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Donnerstag, 24. Juli 2025

Kriachalkuchen 2 (Blech)

 


Der wartet auch schon seit Jahren darauf, gepostet zu werden. Inzwischen tragen unsere beiden Hausbäume wieder reichlich und schmackhaft. 


Mittwoch, 9. Juli 2025

Kriachalkuchen 1 (mit Belag)

 


Mürbteig für den Boden: 
300g Dinkel gemahlen
1 Ei
83g Butter
1 Pr. Salz 

kneten, kaltstellen, später in runder Emailleform verteilen

Belag: 
500g "Kriachaltrester" 
150g Zucker
1 Pr Salz
1 EL Zitronensaft

verrühren

250g Schlagsahne
1Vanilleschote
1 El Speisestärke
2 Eier 

verrühren 

alles zusammenmischen und auf dem Teigboden verteilen

45 Minuten bei 180°auf der unteren Schiene backen

"Kriachaltrester" ist das, was bei meiner Entsaftungsmethode übrig bleibt. Wenn man die Früchte vorher entsteint, kann man die Rückstände pürieren und allerlei Leckeres daraus machen. 

Dieser Blogeintrag wartet jetzt schon seit zwei oder drei Jahren darauf, geschrieben zu werden. Inzwischen reifen die Kriachal fröhlich vor sich hin, und bald ist es wieder so weit, dass sie konserviert und verwertet werden wollen. 
Dann suche ich (jetzt nicht mehr) nach dem Rezept. 


Samstag, 30. März 2024

Bärlauchobatzda

Der ist zwar nicht sehr fotogen, aber superlecker und meine eigene Erfindung. 
(Eigentlich wollte ich ja den bewährten Bärlauchquark anrühren, aber im Supermarkt war der Quark aus.) 

Da will ich mir doch gleich mal aufschreiben, wie ich den gemacht habe, solange ich mich noch dran erinnern kann. 

Ein Büschel frischen Bärlauch aus dem Garten 
fein hacken, mit etwas 
Olivenöl und Salz durchmengen und eine Viertelstunde durchziehen lassen. 
Eine Packung (Kuh-)Feta-Käse sehr fein würfeln, zugeben, mit einer Gabel gut durchmengen, 
mit etwas frisch geriebenem Pfeffer und Muskatnuss würzen. 
Für eine aufstrichtaugliche Konsiststenz ca. 1/2 Becher saure Sahne zugeben, 
nochmal sehr gut durchmengen. 

In Gläser gefüllt (für diese habe ich praktische Deckel) kann ich den morgen früh gut mit zum Osterfrühstück nehmen. 





Freitag, 26. Mai 2023

Maiwipfelsirup

Vor zwei Jahren machte ich zum ersten Mal Fichtenspitzensirup. 

Der war superlecker, tat im Winter bei herannahendem Halskratzen sehr gut und war inzwischen schon längst aufgebraucht. 

Seinerzeit recherchierte ich verschiedene Rezepte und Methoden. 
Man kann ihn ja kalt oder heiß und in verschiedenen Verhältnissen ansetzen. 
Leider schrieb ich mir meine damaligen Erkenntnisse nicht auf - und vermisste das, als ich jetzt wieder neuen machen wollte. 

Woran ich mich erinnerte: Das kalt angesetzte Rezept, bei dem man die Fichtenspitzen einzuckert und wartet, bis sich der Zucker verflüssigt hat, verschimmelte. Zum Glück hatte ich nur ein kleines Glas gefüllt. 

Und bei der gekochten Variante hatte ich damals für die erste Portion braunen Rohrzucker verwendet, der jedoch etwas dominant durchschmeckte. Die zweite Portion mit Rübenzucker war noch besser. 

