unbezahlte Werbung

Werbehinweis: Mein Blog dient vor allem mir selbst als Gedächtnisstütze. Daher werden Firmen und Marken genannt, deren Materialien bzw. Designs ich verwende. Teilweise ist die Nennung auch zur Kennzeichnung von Urheberrechten notwendig. Außerdem werbe ich hier für meine Bücher. Ich werde nicht für Werbung bezahlt.
Posts mit dem Label genäht werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label genäht werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 1. März 2026

Grüner Beutel - Verwertung von Test- und Übungsstücken


Eigentlich sollte es eine Buchhülle für eine Bibel werden. 

Den Baumwollstoff (der im ersten Leben ein Bettlaken war) habe ich einst mit Procionfarben handgefärbt, dann mit Volumenvlies hinterlegt und an der Nähmaschine im Freihandmodus bestickt. 
Anschließend wanderte er in Dornröschens Schatzkiste, weil mir das Ergebnis für den geplanten Zweck nicht schön genug war. 

Dort schlummerte auch eine ebenfalls leicht verunglückte Teststickerei mit der Stickmaschine auf einem orangem Stoff (der im ersten Leben mal ein Vorhang war) vor sich hin. 


Jetzt habe ich die beiden hervorgeholt, verpartnert und zu einem Beutelchen verarbeitet. 

Dabei habe ich diesmal die beiden Ecken durch alle Stofflagen gemeinsam abgenäht und innen mit ein paar Handstichen am Boden fixiert. Das wollte ich schon lange mal ausprobieren. Es hat gut funktioniert, macht das Nähen leichter und gibt der Tasche ein bisschen Stand. 
(Auf dem Foto sieht es so aus, als gäbe es französische Nähte, das ist aber nicht so. Vielleicht hätte ich die Nahtzugaben vom Quiltsandwich mehr zurückschneiden sollen.) 



... und wenn ich jetzt immer gleich alles verbloggen würde, dann würde nicht immer soviel in der Warteschleife hängenbleiben oder gar nicht hier auftauchen. 
... und wenn das Bloggerprogramm nicht jedes Mal einen unglaublichen Zirkus veranstalten würde, wenn man hier Bilder hochladen möchte, dann würde nicht jeder Blogeintrag zu einer halben Doktorarbeit werden. 
Ich vermute, Google will einen so lange nerven, bis man endlich einknickt und auf Chrome umsattelt. Dazu habe ich aber keine Lust. Eher frage ich mich, ob ich nicht meinen Blog einstelle, wenn das jedes Mal so ein umständliches Prozedere ist. 
Dass ich Cockies zulassen muss, sehe ich durchaus ein. Dass ich wirklich jedes Mal erst alle Cookies suchen und löschen muss, damit Google wieder Cockies setzen kann, damit hier irgendwas funktioniert, halte ich hingegen für völlig überflüssig.

Freitag, 27. Februar 2026

Drei neue Shirts

In den letzten zwei Wochen habe ich einige Jerseys aus dem Stoffeschrank zu Shirts weiterentwickelt. 
Und inzwischen scheint der Winter endgültig dem Frühling Platz zu machen. 

Memo graues Shirt:
- relativ dünner Jersey mit gewaltigen Roll-Allüren 
- alter selbstentwickelter Stadard-Schnitt
- Einfassband am Hals blöderweise zu knapp zugeschnitten und deshalb als Büdchen stehen gelassen. 

Memo oranges Shirt:
- etwas festerer Jersey
- alter selbstentwickelter Stadard-Schnitt mit etwas mehr Weite. 
Einfassband am Hals wieder etwas zu knapp zugeschnitten, wenn auch nicht ganz so viel, und deshalb den Umschlag von Hand angenäht - sieht jetzt sehr edel aus. 
Memo Bambus-Muster:
- hochelastischer Jersey aus einer Markenkollektion - aber ich weiß nicht mehr, wo ich den her habe. Der Grundton ist Anthrazit, schwer zu fotografieren

- alter selbstentwickelter Stadard-Schnitt in langer A-Form 
- Einfassband am Hals umgeklappt von vorne aufgesteppt. 
- Als es fertig war, fiel mir wieder ein, dass ich den Schnitt an den Seiten um je 6 cm schmaler machen wollte, damit er besser auf den Stoff passt, aber egal. So fällt das Shirt sehr schön und von diesem Stoff hatte ich sowieso reichlich. 

Bei allen Säumen kam meine schnucklige Coverstich-Maschine zum Einsatz. 

Und im Garten gibt's jetzt viel Arbeit für die Bienen ....  







