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Sonntag, 5. Februar 2023

Spacige special Schwarzkopf-Sonntagssocken



Die wurden ja eigentlich schon letzten Sonntag fertig. 

Ganz ehrlich? -> Wärmer an den Füßen geht nicht! 

Eigentlich sollten einst Handschuhe aus dieser besonderen Wolle werden, aber da habe ich ja erst neulich welche gestrickt. Das reicht jetzt wieder für eine Weile. 
Und gerade waren die Füße kalt ... Also: 

Es soll ja Leute geben, die so gerne "WIP"_Fotos sehen (work in progress). 
Bitteschön: 

Memo: 
Wolle vom Schwarzkopfschaf,
vor vielen Jahren selbst ab Schaf von Hand verarbeitet: sortiert, gewaschen, kardiert, gesponnen, gezwirnt, mit Ostereierfarben stranggefärbt,
jetzt verstrickt
Nadeln Nr. 3
4x11 Maschen, Schaft 25 R
Ferse über 10 Maschen
Fuß bis Spitze 50R
Spitzen gegengleich, je eine rechte und linke nach Maß auf die Zehen – das erhöht die Haltbarkeit dieser Luxussocken
Gr. 43, 115 g

Freitag, 12. April 2019

Warme blaue Luxussocken

Dieses Paar Socken hat eine sehr lange Geschichte. 
Das Ausgangsmaterial stammt vom ostfriesischen Milchschaf – es ist eine wunderbare Wolle!
Als ich vor etlichen Jahren mit dem Spinnen begann, kaufte ich davon ein ganzes Kilo, direkt von der Schafhalterin. 
Nach und nach lief so einiges davon durchs Spinnrad und wurde in verschiedenen Techniken und Projekten weiterverarbeitet. Auch ein Paar Milchschaf-Socken trage ich schon länger – und liebe es! 
Die letzten Reste hatte ich bei Gelegenheit mal blau gefärbt, dann blieben sie liegen. 
Aus Gründen. 
Doch schließlich gab ich mir einen Ruck. 

Ich habe die Fasern gekämmt, im kurzen Auszug zu einem stabilen Garn versponnen und verstrickt. 
Die Kämmlinge, also die kurzen Fasern, die beim Kämmen übrig bleiben, waren auch noch sehr schön. Die wurden dann kardiert und im langen Auszug zu kuschligem Streichgarn versponnen, das sich für Socken jedoch nicht so gut eignet. 

Eigentlich waren diese Socken mein Strickprojekt für den Sommerurlaub letztes Jahr, aber da war es dann selbst mir zum Stricken zu heiß. 
Und jetzt stehen sie schon seit Winterbeginn in der Warteschlange für ihren Platz hier auf meinem Kreativblog.  
Jetzt also mal hurtig, bevor es wieder heiß wird: 


Oben: Rohwolle, gewaschen und gefärbt. 
An dieser Stelle sollten nun diverse Bilder folgen: 
- fertige Kammzüge und Rolags aus den Kämmlingen.
- fertiges Kammgarn aus den Kammzügen und Streichgarn aus den Rolags. 
Falls ich die Fotos je gemacht haben sollte, sind sie inzwischen verschollen. 
Also gibt es nur noch dieses: 

Oben das Käul mit dem Kammgarnrest, aus dem die Socken sind, in der Bildmitte das Streichgarn und dann natürlich die Socken, auf Fußform gestrickt, damit sich der große Zeh nicht so schnell durchbohrt. 
Memo: 
Größe 43, 
Kammgarn vom Milchschaf
Nadeln 2,25, 4x16 Maschen
ca. 132g, ca. 230m (berechnet)

Luxus pur für meine Füße – man gönnt sich ja sonst nichts : ) 



Montag, 21. August 2017

Leinenfizzelwolle oder

 
... ein Experiment für einen entspannten Sonntag Nachmittag. 