Und damit ich bei einem nächsten Mal nicht wieder in der Erinnerung kramen und Rezepte recherchieren muss, schreibe ich mir jetzt gleich auf, wie ich es dieses Jahr gemacht habe: 

- ein Eimerchen voll junger Fichtentriebe sammeln
- waschen
- in einen Topf geben
- zwei Bio-Zitronen dazu: eine ausgepresste samt Saft und halben Schalen und eine in dünne Scheiben geschnittene
- mit kochendem Wasser aufgießen, bis die Fichtenspitzen bedeckt sind, Deckel drauf, kurz kochen und dann über Nacht ziehen lassen. Am nächsten Tag durch ein Sieb abgießen und 1 : 1 mit Rübenzucker aufkochen (1l Aufguss auf 1kg Zucker). 
- köcheln lassen, bis die Flüssigkeit die richtige Sirupkonsistenz hat (Probe auf kaltem Schälchen)
- heiß in Gläser füllen

Auch diesmal ist der Sirup sehr aromatisch und lecker geworden. Der Vorrat sollte ein Weilchen reichen. 





Donnerstag, 11. Mai 2023

Von Löwen und Bären

So allerlei tummelt sich in der Wildnis hinter dem Haus. 

Längst hat der Bärlauch sein Gehege verlassen und dringt in Gefilde vor, die ursprünglich für andere Bewohner vorgesehen waren. Man könnte fast meinen, dass er sich so stellenweise zum Problembärenlauch entwickeln würde. Aber: Macht nichts. Er darf einfach weiter wandern. Nämlich in die Küche. Da ist er herzlich willkommen. 

Ähnlich verhält es sich mit dem Löwenzahn. Die frech-fröhlich-gelben Farbtupfer im satten Grün sind so nett anzusehen, dass ich beschlossen habe, einfach nicht darüber nachzudenken, wo er Kraut und wo er Unkraut ist. Wenn ich die Zeit dazu finde, köpfe ich ihn. Und ab in den Topf.


Einiges der vergänglichen Pracht habe ich in den letzten Tagen eingefangen und in Gläser gesperrt. Das Bärlauchsalz schmeckt zu vielem sehr fein, und den Löwenzahnsirup lernte ich in den Coronajahren, als hier zeitweise ordentlicher Honig kaum aufzutreiben war, als Zutat für manche Tees sehr zu schätzen. 

Jetzt stehen die gefüllten Gläser in der Küche und warten darauf, mit Etiketten versehen zu werden (außer jenen, die schon fast wieder leer sind). 

Viele Gläser nutze ich immer wieder. Dann stört es mich, dass sich Klebeetiketten nur sehr schwer wieder ablösen lassen. Deshalb beschrifte ich das, was ich für unseren Hausgebrauch mache, schon lange mit Malerkrepp: praktisch, aber nicht schön. Wird dann doch etwas von diesen Vorräten verschenkt, dann muss ich "umetikettieren". 

Neulich rettete ich eine alte Schreibmaschine vom Sperrmüll. Ich tippte ein wenig darauf herum und fand es ganz wunderbar. Die Bedienung ging ganz von selbst und ich fühlte mich ein wenig in meine Studentenbude und in sehr alte Zeiten zurückversetzt. Das Farbband funktioniert auch. Aber man muss langsamer und achtsamer tippen, als auf dem Computer, sonst verheddern sich die Typen. 

Die alte Erika brachte mich auf eine Idee für neue Etiketten. Welche, die schön und praktisch sind.  

Auf Packpapier getippt und mit Klebestift auf die Gläser geklebt, sind sie leicht wieder ablösbar und obendrein auch noch pfiffig und ganz hübsch, finde ich. Für ein Geschenk könnte man das Glas zusätzlich noch mit einer Bastschnur verzieren. 



Auf dem Handarbeitsbingo kreuze ich heute das Feld "etwas für die (oder aus der) Küche" an. 




