Samstag, 30. März 2019

Mohnblüten ...

... erinnern mich an eine Reise nach Kiew 2015. 

Die Blüten habe ich mit der Stickmaschine fabriziert. Zwei davon sind Untersetzer, eine soll mal als Applikation auf irgendwas aus "alter Jeans", denke ich mir. 

Solche Projekte eignen sich gut, um Stoffreste zu verwerten und und sind außerdem eine herrliche Spielerei für Zwischendurch, die allerdings auch Zeit und Aufmerksamkeit erfordert. 

Die Stickdatei ist von kreativekiwiembroidery.co.nz (Design-Copyright dort).


Dienstag, 26. März 2019

Socken nur für mich

Lange Jahre waren alle Farben rund um rosa oder pink für mich ein absolutes No-Go, wie man so schön auf Neudeutsch sagt. 
Doch im Laufe der Jahre bin ich wohl gereift. 
Jetzt mag ich diese Farben sehr. 

Memo: 
Garn: Buttinette Hollywood, mit praktisch kurzem Rapport, selbst gekauft
Nadeln: 2,5 
4x16 M, 
Gr. 43, 76g,
Nebenbeigestricksel im März

Samstag, 23. März 2019

"Durchstichskraft"

"Schafft Dei Maschin des? Die von meiner Mama kommt da net durch."

Also, dann: Schau ma mal, wie sich die Pfaff Performance 5.0 bei vier Lagen Gurtband anstellt, wenn der Gurt einer Pferdedecke repariert werden muss: 

Völlig problemlos. 
Wie sagt man doch so schön: "Geht durch wie Butter", wobei es ja eigentlich heißen müsste: "Geht wie durch Butter."

Ein bisschen tricky sind die Ecken, wenn der Nähfuß hinten in der Luft hängt. Da hakt der Transport. Mit Unterstützung durch die "Hebamme", die im Zubehör der Nähmaschine unter dem Namen "Mehrzweckwerkzeug" geführt wird, klappt auch das problemlos. 

Es bleibt dabei: 
Bisher habe ich die "Durchstichskraftverstärkung", mit der die neueren Pfaff-Modelle beworben werden, noch nicht vermisst. 

Anmerkung wegen Werbung:
Die Pfaff Performance 5.0 ist mittlerweile vergriffen und neu nicht mehr erhältlich. 
Dieser Text ist mein Erfahrungsbericht zu meiner Maschine, die ich gekauft habe.
Memo: 
Universalnadel Stärke 100, 
Polyestergarn 
Dreifachgeradstich in Standardeinstellung
Der Gurt ist insgesamt doppelt gelegt, die Stoßkanten der beiden Enden befinden sich unter der "Klappe", die hier wieder festgenäht werden soll, so dass hier insgesamt vier Lagen Gurtmaterial zu durchstechen sind. 

Donnerstag, 21. März 2019

Fahrradpanne mit Herz oder ...

... aus Fehlern wird man klug. 

Love is not a destination - it's a journey.

Irgendwie ...
... gefällt mit dieses Stickdesign.
Das Fahrrad, die Herzen, der Spruch.

Aber irgendwie ... 
... also irgendwas stört mich auch an dem Spruch. Aber was? 
Ich komm einfach nicht drauf.

Na egal. Die Datei ist erschwinglich. Und dann fällt mir auf, dass der Lieblingsmann seine Mini- Schraubendreher in einem ollen Plastikbeutel aufbewahrt. Da haben wir doch auch gleich einen guten Verwendungszweck für die Spielerei mit Doppelherz.

Ich suche ein Stück Stoff in Lieblingsmann-grün und finde in meinem Stoffeschrank ein Stück eingefärbtes Bettlaken.

Also geht's los: Stickvlies und Stoff einspannen und lossticken, Farben wechseln – was halt so ansteht.

So, die Stickerei ist fertig – aber nicht schön.
Vor allem die Reifen sind richtig schlecht geworden.
Also besinne ich mich auf das, was ich über das Maschinesticken gelernt und gelesen habe und erinnere mich, dass vor allem bei engen Satinstichen (also genau dem hier vorliegenden Stickfall) auf eine ganz besonders gute Stabilisierung geachtet werden soll.

