Sonntag, 25. August 2019

Reise-Proviant-Socken

Irgendeine Handarbeit muss ja immer mit auf die Reise – aber welche? 
Als ich mir diese Frage vor einigen Monaten stellte, griff ich beherzt in Dornröschens Schatzkiste und förderte eine Handvoll Strickgarn aus jenen Zeiten zutage, als ich erste Erfahrungen mit der Verarbeitung von Rohwolle frisch ab Schaf sammelte. 
Übungsgarne, jeder Meter Garn ehrfürchtig und herantastend dem noch unbekannten Material entrungen, dokumentieren sie meine ersten Schritte mit Wollfarben, Handkarden und Wollkämmen.  
Die Garne waren nun lange genug herumgelegen und bewundert worden und so wurde es langsam Zeit, die Wolle wieder ihrem eigentlichen Daseinszweck zuzuführen, nämlich Wärme zu spenden. 
Also wurden Socken draus. 

Wer jemals handgesponnene Socken trug, weiß, welche Wohltat für kalte Füße das ist, auch wenn sie nicht so stabil sind und bei der Wäsche etwas mehr Aufmerksamkeit brauchen als andere Socken. Zu toppen ist dieser Socken-Luxus nur noch mit Wolle vom Schaf aus der Nachbarschaft.... 

Weil ich teilweise unsicher war, wie weit die Knäule reichen, kombinierte ich fröhlich drauf los. 
Memo alle: 
Schafwolle (frisch ab Schaf verarbeitet), 
mit Säurefarben gefärbt, 
im kurzen Auszug handgesponnen, 
Stricknadeln 2,25. 4x16 Maschen, Gr. 43
Symmetrisch als rechte und linke Socke passend auf meine Füße gestrickt, 

Schwarzkopf, 69g, wahrscheinlich gekämmt, Lauflänge unbekannt
 – federleichte Fußschmeichler – schade, dass man das Tragegefühl nicht fotografieren kann –
Lila und lila 112g: das fliederfarbige Garn ist ein dünnes, glattes Kammgarn aus ostfriesischem Milchschaf und reichte nicht ganz für die zweite Fußspitze. Für den beerefarbigen Partner wurde Schwarzkopfwolle mit Handkarden bearbeitet.
Zusammen kuschlig, dick und warm. 

Hellblau mit Rollrand, 97g 

Dann entstanden noch zwei Paare aus gekaufter Sockenwolle. 
Das eine davon ging sofort in Betrieb und hat es nicht aufs Foto geschafft, das andere lag schnell mal noch Modell, bevor es sich auf die Socken machte, um fortan die Füße einer lieben Freundin zu wärmen. 
4x17Maschen, Nadeln 2,25, Gr 41

Samstag, 24. August 2019

Den Faden wieder aufnehmen ...


... das ist gar nicht so einfach, nach so langer Zeit. 

Im Juni erschien mein letzter Eintrag. 
Geschrieben hatte ich ihn schon Anfang Mai, kurz bevor ich mich auf eine lange, weite Reise machte. 
Das Ziel ist noch nicht greifbar, mein Weg noch weit, aber zumindest bin ich inzwischen wieder Zuhause und versuche, neue Erfahrungen und Gedanken in den Alltag und in mein Leben einzubauen. 

Heute ist ein sonniger Samstag Nachmittag, ich sitze auf der Terrasse im Schatten des Apfelbaums, klicke durch die Blogs in meiner Randleiste, entdecke allerlei Wunderschönes, Lesenswertes, Inspirierendes und freue mich, dass es Menschen gibt, die auf diese Weise ihre Kreativität und ihr Leben mit-teilen. An dieser Stelle mal ein großes Danke! 

Jetzt raffe ich mich auf und knüpfe meinen Blogfaden wieder an. 
Weil mir auch meine eigene Kreativität Freude macht und ich sie gerne teilen will. 

Schau ma mal, was draus wird ...


Samstag, 15. Juni 2019

Bierfilzl – immer wieder schön

Also gab's noch ein paar, einfach auf Filz gestickt. 
Mir gefällt's : ) 

(Dieser Post enthält keine bezahlte Werbung, jedoch die Nennung von Herstellernamen wegen des Copyrights.) 


Memo Blütenmotive: 
synthetischer Filz, Ausreißvlies
Design und Copyright: www.kreativekiwiembroidery.co.nz
Dort ist eigentlich eine aufwändige Herstellung mit mehreren Stoffschichten und einem hübschen gewellten Rand vorgesehen, aber für die bayrische Bierfilz - Variante braucht's das ja gar nicht so verschnörkelt. Darum habe ich nur diese zauberhaften Motive gestickt. 
Rot auf schwarz sah allerdings gar nicht so toll aus, wie ich das erwartet hatte. 

Memo Ornamente:
synthetischer Filz, dünner Baumwollstoff als Vlies
Design und Copyright: www.juliasneedledesigns.com