Samstag, 2. Oktober 2021

Apple Pie - meine Version




Roter Bellefleur – so heißt einer unserer Apfelbäume. Es ist eine alte Apfelsorte, eigentlich ein Lagerapfel, der immer besser schmeckt, je länger die Früchte liegen. Dafür müssen sie jedoch unversehrt sein. 

Dieses Jahr trägt der Baum richtig viel, aber leider wirft er derzeit mit wurmstichigen Äpfeln nur so um sich. Die großen, rotbackigen Früchte sind ungelagert nicht ganz so schmackhaft, aber so wie ich nun mal bin, kann ich das Fallobst nicht verkommen lassen. Zum Glück eignet sich die Sorte auch sehr gut für Apfelmus, so dass ich sie auch gut mit den kleinen Falläpfeln der anderen Bäume mischen kann. 
Inzwischen sind die Kellerregale hinreichend mit herrlichem, selbstgemachten Apfelmus gefüllt.
Und wir haben schon einen Teil der Äpfel geerntet, die unversehrten verstaut, für die anderen muss ich mir was einfallen lassen.  

So habe ich mich jetzt aufs Apfekluchenbacken verlegt. Drei verschiedene Varianten finden wir schon mal richtig gut, aber so wie ich nun mal bin, habe ich die Originalrezepte nach meinem Geschmack abgewandelt. 

Damit ich nächstes Jahr nicht wieder suchen muss, schreibe ich das gleich mal auf.
Hier das erste:  

"Mein Apple-Pie", zu deutsch Apfelpastete: 

Knetteig: 
160g Dinkelvollkornmehl, frisch gemahlen
160g Mehl
1 gestr. TL Salz
2 TL Zucker
100g kalte Butter in Stücken (demnächst mit noch weniger experimentieren!)
nach Bedarf 3-5 EL kaltes Wasser 

Teig in eine größere und eine kleinere "Hälfte" teilen, kalt stellen

Füllung: 
Äpfel schälen, entwurmen, entkernen, in Sechstel oder so und dann in Scheibchen schneiden
davon 800g vermischen mit: 
1 EL brauner Zucker
3 EL Mehl
1 EL gemahlene Orangenschale
1/2 TL Zimt
1/4 TL Muskatnuss gemahlen
1 Prise Salz
evtl. Zitronensaft

größere Teighälfte rund ausrollen, in gefettete Form legen
Füllung darauf verteilen
Teigrest rund ausrollen, als Deckel oben auflegen, einschneiden

An dieser Stelle kann man man Deckel einstreichen mit einer Mischung aus 
1 verquirltem Eigelb,
3 EL Milch,
etwas braunem Zucker. 

bei 180° Umluft 45 Minuten backen

Aber ich finde es lästig, dass ich dann das Eiweiß übrig habe, deshalb habe ich das zweite Exemplar nach dem Backen (noch heiß) mit einem Guss aus Zitronensaft und Puderzucker eingestrichen. 

Die "Apfelpastete" schmeckt uns am Folgetag mindestens genauso gut, wenn nicht noch besser. In dieser etwas salzigen und mit Muskat gewürzten Umgebung zeigt sich unser erst gefallener und dann gebackener Bellefleur von seiner allerbesten Seite – einfach nur lecker! 

Und in diesem Aggregatszustand lagert er jetzt auch in der Tiefkühltruhe und harrt der kommenden Wintersonntage. Ich freu mich dann schon mal darauf.

 


Freitag, 28. Mai 2021

Rhabarberkuchen

Letztes Jahr hatten wir mal einen Rhabarberkuchen, der war super-lecker. 


Das ist leider auch das einzige, woran ich mich erinnerte, als dieses Jahr die Rhabarber-Saison losging.

Wie war der bloß? Mit Streuseln? Versunken? Mit Quark oder Schmand oder Pudding oder Baiser?  – Keine Ahnung! 

Also: Neues Jahr – neuer Kuchen nach neuem Rezept! Gesucht, gefunden und ausprobiert.  