2. Versuch:
Jetzt wird der – zugegebenermaßen recht dünne – Stoff zuerst mit Vlieseline bebügelt und anschließend zusammen mit einem extrafesten Gewebevlies eingespannt, das dann am Ende dranbleiben soll. Ein bisschen zusätzliche Stabilität kann dem Stoff in der fertigen Tasche ja auch nicht schaden.
Gespannt schaue ich der Maschine beim Sticken zu und stelle fest: Jetzt entstehen die Beulen zwar an anderen Stellen, aber "schön" geht immer noch anders.
Also krame ich weiter in meinem theoretischen Stickmaschinenwissen und mir fällt auf, dass bei den Reifen zwar zuerst die Speichen gestickt wurden, dann aber nach einer einzigen simplen Linie drunter sofort hintereinander die beiden Reihen Satinstich in grau und schwarz folgen. 
Bei nahezu allen anderen Mustern, die ich bisher mit Kreisen in Satinstich stickte, wurde da zunächst ein sogenannter Unterleger genäht, also mehr oder weniger viele Linien stützender Stiche, die am Ende nicht mehr zu sehen sind, jedoch dafür sorgen, dass sich der Stoff durch die vielen dichten Stiche nicht unkontrolliert verzieht. 
Ich bin nicht sicher, aber ich vermute stark, dass das unsaubere Stichbild in diesem Fall in der Stickdatei, namentlich im fehlenden Unterleger begründet liegt. Besser wird es also nicht. 

Sei's drum. Da das Beutelchen ohnehin einem sehr profanen Zweck dienen soll, nähe ich es, wie es ist, aus Variante II samt Reifenpanne. 
Als Innenleben kommt die eingefärbte Brust eines ausrangierten Herrenhemdes zum Einsatz, Brusttasche inklusive. 
So fertig. 
Reißverschluss auf, Reißverschluss zu, ein bisschen drehen und wenden, mit der Hand drüberstreichen – ich weiß nicht, wie andere das machen, wenn ein neues Teil fertig ist. 

Soo schlecht ist es doch gar nicht geworden. 

Und: Wusch! 

Plötzlich sehe ich es. 
Ganz klar und deutlich. 
Warum ist mir das nicht gleich aufgefallen? 
Es ist doch völ - lig offensichtlich. 
Das, was mich wohl ganz am Anfang schon gestört hat, ohne dass ich es benennen konnte: 

Das fehlende "n". 

"Love is not a destiation."

Mist! 

Ich glaube, ich darf mich nun mit Fug und Recht über die Qualität dieser Stickdatei ärgern. 

Memo: 
Oberstoff: altes Betttuch eingefärbt
schwarze Vlieseline, blaues Gewebevlies
Futter: Herrenhemd, eingefärbt
Stickdatei: (Design und Copyright): www.embroiderydesigns.com
Während ich für meinen Blogeintrag die Quellenangabe raussuche, sehe ich, dass die Datei korrigiert wurde. Ich kann sie aus meinem Account noch einmal herunterladen und habe jetzt eine Version mit "n".  Ob ich sie je noch einmal sticken werde, weiß ich nicht. 
Wie man sieht, gehört diese Geschichte in den schneeweißen Februar. 
Ich bin mit meinen Blogeinträgen reichlich im Hintertreffen ... 

Samstag, 16. März 2019

Gritzner - Ringschiff - Nähmaschine


Da ist mir noch so eine Schönheit vor die Kamera gelaufen. 
Sie ist von eleganter Gestalt und hat eine sympathische Ausstrahlung. 

Zur Geschichte dieser Maschine weiß ich nichts, auch nichts über ihr Alter. 
Jedoch habe ich jetzt meine eigene Geschichte mit ihr, denn sie erinnert mich daran, wie gut es ist, Freunde zu haben, die einen auf neuen Wegen und mühsamen Pfaden begleiten. So hat die gepflegte alte Dame auf jeden Fall einen Platz auf meinem Blog verdient. 











