Dienstag, 17. September 2019

Nähmaschinen-Zubehörtäschchen

Tja, meine liebe J., sich Deine Overlock mal angucken und rausfinden, wie sie demnächst ordentlicher näht, das ist eine Sache. 
Einen abgängigen kleinen Inbusschlüssel zum Nadelwechseln vergeblich in einem ollen Plastikmäppchen suchen, das oben nicht mal richtig zu ist, eine andere. 

Das geht ja schon mal gar nicht, gell? Deshalb musste ich Dir selbstverständlich unbedingt und unausweichlich ein neues Zubehörtäschchen für Deine Overlock nähen. Eines, aus dem nichts rausfallen kann.  
Naja. Und weil meine kreative Energie ja auch irgendwie ausgelebt werden will, Du weißt schon...  

Guck doch mal in Deinen Briefkasten.  : ) 
Viel Spaß beim Overlocken und Nichtmehrsuchenmüssen!

Memo: 
Stoff: ehemaliges Hosenbein, zweitverwertet
Futter: Reststück Popeline
Nennung der Stickdesigner wegen des Copyrigts, die Dateien wurden von mir gekauft. 
Design Nähmaschine (Copyright dort): www.emblibrary.com 
Text: eigener Entwurf mit Schrift von (Copyright) www.jolsonsdesigns.com

... und etliche Pannen beim Nähen ... 





Samstag, 14. September 2019

Das geniale Jeanskleid ...

... oder wie aus einer fixen Idee Wirklichkeit wurde. 

Prolog1 
Seit ich die Jeans-Upcyling-Decke für meinen Sohn genäht habe, spukte mir ein Kleid aus diesem genialen "Rohstoff" im Kopf herum. 
Aber ich traute mich nicht so recht ran. Könnte ja sein, dass es missglückt. 

Prolog 2 
Im Frühjahr brauchte ich dringend was Neues zum Anziehen und bestellte aus einem Katalog. 
Mit dabei war ein schlichtes "Leinenkleid im japanischen Stil", in dem ich mich spontan recht wohl fühlte. 
"Und für diesen Kartoffelsack willst Du wirklich Geld ausgeben?" war der Kommentar einer lieben Freundin, der ich den Schachtelinhalt zwecks Entscheidungsfindung vorführte. 
Ich nahm mir ihre Worte zu Herzen und schickte das teure Sackgewand zurück.  
Hauptteil 
Einen Kartoffelsack kann ich eigentlich auch selber nähen. 
Aus einem Material, das sowieso schon ausgedient hat. Eh schon wurscht. 
Also raffte ich mich irgendwann im April oder Mai auf und zerlegte ein paar ausgediente Jeans, die ich zunächst mal wie bei der Decke in Streifen schnitt.  
Ich zeichnete ein Schnittmuster auf Papier und legte die Stofftstücke darauf aus. 
Mehrere Tage lag das Schnipsel-Ensemble auf dem Wohnzimmerboden herum und wurde mehrfach neu angeordnet, bis ich zufrieden war und das Vorderteil zusammennähte. 
Unterdessen kam mir die Idee, dass es gar nicht so schlau ist, von Streifen auszugehen. Deshalb änderte ich für das Rückenteil das Vorgehen. Ich erwählte ein aufgeklapptes Hosenbein zum Mittelstück und gruppierte andere Hosenteile drumrum. 
Hier gibt es ein schnelles Handyfoto vom einem Zwischenstand. 
Für den Beleg musste eine jahrelange Lieblingstunika aus Leinen dran glauben – seinerzeit ebenfalls selbst genäht, aber mittlerweile auch schon an manchen Stellen im Putzlappenstadium angelangt. 
Und für die Nähte wählte ich aus Jux und Tollerei je zwei Garne in hellblau und orange, je eine Farbe in einem Greifer und einer Nadel. 
Als das Kleid fertig war: Reinschlüpfen – wohlfühlen. 
Für den Kartoffelsack-Eindruck-Test habe ich es dann ganz mutig gleich zweimal in der Öffentlichkeit angezogen und prompt Komplimente geerntet, was sonst eigentlich nie der Fall ist. 
Es scheint also auch tragbar zu sein. 

Memo: 
Stoff: je eine alte Jeans meines Mannes, meines jüngsten Sohnes, meines Vaters und von mir. 
Beleg: war mal eine Tunika
Schnitt: frei Schnauze

Nachwort
Und weil ich im August mit meinem Lieblingsfotografen im Urlaub war, habe ich mal ein bisschen Model gespielt und so gibt es ausnahmsweise exklusive Tragefotos. 
Voila: nachhaltiger jeansblauer Wohlfühlkartoffelsack samt Inhalt: 






Mittwoch, 11. September 2019

Eine Kreation des Schöpfers höchstpersönlich


 Gut getarnt und wunderschön. 
Auch der Kollege auf dem morschen Holz steht willig Modell, 

 und lässt das feine Muster seiner Flügel und 
 seiner schönen Beine bestaunen. 
Wenn er abhebt, präsentiert er knallrote Unterwäsche unter seinem edlen Frack. 
 Als feiner Herr verweigert er jedoch die Fotoerlaubnis.