Der war auch ziemlich lecker, geht aber auch noch leckerer.
So habe ich das Rezept noch ein bisschen abgewandelt, heute gleich noch einen nach der neuen Variante gebacken und für so gut befunden, dass ich es nicht wieder vergessen will.
Dann muss ich in der nächsten Saison nicht wieder rätseln.  



Ein Bund Raharber (ca 750g)

abziehen, in kleine Stücke schneiden und 
in einer verschließbaren Dose mit 

2 EL Zucker 

überstreuen (evtl. mal schütteln)

Knetteig zubereiten aus: 

100 g Mehl
100 g gemahlene Mandeln mit brauner Haut
1 Prise Salz
75 g Zucker
75 g Butter
3 Eigelb
2 TL Backpulver
evtl. 1 EL kaltes Wasser, falls der Teig zu trocken wird

runde Kuchenform einfetten,
 mit dem Teig auskleiden, 
kühlstellen

Rhabarber abgießen 
und die Flüssigkeit mit Milch auf 300ml auffüllen. Aus 

1 Päckchen Vanillepudding und
300ml Milch-Zuckerwasser-Gemisch

Pudding kochen,
Rhabarberstücke unterrühren,
auf dem Teig verteilen. 

20 Minuten bei 180° backen. 
Nach 15 Min. Backzeit

3 Eiweiß
90 g Zucker 

steif schlagen und auf dem Kuchen verteilen.
Noch 25 Minuten bei 160° fertig backen. 


Die Variante mit Schokopudding war auch sehr lecker, wobei Mann meint, ihm wäre da der Kakao zu dominant. Wenn ich das nächste Mal Mandelsplitter im Haus habe, werde ich noch ein paar unter den Pudding rühren. Dann gibt's auch noch was zum Beißen. Das ist bestimmt auch fein. 


Ich finde, es sieht hübsch aus, wie der Zucker aus dem Baiser-Deckel austritt – wie eine Landschaft.

Mittwoch, 3. März 2021

Von Wörtern, Blutorangensirup und Rumkugeln


Es gibt Wörter, die drängeln sich von Zeit zu Zeit in mein Bewusstsein. 

Blutorangensirup ist so ein Wort. 

Beschließt beispielsweise eine Kugel Schokoladeneis das Sonntagsmahl, dann tritt dieses aufdringliche Wort auf die Gedankenbühne, bekommt in unserem seit Monaten völlig blutorangensirupfreien Haushalt jedoch nicht die Rolle, die es gerne hätte.

Gestern nun war Blutorangensiruptag:
Ganz ohne Schokoladeneis drang das Wort in mein Bewusstsein, als ich im Supermarkt vor den Blutorangen stand. Zeit hatte ich auch – oder nahm sie mir. 

Da kam der Moment, in dem ich mich erinnerte, wozu ich unter anderem meinen Blog führe: 
Um nachzulesen, wie ich was gemacht habe. 

Der Vorrat aus den 3 kg meditativ Stück für Stück von Hand ausgepressten Orangen sollte nun eine Weile ausreichen, um einem wohlklingenden Wort süßen Genuss folgen zu lassen. 

Vor einer Weile drängte sich ein anderes Wort auf: Rumkugeln. 
Das stand in keinerlei Zusammenhang zu Schokoladeneis, sondern ergab sich aus Sohn IIs besonderer Vorliebe für diese Näscherei und der Tatsache, dass sie vor Weihnachten in dem von ihm bevorzugten Supermarkt ganz schnell ausverkauft war, so dass er auf das Angebot eines anderen Ladens ausweichen musste. Dabei stellten sich erhebliche Geschmacksunterschiede heraus, die im Familienkreis eifrig diskutiert wurden, wobei keiner von uns abschließend zu beurteilen vermochte, welches Produkt denn nun besser schmecke. Es folgte jene karge Zeit nach Weihnachten, in der es keine Rumkugeln mehr gab und noch keine Rumovale im Ostersortiment verfügbar waren. 

