Samstag, 14. Dezember 2019

Fensterbild

Diese Winterlandschaft besteht ausschließlich aus Garn. 
Ich bin immer wieder fasziniert, welche Spielchen mit so einer Stickmaschine möglich sind.
Die Datei lässt sich bei Lianestitch finden. (Design-Copyright dort.) 

Dienstag, 10. Dezember 2019

Edelflicken oder ...

... nach dem Sommer ist vor dem Sommer. 

Und daher machte es Sinn, diese Jacke jetzt zu reparieren, bevor sie in den Winterschlaf ging. Sie trägt zwar schon deutliche Spuren ihrer zahlreichen Einsätze, aber für bestimmte Fälle ist sie immer noch gut brauchbar, wenn kein großes Loch mehr den Rücken freilegt. 

Vorher:
Ich tat jetzt einfach mal so, als würde da in Wirklichkeit eine Echse hingehören, die dem Jackenträger gut gefiel, ließ dieselbe von der Stickmaschine auf ein Stück eines ausrangierten, dicht gewebten, blau gefärbten Kopfkissenbezugs sticken und nähte das dann von rechts auf den vorher mit selbst gemachtem Bügelflicken und Zierstichen geschlossenen Schlitz. 

Nachher von innen: 

Zur Zeit treffen gute Lichtverhältnisse zum Fotografieren und meine Anwesenheit selten zusammen, deshalb muss für einen schnellen Eindruck des Gesamtwerks heute mal wieder ein "Behelfsfoto" ausreichen. 

Memo wegen Copyright: Die kostenlose Stickdatei stammt von einer (Achtung! Warnung! Vorsicht! Gefahr!??) Seite, auf der es von Werbung nur so wimmelt: http://lagrange-aux-loups.over-blog.com

Donnerstag, 5. Dezember 2019

Das Drachenschwanz-Farbwunder

Prolog: 
"Nach dem Winter ist vor dem Winter", dachte ich mir, als in diesem Frühjahr mein geliebter grüner Drachenschwanz begann, sich entlang einer Längsseite komplett aufzulösen.
Er entstand seinerzeit aus einem Ergebnis meiner ersten Spinnversuche.
Klar könnte man ihn reparieren. Vielleicht mache ich das auch noch mal.
Aber manchmal ist es auch einfach Zeit für etwas Neues und sieben Jahre sind ein gutes Alter für einen viel getragenen Schal. 

Kapitel 1: Das Experiment
Etliche Kammzüge in harmonischen Farbverläufen einmal durch den Regenbogen hin und zurück waren fertig gefärbt. Das Färbewasser war noch heiß, der Tag noch nicht zu Ende.
Da hat es mich gebissen: 
"Jetzt färbst Du Komplementärfarben in einem Topf – mal sehen, was passiert."
Also weiße Wolle rein und mutig Farbe dazu: Blau und orange. 

Kapitel 2: Der Kammzug
Er wurde blau und orange und manches dazwischen. Und ehrlich gesagt nicht besonders ansprechend. Auf ein Foto hat er's auch nicht geschafft. 

Kapitel 3: Das Garn
Ich habe den Kammzug längs geteilt, gesponnen und dann verzwirnt. 
Der fertige Wollstrang sah aus wie:" Hm – naa-jaa". 

Kapitel 4: Das Stricken
Eigentlich entsprang die Idee, für den neuen Schal genau zu diesem wenig geliebten Garn zu greifen, eher einer miesen Stimmung: In einer Zeit, in der es mir wahrlich nicht gut ging, wollte ich vermeiden, ein anderes tolles Garn zu verhunzen und strickte relativ unmotiviert einfach mal los, damit ich wenigstens im nächsten Winter einen warmen Hals haben würde. Egal in welcher Farbe. 

Tja, und während des Strickens ging unter meinen Händen die glutrote Sonne an einem blauen Frühlingsabend unter. 
Oder auf? (Dann natürlich an einem Frühlingsmorgen, aber morgens ist der Himmel ja eher grau als blau. Also hier bei uns sehen doch eher die Abende so aus. )
Wow! 
So, mittlerweile ist tatsächlich schon wieder Winter und der Drachenschwanz ringelt sich geschmeidig um meinen Hals, wenn ich unterwegs bin. 

Kapitel 5: Der unvollendete Ohrenschützer
Als der Schal groß genug war, war noch Wolle übrig. Da wollte ich sehen, ob es noch für eine warme Mütze reicht. Tut es nicht.
Ich werde das breite Band umklappen und gegen den Wind eine doppelte Schicht Baumwolljersey dazwischen packen, oder so. Mal sehen, ob sich das bewährt. 
Epilog: 
In meinem Fotoarchiv fand ich noch ein Foto vom guten alten Drachenschwanz I , als der noch jung war (2012).