Samstag, 31. Januar 2026

Ein Badetuch für Emil

Für's neue Baby in der Verwandtschaft habe ich mal wieder ein Kapuzenbadetuch gemacht, wie üblich erst die Borte mit Kreuzstich bestickt, dann auf ein Dreieck aus dem satten, apfelgrünen Frotteestoff genäht, die Kapuze angenäht, und alles mit Schrägband eingefasst. 

Memo: 
Größe ca 122cm x 122cm (bei dieser Größe kommt man mit einem 5m-Schrägband gut rum)
kurze Seiten Kapuzenteil 34cm  
eingefasst klassisch in zwei Schritten
Wale und Schiffe aus dem kleinen, alten Anna-Kalenderhefterl, das schon längst wieder verräumt ist. 
(Eigentlich hätte dieser Post auch schon lange geschrieben, bzw. mit Fotos versehen wollen sein, aber Google machte Ärger.) 



Freitag, 12. Dezember 2025

FoldMe Täschchen Nr. 2

Im Gegensatz zum Originalschnitt (FoldMe von Farbenmix) diesmal mit folgenden Abwandlungen: 

- Vorderteil an der RV-Linie zweigeteilt, (Nahtzugabe dementsprechend zugegeben) und den RV zwischengenäht. (Mit diesem RV, der die Raupe auf der Unterseite hat, ging das recht gut. Die Raupe liegt nun genau in der Mitte zwischen den Falten.) Es fällt mir leichter, den RV auf diese Weise einzunähen.

- Variante mit der französischen Naht oben und unten (die in der Farbenmix-Facebookgruppe beschrieben wurde). Hierzu sollten die unteren Stoffe etwas breiter zugeschnitten werden (also für die Seitennähte an den kurzen Seiten). 

Als Ober- und Futterstoff kam ein relativ leichter Stoffrest zum Einsatz, der noch von einer selbstgenähten Sommerhose aus dem letzten Jahrtausend übrig war. Den Außenstoff habe ich mit einem mittleren Vlies verstärkt. Dabei erlebte ich es erstmalig, dass sich beim Aufbügeln die Maße verändern. Das führte dann dazu, dass die Fertigstellung nicht so vergnüglich war, wie erhofft. 

Leider ist wieder die Falte ein bisschen schief geworden, noch ein bisschen schiefer als bei meiner ersten FoldMe. Das gerade Falten finde ich die größte Herausforderung an diesem eigentlich sehr simplen Schnittmuster. 

Es ist ein ganz nettes Täschchen, aber im Moment werde ich damit eher nicht in Serie gehen. 

Donnerstag, 20. November 2025

Ein FoldMe-Täschchen

Im Farbenmix-Universum gibt es gerade einen FoldMe-Hype. 
Das flache Täschchen ist ein kleines Raumwunder, weil jede Menge reinpasst. 

Ich habe mich anstecken lassen und das Schnittmuster heute mal ausprobiert. 

Memo: 
Schnittmuster: FoldMe von Farbenmix
Oberstoff: Rest, relativ stabil
Futter: ehemaliges Herrenhemd
Das nächste Mal besser machen: 
- Bügelvlies 28 cm x 4 cm
- die Schmalseiten langsam (!) nähen (heute brach mir direkt eine Nadel) 
- die Ecken bereits nach dem ersten Wenden/ vor dem Schließen der Wendeöffnung ausformen
- mich beim Einnähen des Reißverschlusses nicht so anstellen (braucht vermutlich Übung) 

Samstag, 18. Oktober 2025

Wollsockensammler



Den wollte ich schon längst genäht haben. 

Früher (seit Jahrzehnten) habe ich alle Socken schmerzfrei mit der Buntwäsche gewaschen, aber in den letzten Jahren kann es immer mal wieder vor, dass welche filzten (trotz angeblicher Filzfreiausrüstung). Deshalb bekommen sie seit einiger Zeit eine Sonderbehandlung und dafür ab sofort ein eigenes Sammelbehältnis. 

Ich habe Kleinstreste aus meiner Schnipselsammlung und Stücke von alten Hosen und Herrenhemden verwendet. Es ist also mal wieder ein Upcyclingprojekt. 

Der Resteberg wurde nicht merklich kleiner. 