So gepflegt, wie diese Nähmaschinenoma daherkommt, kann sie selbstverständlich auch noch nähen. Das muss sie bei mir natürlich nicht mehr. 


Nachtrag: 
Inzwischen ist die betagte Gritzner zu einem österreichischen Nähmaschinensammler umgezogen. 

Samstag, 9. März 2019

Waffelpikee

 Heute gibt es mal wieder was von der Stickmaid

Irgendwo in den Tiefen des Netzes – leider habe ich die Quelle in denselben Tiefen gleich wieder verloren – stieß ich auf Maschinenstickereien auf Waffelpikee. Das sah toll aus.
Dort wurde auch die Frage erörtert, ob man den Stoff vorwaschen muss oder nicht. Man kam in einer Versuchsreihe zu dem Ergebnis, dass es nahezu egal sei. 

Ein paar Tage später stolperte ich über den Räumungsverkauf eines Stoffladens in der benachbarten Kreisstadt. Viel gab es dort nicht mehr, aber ein Stück Waffelpikee sprang mir direkt ins Auge – und musste gleich mit. 

Passend zum Anlass meines Kreisstadt-Besuches stellte ich ein paar Buchstaben zu einem Text zusammen. 

Memo: 
Stoff vor dem Sticken nicht vorgewaschen
unten: wasserlösliches Stickvlies, weißer Maschinenstick-Unterfaden
oben: wasserlösliche Stickfolie, Rayon-Garn
Buchstaben von Jolson
aufgrund des erwarteten Einsprungs die fertige Stickdatei vor dem Sticken auf 108% skaliert/vergrößert
Ränder vor dem Waschen gesäumt

fertige Größe 
vor der Wäsche: 38,5cm  x 57cm
nach der Wäsche: 31cm x 46,5 cm

Der Stoff ist also gründlich eingelaufen. 
Ich denke, es war auf jeden Fall sinnvoll, vor dem Waschen zu säumen, denn ohne die starke Appretur wäre das wohl noch lästiger geworden. 

Insgesamt ist das Geschirrtuch nach der Wäsche viel dünner und labbriger, als ich das erwartet habe. Es muss da grundsätzlich irgendwo noch ein dickeres Waffelpikee geben. 
Dafür ist sehr weich und ich denke mal, dass es im Gebrauch dann auch schnelltrocknend sein dürfte. 

Insgesamt bin ich zufrieden damit. 

Trotzdem werde ich bei einem nächsten Mal probieren, wie es wird, wenn man erst säumt, dann wäscht und dann sticken lässt. 

Ein Wermutstropfen bei der Sache ist, dass dem ungewaschenen Stoff ein starker Nikotingeruch anhängt. Im Laden dachte ich, der hinge am Verkäufer. Dass in einem Stoffgeschäft geraucht wird – das lag außerhalb meiner Vorstellung. 
Die anderen drei erbeuteten Stoffe mussten deshalb sowieso gleich mal in die Waschmaschine. 
Was soll's – ich nehme es sportlich. 

Donnerstag, 7. März 2019

1898: Die Nähmaschine im Brockhaus

Vor 120 Jahren erschien die 14. Auflage des Brockhaus-Lexikons. 
Vor kurzem stolperte ich über eine Ausgabe davon und musste natürlich gleich unter dem Stichwort "Nähmaschine" nachschlagen. 

Das Lexikon blieb dort, wo es war und obwohl die Lichtverhältnisse alles andere als fototauglich waren, lichtete ich die drei Seiten ab, um sie mit nach Hause zu nehmen. 

(Erst der Text, unten die Abbildungen.)
















Und um sich noch ein bisschen besser vergegenwärtigen zu können, in welcher Zeit wir uns hier gerade befinden, gibt's als Ergänzung noch ein paar Bilder aus dem "Supplementband".

Stichwort: "Motorwagen"

Man beachte: Es gab offenbar schon vor 120 Jahren ein E-Auto mit Akku. 


Sollte das Posten dieser Seiten trotz des hohen Alters über 70 Jahre wider Erwarten Urheberrechte verletzen, bitte ich um Nachricht, dann werde ich den Eintrag selbstverständlich umgehend löschen.