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Donnerstag, 30. Juni 2016

Die Wolle der zwei Elo-Damen

Kayleigh und Sally

Ihr ausgekämmter Pelz duftete etwas nach Hund, 
deshalb wurden die Fasern zunächst gewaschen. 


Sallies Haare konnte ich gut mit den normalen 72ppsi-Karden bearbeiten, für Kayleigh waren die zu grob, so dass die feineren Minikarden zum Einsatz kamen. 
"Sally" ließ sich sehr leicht im langen Auszug verspinnen, 
ihr Garn ist ein bisschen stichelig. 
"Kayleigh" erforderte etwas mehr Aufmerksamkeit, ging aber auch problemlos. 
Ihr Garn ist schmuseweich geworden. 
Memo: 
Bliss, langer Auszug, 1 : 18
Sally: ca. 12g/21m
Kayleigh: ca. 29g/65m


Sonntag, 22. Mai 2016

Emmas Wolle

Die gesammelte Unterwolle von Emma bekam ich fein säuberlich ausgebürstet. Die Fasern lagen quasi schon wie fertig kardiert in der Tüte und rochen kein bisschen nach Hund. 
Vor der Wäsche:
So habe ich sie einfach so genommen, wie sie waren und versponnen – allerdings in ganz kleinen Portionen, weil die zarten Fasern schon in der Hand zu filzen begannen. Bei der Kürze der Fasern ergab sich spinntechnisch eine Mischform aus langem und kurzem Auszug (Bliss 1 : 12).
Fertig und gewaschen: ca. 23m, ca.11g.  

Freitag, 7. August 2015

Der Flughund (ein Schultertüchlein) wurde heute ganz fertig.

Warum hat das Tuch diesen seltsamen Namen? 

Weil...
...das Garn aus Hundehaaren besteht.
...das Strickprojekt mir Wartezeiten auf einer Flugreise verkürzte. 
...das ausgebreitete Tuch an einen Flughund erinnert. 
Ich habe es aber rund gespannt, weil das besser auf meine Schultern passt als die Flughundflügelform. 
Spannweite: ca. 115 cm
Länge hinten: ca. 45cm
Gewicht: ca. 125g
Strickmuster: eigener Entwurf

Die Farbe 
ist oben ein helles Grün und unten eher Türkis/Petrol. 
(Mein Bildschirm gibt das teilweise schlecht wieder.)


Ein Knebelverschluss hält das Tuch vorne zusammen und sorgt für komfortables Tragen 
ohne Geziehe und Gezupfe. 
Das Garn: 
100% Hundewolle (Samojede), 
mit Säurefarben gefärbt,
handgesponnen.
LL gesamt ca. 427m 
(entspricht ca. 170m/50g)

Zur Entstehungsgeschichte: 

Im Dezember 2014 bekam ich im Rahmen einer Challengeaktion im Handspinnforum 
ca. 150g Samojedenhaare  zugeschickt. 
Ich habe sie gewaschen, 
(Es ist immer wieder verblüffend, welche Farbe das Waschwasser von Wolle etc annimmt, die im Prinzip weiß aussieht.)
getrocknet, 
gefärbt, 
kardiert, 
gesponnen, 
gezwirnt 
(und anschließend die Farbe nochmal fixiert, weil sie beim Spinnen abfärbte), 
und gestrickt. 
Das Tüchlein liegt leicht und luftig um die Schultern, ist dabei aber sehr warm. 
Einerseits fühlt es sich unglaublich kuschlig an, andererseits fand ich Garn und "Stoff" beim Stricken an manchen Tagen auch etwas sticheilig, wie Alpaka. 
(Mein taktiles Empfinden wechselt je nach Tagesform.)
Wenn die Abende kühl werden, darf es zeigen, was es kann.