Memo: 
Material: Stoffreste
Schnitt: freischnauze den Resten folgend entwickelt
Restestreifen im Außenstoff: 10 cm - Stücke auf Stickvliesreste genäht
Restestreifen Futter oben: 6 cm - Stücke in Kettennähtechnik per Zufall verbunden
Futter: für etwas Stand mit festerem Aufbügelvlies verstärkt
Konstruktion: 
Randstoffe nach dem Zusammenpuzzeln zur Runde geschlossen (Futter mit Wendeöffnung)
Bodenplatten nach Markierung der Mitten erst mit den Bodenplattenlängsseiten an den Randkanten angenäht, dann wie beim Abnähen von Beutelböden die kurzen Kanten zusammengefaltet und abgenäht

Samstag, 27. September 2025

Resteshirt mit Pannen

Eigentlich wollte ich mir ja gleich einen ganzen Satz neuer Shirts genäht (und Stoffvorräte abgebaut) haben. 

Aber dann dauerte das erste viel länger als gedacht und inzwischen ist mir was dazwischengekommen und ich muss den Esstisch erst wieder freilegen, bevor ich wieder Teile zuschneiden kann  ...

Naja, immerhin ist das erste jetzt mal fertig. 
Meine gute alte Overlock – ich habe sie jetzt seit 29 Jahren - nähte anstandslos perfekte Nähte und belehrte mich ganz nebenbei, dass es einfach nur dumm ist, nach einer neuen zu schielen, wo wir zwei uns doch in all den Jahren so aneinander gewöhnt haben. 

Meine noch relativ neue (gebrauchte) Cover hatte ich noch nicht sehr oft im Betrieb und dementsprechend sind wir noch kein eingespieltes Team. 
Aber mit einer Cover genähte Shirt-Säume sind ja schon sehr schick. 
Vorausgesetzt, es gibt keine Stichaussetzer, die dann zur Auflösung des gesamten Saums führen können. 
Wenn ich mich recht erinnere, nähte ich den unteren Saum sechs Mal, wobei ich irgendwann nicht mehr mitgezählt habe. 
Immerhin beherrsche ich das schnelle Auftrennen einer Covernaht jetzt perfekt. 
(Geht ganz leicht.) 

Der ultimative Trick bestand am Ende darin, die seitlichen Nahtkreuzungen einfach zu ignorieren, anstatt ihnen besondere Sorgfalt und Aufmerksamkeit zukommen zu lassen. 
Also einfach so zu tun, als gäbe es sie nicht und unbekümmert drüber zu nähen. 
Zack - schon ging es ohne Fehler! 

Am Ausschnitt gefiel mir die Covernahrt aber nicht, und so lag das Shirt ein paar Tage, bis ich diesen an der Nähmaschine fertigstellte. 

Dann musste ich nur noch die Nahtzugaben neben den Covernähten zurückschneiden. 

Aus Erfahrung weiß ich, dass man sehr aufpassen muss, um nicht aus Versehen in den darunter liegenden Stoff zu schneiden. Das klappte gut.  
Leider hatte ich dabei die Covernaht nicht gut genug im Blick und verletzte sie an mehreren Stellen, so dass sie sich gleich wieder aufzulösen drohte. 

Ich habe dann an der Nähmaschine einen Zickzackstich drüber "genagelt" – in dem Moment hatte ich absolut keine Lust auf den "Coverzauber". 

So, und nun bin ich selbst gespannt, wann ich die nächsten Shirts in Angriff nehme.

 



Samstag, 6. September 2025

Klare-Kante Täschchen

Das wollte ich schon längst mal ausprobiert haben. 
Jetzt wurde es zur passenden Geschenkverpackung für ein Paar Socken. 
Memo: 
Schnitt und Idee: Klare Kante von Michamade 
Obermaterial: Kunstleder
Futter: Stoffrest von Tante S. 

Achtung beim Kunstleder! 
Vom Kunstleder habe ich zwar großzügig die Webkante abgeschnitten (bestimmt 2 cm), musste dann aber bei genauerem Hinsehen feststellen, dass da immer noch Löcher im Randbereich des Zuschnitts waren. Deshalb habe von an den Längsseiten noch einen Zentimeter mehr abgeschnitten, so dass das Täschchen ein bisschen kleiner wurde. 
Achtung beim Reißverschluss: 
Beim Nähen der Reißverschlussecken hatte ich zunächst einen Knoten im Kopf. Irgendwie dachte ich, man müsste es anders auseinanderziehen, weshalb ich innerlich den Reißverschluss öffnete. Das war keine gute Idee und deshalb ist die Oberseite nun auch ein bisschen windschief geworden. Der Boden gelang dagegen ganz gut. 
Also bei einem nächsten Mal zum Abnähen der Ecken unbedingt den RV geschlossen lassen! 
Außerdem habe ich die kleine blaue Schlaufe zu hoch platziert, so dass sie mir fast an der Ecke in die Quere kam. Schlecht war auch die Idee, die Seitennaht bei der Schlaufe mit Zickzackstichen zu verstärken: Dadurch konnte ich die Nahtzugaben an der Ecke nicht auseinanderdrücken und musste deshalb die Zickzacknaht wieder auftrennen, wobei sich auch gleich das Webband mit auflöste. 
Also bei einem nächsten Mal die Schlaufe tiefer anbringen und erst nach dem Abnähen der Ecken mit Zickzackstichen sichern! 
Außerdem tut man sich leichter, wenn man den RV ein bisschen großzügiger bemisst, als ich es hier gemacht habe. 

