Montag, 15. Februar 2016

Ein Nichtenkleid

Von Zeit zu Zeit überkommt mich ein akuter Nähanfall.
Am Wochenende war es mal wieder soweit. 
Verstärkt wurde er diesmal von der Tatsache, dass ich seit Freitag eine neue Nähmaschine im Haus habe. Die alte kränkelt schon seit einer Weile, so war die Zeit gekommen, mal eine neue in Erwägung zu ziehen. So ganz überzeugt sie mich allerdings noch nicht, aber das ist eine andere Geschichte. 

Testobjekt sollte jedenfalls ein schlichtes Kleid für eine Nichte werden. Einen passenden Schnitt fand ich bei Pech und Schwefel, der Stoff schlummerte schon seit vielen Jahren in meinem Stoffschrank und hat nun endlich seine Bestimmung gefunden.
Das heißt, von dem hellblauen war ohnehin nur noch ein Rest da, denn daraus hatte ich schon vor geraumer Weile mit meinem Tochterkind ein Kleid genäht. Da können die beiden Cousinen nun fast im Pertnerlock gehen. 


Memo: 
Größe 116/122, bei Innen- und Außenteil anders als in der Anleitung erst alle Seitennähte schließen, Vlies für die Druckknöpfe auf den Trägerenden aufbügeln, dann verstürzen, schließlich in der seitlichen Innennaht Futter und Außenstoff noch ein Stück von rechts aufeinander nähen. 
Und dann keimte die Idee, für mich selbst ein ähnliches Kittelchen zu nähen. 
Irgendwo habe ich einen Schnitt, den ich abwandeln können müsste – und nach dem suche ich nun schon seit einer guten Stunde. Mittlerweile sind alle Schnittmuster aus dem Regal und alle Stoffe aus dem Stoffe-Schrank gezogen. Vielleicht sollte ich mal eine große Auf- und vor allem Ausräumorgie starten und mich von Einigem trennen – aber mir dämmert, dass der Schnitt genau solch einer Aktion zum Opfer gefallen sein könnte, ebenso wie ein paar Kinderstoffe, nach denen ich vorgestern auch erfolglos suchte.... 
Denn auch Ausräumanfälle überkommen mich von Zeit zu Zeit....

1 Kommentar:

  1. "Trennen"???
    Das nehme ich mir auch oft vor.
    ... aber sind wir nicht alle ein bisschen Messie wenn es um unser Hobby geht?
    Wolle hordenden Grüße von Ute

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