Montag, 11. April 2016

Häkelgeschichten: Endspurt, Größenprobleme, ein Bruch und ein Neustart

Eigentlich habe ich so ziemlich immer, wenn ich unterwegs bin, eine kleine Handarbeit dabei.  
So werden blöde Wartezeiten zu kreativen Pausen.
Mein derzeitiges Langzeitprojekt – die Ganny-Square-Decke –  hat allerdings mittlerweile Ausmaße angenommen, die es als Handtaschenprojekt disqualifizieren.
Die letzten paar Ecken und Kanten muss ich wohl noch zu Hause fertig machen, aber ich gebe mich nicht der Illusion hin, das ginge jetzt schnell. 
Wenn dann mal alle Teile fertig zusammengehäkelt sein werden, werde ich noch mindestens 14 Meter Kanten häkeln müssen.....

Jedenfalls habe ich letze Woche bei dieser und jener Gelegenheit schon meine kleine Häkelei vermisst und deshalb kurzerhand beschlossen, gleich eine neue Decke anzufangen. 
Es sollen wieder ganz viele Granny Squares aus Sockenwollresten werden, aber doch anders als die Jetzige. Diesmal wird es keine verbindende Randfarbe geben.
Und ich fasse den ganz festen Vorsatz: Alle Enden werden immer sofort vernäht! 

Volia, hier ist das erste Quadrat: 
Ich bin gespannt, wann ich die Fertigstellung dieser Pausenfüller-Decke vermelden kann und peile mal vorsichtig das Jahr 2020 an. (Vier Jahre brauchte meine erste Restedecke.)

Und während meine gute alte Häkelnadel abwechselnd am großen Rechteck und am kleinen Quadrat zum Einsatz kam, machte sie einfach "klack" und zerbrach. 
Was mich dazu veranlasst hat, darüber nachzudenken, wie lange ich die schon benutze und was sie schon alles gehäkelt hat.
Als ich vor 25 Jahren Borten an Handtücher häkelte, hatte ich sie auf jeden Fall schon, aber sehr wahrscheinlich hatte ich sie auch schon in den 80ern bei meinen ersten Häkelversuchen in Betrieb, zusammen mit einer roten, die etwas dicker war.
Wie viele Kilometer Garn mag sie wohl auf dem Buckel Haken haben?  

Ich finde, sie hat es verdient, dass ich ihr hier im Angesicht ihres letzten großen Projektes ein Abschiedsfoto widme. 

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