Insgesamt ist es jedoch ein schönes Schnittmuster und ich habe es sicher nicht zum letzen Mal genäht. 

Inhalt: 
Die Socken habe ich mal wieder (mit Ausnahme der Bündchen) auf der Maschine gestrickt. 


Ein Memo gibt's diesmal nicht dazu, weil sie schon verschenkt sind. 

Dienstag, 24. Juni 2025

Der Chornotenrucksack

Schon länger denke ich, dass ich ein neues Aufbewahrungs- und Transportmedium für die Chornoten brauche. 

Folgende Merkmale sollte es haben: 

1. groß genug für einen Aktenordner plus mehrere Notenbücher

2. zwei Griffe oben, um das inzwischen recht viele Papier bequem von der Haustür zum Fahrradkorb und vom Fahrradkorb zur Kirche und umgekehrt tragen zu können (meine aktuelle Tasche ist inzwischen zu klein hat nur einen Schultergurt, das ist bei der Notenfülle inzwischen nicht mehr optimal.) 

3. Rucksackgurte, um es bei Regenwetter auf dem Rücken und somit unter dem Regencape trocken transportieren zu können

Inzwischen gibt es ja unzählige Rucksackschnitte, auch viele hübsche und tolle. Die meisten waren jedoch zu klein oder gaben die Fertigmaße des Rucksacks nicht preis. Nach vielem Suchen und Recherchieren entschied ich mich für den Oilskin-Olli von DIY Eule bzw. bei Snaply als Grundlage, wobei für meine Zwecke einige Anpassungen nötig waren. 

Als Ausgangsmaterial wählte ich zwei Rollen Outdoorstoff, die ich schon vor längerer Zeit mal auf einer Patchworkmesse erstanden hatte, vermutlich im Allgäu. Laut Banderole sollten sie 50 x 70 cm groß sein, das Nachmessen ergab zum Glück 74 cm, sonst hätte ich die Seitenteile stückeln müssen. So ging es, allerdings musste ich die Längen anders aufteilen, die im Orignalschnitt 64 und 81 cm betragen. 

Ich verteilte die Längen auf 74 und 73 cm. Zudem schnitt ich die Teile mit 8,5 bzw. 17 cm Breite zu, damit Ordner und Bücher auch wirklich genug Platz finden. 

Eigentlich wollte ich den Rucksack unten rostrot und oben grün gestalten, aber beim Ausrollen der Stoffe stellte ich fest, dass der grüne Stoff dichter und schwerer war. Also besser andersherum. 

Auf der Vorderseite verlegte ich den Reißverschluss weiter nach oben, damit die Vordertasche größer und die Strecke für den Griff kürzer wurde, eine Reißverschlusstasche auf der Rückseite brauche ich nicht. 

Der Reißverschluss ließ sich gut verarbeiten, aber in den Rundungen  gestaltete sich das Nähen des starren und vollkommen unelastischen Kunststoffes so mühsam, dass ich mir dachte: Nie wieder! 

Beim finalen Wenden dachte ich dann ebenfalls: Nie wieder! Wenn der umgedreht ist, bleibt er so, egal, was es vielleicht innen noch auszubessern gäbe. 

Bis ich feststellte, dass ich das Vorderteil mit Griff und Taschenöffnung nach unten angenäht hatte ... 

Also doch nochmal zurückgewendet, aufgetrennt, Kunststoff um die Ecken genäht und nochmal gewendet. 

Am Ende entschädigt das fertige Teil aber für alle Strapazen. Die Noten passen auch ganz wunderbar rein. Für die nächste Chorprobe bin ich nun jedenfalls perfekt ausgestattet, selbst dann, wenn es regnet oder schneit. 

