Wie man weiß (oder hier nachlesen kann) eignen sich Becherteppiche perfekt dafür. 

Ich schöpfte aus meinem Vorrat an Jeans-Schnipseln.
Das fertige Teil liegt sehr schön in der Hand und auf dem Tisch. 
Allerdings hatte ich bei diesem Projekt einiges zu lernen, so dass ein zweiter Anlauf nötig war. 

Bei dieser Mugrug-Datei werden die Stoffstücke nach und nach flach aufgenäht, wobei die Kanten offen bleiben und anschließend überstickt werden. 
Laut Anleitung ist vorgesehen, dass die Rückseite aus zwei Teilen besteht. Durch den Spalt dazwischen wird das Stück am Ende gewendet. Bei dieser Vorgehensweise kann der Mugrug komplett auf der Stickmaschine gearbeitet werden. 
Ich habe jedoch für die Rückseite je nur ein einzelnes Stoffstück verwendet, beim letzten Stickschritt eine Lücke in einer Seitennaht gelassen, verstürzt und am Ende doch mit der Nähmaschine knappkantig abgesteppt. 
1. Der erste Mugrug ist mit dünnem Volumenvlies gefüllt. Zunächst wurden alle Einzelteile aufgenäht, dann Motiv und Schriftzug gestickt. Hierbei bildeten sich relativ heftige Beulen und infolgedessen Falten zwischen Flieger und Namen. 
An dieser Stelle fiel mir dann wieder ein, dass ich mal irgendwo gelesen habe, mann solle für Stickereien mit Volumenvlies das Werkstück vor der Verarbeitung eine halbe Stunde lang mit einem dicken Buch beschweren, um das Vlies vorübergehend plattzudrücken. 
Tja – zu spät. Sagen wir mal: Das Objekt ist etwas missglückt. 
Deshalb gab es einen zweiten Anlauf. 

2. Diesmal kam ein mittelschwerer Molton (Baumwolle) als Füllung rein und ich bin wild durch die Stickschritte gesprungen. 
Zunächst wurde das Patch aufgenäht, auf dem das Motiv platziert war. 
Dann ließ ich Motiv und Schrift sticken.
Anschließend kamen die restlichen Schnipsel an die Reihe. 
Fertigstellung wie gehabt.  
Memo 
(keine bezahlte Werbung, Nennung von Firmennamen zu meiner Erinnerung und wegen Copyright der Designer.) 
Mugrug-Datei von Inspiration Mutz via "www.secretsof.com", ohne Motiv verwendet
Flieger-Datei aus dem Fundus von "http://embroideryindex.com"
Oberstoff und Rückseite: Jeanshosen-Kleinreste
als "Stickvlies" Reststücke eines alten Bettbezugs (Baumwolle)
Füllung: 
rot-blaues Design: PE-Volumenvlies 
oranges Design: Molton (BW)
Größe ca. 17,5cm x 12,5cm

(in meiner Blog-Warteschlange seit Anfang Mai)

Samstag, 1. Juni 2019

Zugbandbeutel

"Muss man eigentlich wirklich immer und überall mit Stöpseln im Ohr herumlaufen?" – so lautete die Frage, die mir auf der Zunge lag. 

Als erfahrene Mutter ließ ich sie dort liegen. 

Dennoch konnte ich mir einen Kommentar nicht ganz verkneifen, als Sohn II zum umpfzigsten Mal panisch nach seinen Kopfhörern suchte, während er schon fast zur Tür draußen war. 
Der fiel dann so aus: 
"Vielleicht solltest Du Dir mal einen festen Platz dafür überlegen, da findest Du sie dann auch wieder."
"Dafür sind sie zu klein. Kannst Du mir irgendwelche leihen?"

Konnte ich, aber meine sind natürlich altmodisch und uncool (und außerdem ein Modell, das ich bei Verlust nicht sehr vermissen würde : ) 

Als praktisch veranlagte Mutter empfahl ich ihm später ein Beutelchen als festen Aufbewahrungsort. 
Sohn erwog den Vorschlag und meinte dann: "Wäre vielleicht eine Idee. Aber der müsste dann richtig bunt sein, damit ich ihn nicht übersehen kann. Einer mit Bändel." 

Infolge dieser Ansage zog eine ganze Parade regenbogenbunter Beutelchen mit und ohne Glitzer, mit und ohne Einhorn, mit und ohne leuchtender Organzabeschichtung unter fröhlichen Schmetterlingskonturen an meinem inneren Auge vorbei und entschwand alsbald wieder ins Reich der Phantasie, dem sie entsprungen war. Spätestens, als anlässlich der Entspannungsmelodien aus dem Jugendzimmer das Geschirr im Küchenschrank klirrte und der Boden vibrierte. 

Zu meiner Entspannung schnappte ich mir schließlich das Fragment einer ausgedienten Jeans, das von einem anderen Projekt ohnehin gerade herumlag, und ließ von der Stickmaschine was Giftgrünes ganz ohne Einhorn draufzaubern. 
Noch ein paar Nähte dran und ein paar Ösen und Bändel rein – und fertig ist die Kopfhörergarage. 
"Sehr schön" sagt Sohn II nun dazu. (Man höre und staune.) 
Und: "Da verwurschteln die Kabel dann auch nicht so. Vielleicht halten sie dann länger." 

Jetzt bleibt abzuwarten, ob sich die gewünschten Effekte einstellen.

Zum Größenvergleich noch meine Kopfhörerchen dazu: 
Memo nur für mich (keine bezahlte Werbung):
Stoff: Fragment einer ausrangierten Jeans
Garn: Noname-Polyester-Nähgarn vom Markt 
Bändel: Der war in Sohn IIs früheren Tagen schon mal die Sehne eines selbstgebauten Bogens. So schließen sich manche Kreise wieder. 
Kopfhörerdesign und Copyright: www.kreativekiwiembroidery.co.nz
Monogramm: eigener Entwurf mit Buchstaben von www.jolsonsdesigns.com
Schnittmuster und Konstruktion: frei Schnauze

Merke:
Dieses billige Nähgarn darf man nie - nie - nicht bügeln! 
(Sonst schmilzt es sofort. Das wusste ich schon mal, habe es aber wieder vergessen. 
Um ein Haar wäre die Stickerei unterm Bügeleisen verunglückt. 
Abgesehen von dieser Eigenart gefällt es mir für diesen Zweck eigentlich sehr gut und lief auch völlig problemlos durch die Maschine.) 


In meiner Kreativblogwarteschleife seit 30.4.2019.