Die Idee: 
"Sari-Seide" als Zutat zu exklusiven Spinnfasermischungen ist eine Modeerscheinung, die sich in Spinnerkreisen derzeit großer Beliebtheit erfreut. 
"Sari-Seide" ist dem Vernehmen nach ein Recyclingprodukt, das entsteht, indem indische Altkleider, also ausgediente Seidensaris, zerkleinert werden und das Gewebe wieder in seine ursprünglichen Bestandteile zerlegt wird. 
Die Seidenschnipsel werden dann mit Wolle oder anderen Spinnfasern vermischt, zusammenkardiert und zu interessanten Garnen versponnen. 

Mit Sari-Seide habe ich noch nicht gearbeitet, aber schon lange hatte ich die Idee, das mal mit heimischen Stoffresten zu probieren. 
So habe ich gestern mal ein paar Stoffreste eines alten Sofabezuges aus einem robusten Leinenstoff zerlegt, zusammen mit naturbrauner deutscher Merinowolle kardiert (zwei Durchläufe) und auf dem Bliss im langen Auszug bei 1: 16 zu einem Zweifachzwirn versponnen. 

Es entstand ein witziges Fizzel-Garn. 
ca. 61g (davon ca 10g Leinen) / 54m (ungebadet). 
















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Donnerstag, 2. März 2017

Himmelfahrtswollgarn 1

Vom Schaf zum Garn - das ist ein langer Weg.  Vor allem, wenn dazwischen viele Pausen liegen. 
Doch das macht mir gar nichts aus. Irgendwann wird alles fertig... irgendwann...
Vielleicht ist das eines der Geheimnisse beim Handarbeiten: Man lernt Geduld und den langen Atem schätzen.

An Himmelfahrtsausflug 2016 stolperte ich über Rohwolle. 
Irgendwann im letzten Sommer war sie dann gewaschen und zum Spinnen vorbereitet...
Und im Winter kam dieser Teil davon aufs Rad.

Letzte Woche war es draußen endlich warm genug, um das fertige Garn zu waschen. 
Voila:
Es ist ein eigenwilliges Garn geworden, kuschlig und rustikal zugleich. 
Zum Spinnen war es nicht einfach und mehrfach dachte ich: Von dem Schaf brauche ich nichts mehr. 
Aber am Ende gefällt es mir ausgesprochen gut und ich bin selbst gespannt, was da noch draus wird.

Memo: 
heimische Wolle ab Schaf (vielleicht Steinschaf)
gewaschen, auf der Ashford-Trommelkarde kardiert
im langen Auszug gesponnen (Bliss)
ca 124g/199m + 15g/32m


Diesmal wurde die Spule beim Zwirnen so voll, dass beim besten Willen nichts mehr draufpasste und ein kleiner Rest noch extra gezwirnt werden musste. 

{Wintergarn nach dem Entspannungsbad 1/5}

Mittwoch, 9. November 2016

Lila oder

 ... der Wollkalender im November. 
Das Bild zeigt einen lila-rot-Ausschnitt meiner cym-Fasermischexperimente.  
In Wolle gebettet liegen darauf zwei Spindeln mit Wirteln aus Robinienholz, die ich mir vor langer Zeit bei einem Drechselkurs gemacht habe. 

Dieses Jahr habe ich keinen Wollkalender gemacht. Zu viele kräftezehrende Ereignisse warfen ihre Schatten.

Freitag, 22. Juli 2016

Die versponnenen Gurken – oder wie viel Platz braucht Wolle?

 Das Ausgangsmaterial waren 
- diese giftgrünen und ziemlich scheußlichen Resultate 
meiner ersten Rohwollfärbe- und -kardierversuche vor einigen Jahren sowie
 - das restliche Vlies von diesem Jackenprojekt. 
Hellgrün und tannengrün wurden auf der Trommekarde 
im Verhältnis 1 : 2 gemischt (je 20g hell und 40g dunkel) 
und mit Rundhölzern als Riesenrolags abgezogen. 
Die Gurken, die dabei enstanden, 
habe ich als weiteren Streckenabschnitt meiner Tour de Fleece auf's Rad genommen. 
Den letzten tannengrünen Vliesrest habe ich gleich auch noch zu Gurken verarbeitet und gesponnen.
Memo: 
Gurkenmix: ca 483g/760m in drei Strängen
Unigurken: ca 79g/80m
Bliss, langer Auszug, 1 : 12, Zwirn: Malottke

Und welchen Schluss zieht der geneigte Leser und Betrachter aus folgenden Bildern?  