Die Rumkugeln gingen. Das Wort blieb. 

Da kam der Moment, in dem ich mich erinnerte, dass Rumkugeln auch in Sheepys Blog vorkommen. Das gab den Anstoß für einen lustigen Abend im Januar, in dem Mann und ich gemeinsam in der Küche Schokolade, Rum und Mandeln verrührten und verkugelten. Das Ergebnis waren die fast besten Rumkugeln von allen. 

Dank an dieser Stelle an Sheepy für ihren wunderbaren Blog, nicht nur Rumkugeln betreffend! 

Verbesserungspotetial ergab sich bei den umhüllenden Schokostreuseln.
Jene, die wir zur Verfügung hatten, harmonierten nicht perfekt mit dem feinen Inhalt. 
Daher wälzte ich eine infolge des inzwischen rumkugelfrei gewordenen Haushalts notwendige Neuauflage in geschälten und gemahlenen Mandeln.
Genuss pur, der bei der richtigen Dosierung der Kügelchen hoffentlich noch für eine kleine Weile reicht.
Und wenn nicht, dann machen wir einfach neue, denn im Gegensatz zu Blutorangen ist Schokolade ganzjährig verfügbar, so dass das Wort Rumkugel jederzeit materialisiert werden kann. 



Samstag, 14. März 2020

Blutorangensirup ...

... ist zwar auch keine Lösung, hat aber trotzdem Spaß gemacht.

Während da draußen ein unsichtbares Etwas mit dem klangvollen Namen Corona sein Unwesen treibt und die Welt in Atem hält, während in manchen Ecken der Erde skrupellose Machthaber Flüchtlinge und Heimatlose als Spielfiguren in ihren Machtspielen benutzen, stecke ich in meinem eigenen Schlamassel und kämpfe darum, nicht unterzugehen, nicht kaputt zu gehen.
Lebendig zu bleiben. Oder zu werden.   
Jeden Tag neu. 
Durchhalten.

Was mir wirklich hilft, ist das Wissen, dass ich in Gottes Augen wertvoll bin.
Auch wenn es Menschen gibt, die mich kleinreden und versuchen, mich fertig zu machen.
Ihre Meinung über mich zählt nicht. Gottes Meinung zählt. 
Lügen bleiben Lügen und werden auch nicht zur Wahrheit, wenn man sie mir immer wieder und von verschiedenen Seiten um die Ohren haut.
Doch es tut weh, kostet Kraft, Schlaf, Lebensfreude, muss durchgestanden werden... 
Jeden Tag neu. 

Gestern kam mir plötzlich das Wort "Blutorangensirup" in den Sinn. 
Keine Ahnung warum. 
Habe ich noch nie gemacht. Hatte auch keine Vorstellung, wie der schmeckt. 
Aber weil's eh schon wurscht ist, und weil es besser ist, "Blutorangensirup" zu denken als schwarze Gedanken zu wälzen, habe ich einfach ein Netz Orangen gekauft und mutig drauflos experimentiert. 

Das Ergebnis ist phänomenal lecker und hat meine Stimmung merklich gehoben. 

Falls ich das nochmal machen sollte: 
So bin ich vorgegangen: 

2 Gläser Blutorangensirup pur:

1,5kg Blutorangen ausgepresst, ergab ca. 750ml Saft. 
mit 800g Zucker eine Weile vor sich hinköcheln lassen, 
in 2 Schraubgläser abgefüllt. 

2 Gläser Blutorange/Zitrone:

schon vor der ganzen Kocherei hatte ich: 
von 1 Biozitrone die äußere Schale fein abgeschält und kleingestückelt,
Zitrone in Scheiben, die Scheiben in Viertel oder Sechstel geschnitten,
davon einiges zwischendurch genascht (hmmm!),
Randstück-Scheiben in Würfel geschnitten, 
1 weitere Biozitrone ausgepresst

Zitonenschalenschnipsel + Zitronenscheibensegmente + Zitronensaft zum restlichen im Topf vor sich hin köchelnden Orangen-Zucker-Saft gegeben,
nochmal gut sprudelnd aufgekocht,
in 2 Schraubgläser abgefüllt. 