Der grüne Stoff ist nun wirklich restlos aufgebraucht. Nachdem ich das Seitenteil abgeschnitten hatte, reichte die Restfläche exakt für die Teile, die ich für vorne und hinten noch brauchte. Nur die "Außenecken" sind noch übrig. Vom rostroten Stoff sind noch 43 x 42 cm übrig. 

Das Futter ist ein Baumwolltstoff, den ich ursprünglich mal für eine Bluse gedacht und nun mit Vlieseline H 640 verstärkt habe. Jetzt ist der Rucksack innen schön kuschlig, aber ich stelle fest, dass das Vlies eigentlich nicht nötig gewesen wäre. 

Falls ich mal wieder einen Rucksack nähe sollte, werde ich auch die Träger anderes gestalten: Für mehr Tragekomfort gepolstert (was ich bei diesem nicht brauche) und mit offenen Enden an den oberen Teilen und der Verstellschlaufe zum Durchziehen an den unteren. 



Sonntag, 22. Juni 2025

Ein Test- und Restbeutelchen

Eigentlich schwebt mir ein größeres Nähprojekt vor. 

Bei dem möchte ich dann so einen neumodischen Deko-Reißverschluss verwenden, der auf der rechten Seite glatt und hübsch bedruckt ist und bei dem die (ziemlich dicken) Zähnchen auf der linken Seite liegen. 

Dazu habe ich schicke schwarze Schieber aus Kunstoff und silberne aus Metall. 

Zum einen sind diese Reißverschlüsse deutlich breiter und die Raupen deutlich dicker als ich es gewohnt bin, zum anderen weiß ich nicht so genau, wie ich sie am besten so verarbeite, dass die Deko-Seite am schönsten zur Geltung kommt, und auch nicht, ob der schicke Schieber vielleicht leichter kaputt geht. 

Für eine Annäherung habe ich jetzt erst mal ein Täschchen genäht, bei dem ich den Reißverschluss wie gewohnt zwischen Ober- und Unterstoff gefasst habe, allerdings auf weniger Breite (also die Nahtzugabe war bei den Stoffen mehr als beim Reißverschlussband). Die Reißverschlussenden habe ich diesmal eingefasst, so dass die Raupe selbst  nicht in den Seitennähten auftauchte. Beim Zusammennähen wurde die "Zipperverblendung" zur Futterseite gelegt. 



Das ließ es sich in der Mitte trotzdem äußerst schlecht nähen, weil der Nähfuß einen sehr großen Berg erklimmen musste und wahlweise wegrutsche oder die Nadel stecken blieb und meine Maschine zum elektronischen Streiken brachte. Auch die Hebamme half nur bedingt. 
Auf diese Art sollte ich das besser nicht wiederholen. Man müsste die Verblendung länger machen. 
Bei meinem geplanten Projekt wird hierfür auch genug Platz sein, im Gegensatz zu zu diesem Täschchen, bei dem die Öffnung so schon etwas knapp ist.

Bis auf den Reißverschluss kamen nur Altmaterialien zum Einsatz. Der Schmetterling auf ausrangierter Jeans war ein Probestück zum Stickmaschinenbuch, das ich dann jedoch nicht verwendet habe; aus dem roten Cord bekam einst eines meiner längst erwachsenen Kinder im Kindergartenalter eine Latzhose, und die Rückseite mit dem Flicken erinnert mich daran, wie seinerzeit ein Hund meinen Mann ins Bein biss, als er Gemeindebriefe austrug. Die Hose war damals noch ziemlich neu und ich habe den ausgerissenen und ausgefransten Triangel mit viel Mühe möglichst schön geflickt. Jetzt habe ich ihn mit ausgestanzten Filzblümchen aufgehübscht, die sich jedoch bei Kontakt mit Textilkleber erst mal auflösten. Im zweiten Anlauf griff ich zu Vliesofix. Das klappte. Das Futter stammt aus den Stoffresten, die ich von einer nähenden Tante geerbt habe. 
So konnte ich mal wieder aus dem Vollen schöpfen, wobei das Zusammensuchen und Zusammenstellen der einzelnen Zutaten wesentlich mehr Zeit brauchte, als das Nähen selbst. 

Dafür ist es jetzt ein echtes Unikat - mit viel Liebe und Erinnerungen gamacht. 

Jetzt, wo das fertige Beutelchen so vor mir steht, gefällt es mir richtig gut. 
Und ich habe gelernt, was ich lernen wollte. 




Memo: 
Zuschnitte: 20 cm x 20 cm, Ecken 3 cm x 3 cm 
Stickdatei: "Patchwork Butterflies" von "SewAZ Emroidery" via "secretsofembroidery"