Samstag, 9. Juli 2016

Ein Streckenabschnitt der Tour der Fleece

Die Tour de Fleece vom 2.7.-24.7.2016
– das sportlich-kreative Event des Sommers! 

Die Sportlerinnen treten in die Pedale und bringen 
unter den anfeuernden Rufen ihrer radsportbegeisterten Fans und Mitstreiterinnen
Kilomenter um Kilometer unter Meter um Meter auf ihre Räder. 

Die modernen Zeiten sozialer Netzwerke ermöglichen 
fröhliches Rudelspinnen in 
nie zuvor erahnten Dimensionen. 

Ich bin zum ersten Mal dabei und fahre im Team Spinnernetz bei Ravelry.  

Und was hat man davon? 
Vor allem eine Gaudi. 
Außerdem eine Menge Inspiration durch andere Spinnerinnen 
und eine ordentliche Portion Motivation, Fasern zu verarbeiten, 
die man sich aus welchen Gründen auch immer sonst nicht so gerne vorgeknöpft hätte
– und am Ende ein paar schöne Garne mehr. 

(Ein wesentlicher Unterschied zu den radfahrenden Kollegen bei der Tour de France besteht darin, dass diese am Ende der Tour ihre absolvierten Strecken nicht einpacken 
und mit nach Hause nehmen können.)

Ein Abschnitt der 1.-3. Etappe war schon hier zu sehen. 

Gestern habe ich einen weiteren Etappenabschnitt des 3. Tages gehaspelt und gebadet. 
 
Die Fasern für diese Strecke stammten noch von den ersten Versuchen meiner Rohwollverarbeitung und lagen seither platzraubend und missachtet in einer Kiste. 

Dieser Orangeton ist eine meiner absoluten Lieblingsfarben 
und ich habe ihn damals aus rot, gelb und blau selbst gemsicht 
– wahrscheinlich eine unwiederholbare Farbe. 

Der Fliederfarbton war ein "Färbeflottenputzer". 

Das Giftgrün, das noch in der Kiste zu sehen ist, 
wird auch schon abgeradelt, allerdings nicht allein.
Memo: 
Schwarzkopf ab Schaf, 
handkardiert usw.
Bliss 1 : 12 langer Auszug
Orange: ca. 94g/143m
Flieder: ca. 57g/82m

Donnerstag, 30. Juni 2016

Die Wolle der zwei Elo-Damen

Kayleigh und Sally

Ihr ausgekämmter Pelz duftete etwas nach Hund, 
deshalb wurden die Fasern zunächst gewaschen. 


Sallies Haare konnte ich gut mit den normalen 72ppsi-Karden bearbeiten, für Kayleigh waren die zu grob, so dass die feineren Minikarden zum Einsatz kamen. 
"Sally" ließ sich sehr leicht im langen Auszug verspinnen, 
ihr Garn ist ein bisschen stichelig. 
"Kayleigh" erforderte etwas mehr Aufmerksamkeit, ging aber auch problemlos. 
Ihr Garn ist schmuseweich geworden. 
Memo: 
Bliss, langer Auszug, 1 : 18
Sally: ca. 12g/21m
Kayleigh: ca. 29g/65m


Freitag, 1. April 2016

Lauter bunte Batts oder

... der Wollkalender im April. 

Das ist auch ein Foto von meinen Farb- und Mischexperimenten: 
Es zeigt aus drei Farben gemischte Batts – einmal durch den Regenbogen.   
Die Ausgangsfarben waren allerdings andere als beim Februarbild.
Hier habe ich rot, gelb und blau anteilig genau gewogen und auf der Trommelkarde Hero gemischt und kardiert.

(südamerikanische Merino im Kammzug von Wollknoll: "rittersporn", "feuerrot", "leuchtgelb")


Die Wolle ist noch nicht versponnen.