Beide Sorten sind seeeehr lecker geworden. 

Blutorangensirup löst zwar keine Probleme, darf aber trotzdem sein. 

Und ich darf mich auch daran freuen. 
Jawoll!!

Meine Pläne für die nächste Zeit: 

Erfrischungsgetränk aus Wasser, Blutorangensirup und Lebensfreude
Vanillepudding mit Blutorangensirup und Lebensfreude
Eis mit Blutorangensirup und Lebensfreude
Joghurt mit Blutorangensirup und Lebensfreude
Buttermilch mit Blutorangensirup und Lebensfreude
Dessert im Gläschen mit zerbröseltem Keks, Quarkcreme, Blutorangensirup 

und 

Freude. 

Samstag, 7. September 2019

Frühes Herbstgold

Während Regentropfen vom Himmel und frühreife Äpfel vom Baum fallen, wandert die schmackhafte Essenz des Obstes in Gläser und wartet darauf, demnächst den Winter als Brotaufstrich zu versüßen. 

Freitag, 27. April 2018

Den Löwenzahn eingefangen

Eigentlich mag ich die gelben Blüten ganz gerne. Aber wenn man sie einfach lässt, wie sie wollen, dann hat man bald nur noch Löwenzahn im Garten. 
Also habe ich mich daran erinnert, dass ich früher schon einmal mit Löwenzahnsirup experimentiert habe. Damals brachten die Kinder – noch im Kindergartenalter – die gelben Köpfe von der Wiese in der Flussaue mit. 
Es wurde es ein dunkle Masse daraus, die vor allem sehr klebrig und sehr süß war, mit einem leichten Aroma von angebranntem Zucker. 

Doch nachdem der pestizid- und hundepissefreie Löwenzahn jetzt vor der Terrassentür herumwächst und ohnehin irgendwie gebändigt werden muss, nahm ich einfach mal eine zweite Auflage in Angriff. 

Und bereits, als der Aufguss in der Küche aufkochte, durchzog ein wunderbares Aroma das Haus und ließ mir das Wasser im Mund zusammenlaufen. 

Tatsächlich ist der Sirup diesmal rundum gelungen und einfach nur köstlich. 
So habe ich ihn gemacht: 
(Es handelt sich hier nicht um ein Rezept, sondern um meine persönlichen Aufzeichnungen.) 
Löwenzahnköpfe abgeknipst 
(mit Handschuhen wegen der Flecken, wäre aber vielleicht nicht nötig gewesen)
das ergab knapp 100g
im Sieb gewaschen
Kelchblätter abgezupft (weiß nicht, ob das wirklich nötig ist.)
mit 500ml Wasser und Saft von 1 Zitrone aufgekocht
den Nachmittag über stehen und ziehen lassen  
abgesiebt, mit 500g Zucker (einschließlich eines Restes Rohrzucker) aufgekocht und etwas köcheln lassen

Die Masse stand ziemlich lange auf dem Herd. Immer, wenn ich in der Küche war, habe ich es etwas köcheln lassen, dann, wenn ich wieder etwas anderes zu tun hatte, den Herd wieder ausgemacht und später wieder weitergeköchelt. 

Abends habe ich dann anscheinend den perfekt Zeitpunkt erwischt, zum die kochendheiße Masse in die Gläser zu füllen. Der Sirup hat genau die richtige Konsistenz (wie flüssiger Honig) und schmeckt wunderbar. 

Jetzt, 3 Tage später, ist schon wieder der ganze Garten gelb. 
Vielleicht ernte ich gleich nochmal ... 


