Sonntag, 17. April 2016

32 chinesische Nähfüße

32 Füße - jeder hat einen eigenen Platz in der Schachtel und passt auch nur in diesen. 
Wenn man alle ausschüttet, hat man ein "schönes" Puzzle. 

Auf der Rückseite: Näh-Chinesisch für Anfänger. 
Mein Chinesisch lässt leider sehr zu wünschen übrig und so ist es dringend erforderlich, dass ich diese meine neue Spielzeugsammlung so katalogisiere, dass ich mich damit auch auskenne und nicht jedes Mal wieder neu mit dem Nachdenken anfangen muss, wenn ich die Schachtel aufmache. 

Also: 

Geradstichfüße (1,2,3):
Diese Füße eignen sich nur für Geradstich und sollen den Stoff dann besser fixieren als ein Normal-Füßchen mit dem breiteren Schlitz. 
Ideal passt eine Geradstichplatte dazu, die ich jedoch nicht habe. Dann werden auch dünne und feine Stoffe nicht von der Maschine "gefressen".
1. links: Gerdastich bzw Quiltfuß, u.a. für Nähte im Nahtschatten
2. 1/4-Inch.Patchworkfuß mit definiertem Kantenabstand als Führungshilfe

3. 1/4-Inch-Fuß mit Kantenführung













 


Füße mit Führungshilfen (3,4,5,6):  
4. Mit dieser Stichführung zu arbeiten, stelle ich mir sehr mühsam vor. Ich glaube, da streiken meine Augen.













5. Fuß mit Mittelführung, z.B. zum knappkantigen Absteppen an Rändern oder auch, um beim Quilten exakt in oder neben der Naht nähen zu können.












  

Füße für die Randverarbeitung (6 -12):
6. Overlockfuß mit Kantenführung
Die Stiche werden über den Steg gebildet.
Gut für Nähte, bei denen gleichzeitig versäubert und zusammengenäht wird.










 7,8,9,10. Rollsaumfüße/Säumer in verschiedenen Breiten
Interessantes darüber findet sich hier und hier.





 11. Blindstichfuß
Den werde ich nie brauchen, weil ich nie Blindstich nähe und bei meiner neuen Nähmaschine außerdem ein anderer samt Beschreibung dabei ist.












12. Bandeinfasser
Über den freue ich mich ganz besonders. Wie viele Kilometer Schrägstreifen habe ich in meinem Leben schon mühsam nach der klassichen Methode um Babyhandtücher genäht, für die ich mit viel Freude Namen in Kreuzstich auf Bänder gestickt habe. 
Und wie lästig und mühsam war immer diese Einfasserei!
Mal sehen, wie sich der Fuß bewährt. 
-> erster Versuch






Reißverschlussfüße (13,14): 
13. Reißverschlussfuß mit verstellbarar Fußposition (siehe Bild 2) – ob ich den jemals brauche?

14. Fuß für verdeckte Reißverschlüsse: 
Auf seinen Einsatz freue ich mich auch. 
(In Bild 2 die Unterseite mit der Führung)
















Füße, um Kordeln, Bänder oder Perlen aufzunähen (15-19):  
15,16,17: Kordelfuß für 3, 5 oder 7 "Kordeln"

Das was ich mir unter Kordel vorstelle, passt eher nicht durch die Führung. Vielleicht Garn. Für was man das braucht, erschließt sich mir momentan nicht.



18. Kordelfuß für eine Kordel
Den Durchlass kan man offenbar mit der Stellschraube verändern, aber für eine runde (dicke) Kordel ist unter dem Fuß irgendwie nicht richtig Platz.

19. Perlenfuß
Da ist ordentlich Platz drunter. (Rückseiten auf Bild 2)














Stickfüße (20,21,22): 
Die Stickfüße eignen sich für Zier- und Satinstiche. Sie haben unten eine Aussparung, so dass sie ohne Drücken und Bremsen auch über dickere und breitere Nähte gleiten können. 

20. offener Stickfuß mit viel Sicht auf den Stoff
21. offener Klarsichtstickfuß mit noch mehr Sicht auf den Stoff
 22.  Klarsichtstickfuß mit Mittelmarkierung und Metallkufen
















Biesen- und Kederfüße (23,24,25): 
23. Paspel- bzw. Kederfuß 
24. Bießenfuß mit 7 Rillen
25. Biesenfuß mit 9 Rillen 

Unterseiten auf Bild 2   
Wie der Paspelfuß funktioniert, liest man hier.














Füße für glatte Oberflächen wie Leder, Kunsteleder oder Wachstuch (26,27):  
 
26. Rollenfuß 

27. "Teflonfuß"


Mehr darüber erfährt man hier und über den Rollenfuß bei Gusta.




Trikotfuß (28): 
Dieser Fuß hat einen Hebel, der über der Nadelschraube zu liegen kommt. Durch die Auf- und Abwärtsbewegung an der Nadel bewegt sich eine Art Druckpunkt am Fuß mit, so dass die Stoffe auch von oben transportiert werden, ähnlich wie bei einem Obertransportfuß.
Das Ganze fühlt sich recht streng an.

Hier drücke ich den Hebel nach oben. 

















Stopffüße (29,30): 
29. "Freihandquiltfuß" (links)
Kommt dieser Fuß zum Einsatz, muss der Transporteur der Maschine stillgelegt werden. Außerdem braucht man einen Stickrahmen, weil man den Stoff ja selbst führen muss. Der Fuß drückt nicht auf den Stoff. 
Hier habe ich ihn erstmals verwendet und damit gestopft. 
Tolle Inspirationen dazu gibt es unter "Freihandsticken" im Netz zuhauf, z.B. im Nähzimmer oder bei Smilla.

30. Stopffuß (rechts)

Kräuselfuß (31):  

Wie der Kräuselfuß funktioniert, sieht man hier.



















Markierfuß (32): 
Die Stiche werden über den Steg gebildet und bleiben daher sehr lose. 
















Soweit die Vorstellung meiner 32 chinesischen Füße.

Um mir die Orientierung zu erleichtern, habe ich die Nummern auf den Schachteldeckel geklebt.

Natürlich will ich einige davon nun fleißig verwenden und kann dann sicher auch von der ein oder anderen Erfahrung berichten, wenn es soweit ist.

Vorher steht jedoch die prickelnde Frage im Raum: 
Passen die Füße an meine Nähmaschinen? 

Nach meinen bisherigen spärlichen Erfahrungen lautet die Antwort: Gegebenenfalls. 
Welche Fälle gegeben sein müssen, damit ich die Nähfüße verwenden kann, 
das ist eine andere Geschichte. 

PS: Dieses Blogggerprogramm macht die Abstände zwischen Bildern und Text, wie es will. Im Bearbeitungsmodus stehen Textteile teilweis woanders als in der Ansicht. 
Ich kann das leider nicht ändern, auch kann ich nicht die Abstände zwischen den Bildern enger machen. 
(Wie es theoretisch geht, weiß ich, aber beim "Aktualisieren" ändert es sich wieder von selbst.

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