Freitag, 12. Mai 2017

Bärlauchsalz

In meiner hauseigenen Wildnis, also dort, wo andere Leute einen gepflegten Garten haben, habe ich einen gepflegten Bärlauchhang. Als ich das Gewächs vor vielen Jahren dort ansiedelte, war es noch keine Modepflanze wie heute. Es war ein Souvenier aus einer glücklichen Zeit in einer bärlauchreichen Gegend. Der Bärlauch fühlt sich hier offensichtlich wohl und wächst und gedeiht... 
Alle meine Jungs mögen Bärlauch und so gibt es saisonbedingt schon seit einiger Zeit bei uns Bärlauch in Variationen. Letzte Woche stolperte ich über ein Rezept für Bärlauchsalz und probierte es gleich mal aus. 
Ich muss sagen: Ich finde es sehr geglückt. Das grüne Salz ist ebenso hübsch wie lecker und wird uns das Bärlaucharoma noch ein wenig länger genießen lassen. 






Dienstag, 26. April 2016

Walnuss-Wildkräuter-Brot

Manche Dinge bekommt man einfach geschenkt. 
Manchmal besteht die Kunst darin, ein Geschenk zu erkennen und einfach anzunehmen. 

Der wilde "Kriachal"-Baum vor unserem Haus ist so ein Geschenk, an dem ich mich schon viele Jahre freue. Ebenso der gut gedeihende "Bärlauchteppich" in einem Gartenteil, in dem unter Bäumen und Sträuchern sonst kaum etwas wächst. Ganz neu entdecke ich zur Zeit, dass viele Pflanzen, die sich im Lauf der Jahre von selbst im Garten eingefunden haben, unseren Tisch als "Wildkräuter" bereichern können: das Scharbockskraut, der Waldziest, die Nelkenwurz, das Franzosenkraut und noch einige mehr. 

Und dann stand plötzlich ein Sauerteig im Kühlschrank. Das heißt, eigentlich war die Milch sauer geworden. Und die roch seltsamerweise weder nach saurer noch nach verdorbener Milch, sondern ungefähr so, wie der Sauerteig, mit dem ich bis 2002 jahrelang Brot gebacken hatte. Also habe ich das Zeug versuchsweise so gepflegt, wie ich es damals mit dem Sauerteig gemacht hatte. Gestern habe ich das zweite Brot davon gebacken, ganz ohne weitere Hefe oder sonstige Triebmittel und es ist wunderbar gelungen.  

Ich sage herzlich "Danke" nach ganz oben für dieses Geschenk. 

Memo 
(zur Erinnerung für mich, bei Nachahmung übernehme ich keine Gewähr für Gelingen oder Gesundheit.)
Teigansatz ("Sauerteig") mit
ca 400g Mehl, 
1 TL Salz (hätte etwas mehr sein dürfen)
lauwarmem Wasser nach Gefühl für einen eher weichen Teig verrührt,

den Tag über stehen gelassen und ab und zu mit dem Kochlöffel durchgerührt. 

Abends
ein Bündel Bärlauchblätter und einige junge Goldnesseltriebe in feine Streifen geschnitten,
ein Schüsselchen Walnusskerne,
ca 100 g (Trockengewicht) eingeweichte/gequollene Weizenkörner
hinzugegeben, mit dem KL gut durchgerührt, 
in die Silikon-Kastengeform gefüllt, 
noch ca 10 Min. gehen lassen. 

Im Ofen bei ca 180° ca 1,5 Stunden gebacken. 

Zum Zeitpunkt des Fotos war das Brot schon zur Hälfte verputzt.

Bärlauchteppich und Goldnesselhang im Garten:
Die beiden Pflanzen haben einen enormen Expansionsdrang.
Wenn sie an manchen Stellen als Unkraut wuchern, werden sie einfach verspeist. 

Ein kreatives Brot an einem Creadienstag.