Dienstag, 7. März 2017

meine Fixierhilfen beim Nähen

Mittlerweile habe ich eine ganze Menge davon und nutze sie unterschiedlich, mal so, mal so, wie es mir gerde in den Sinn kommt.

Werkzeug

Stecknadeln
bewährt, präzise und unverzichtbar für fast alle Gelegenheiten. Im Umgang damit bin ich geübt und denke nicht weiter darüber nach.

Klammern (Claps)
seit einiger Zeit ab und zu eine Alternative zu Stecknadeln, vor allem dann, wenn ich Löcher im Stoff vermeiden will oder wenn es nicht so drauf ankommt (z.B. bei den Seitennähen an Täschchen). 
Auch das Handling der Claps will geübt sein. Eigentlich sind die Stecknadeln nach wie vor schneller der Hand und an der richtigen Stelle im Stoff, doch ab und zu schätze ich den "Klammereffekt". 

Klebebänder

Stylefix (Farbenmix)
vergleichsweise günstig im Preis, praktisch in der Anwendung, nicht auswaschbar
Das nehme ich mittlerweile regelmäßig, wenn ich Täschchen nähe. 
Es eignet sich sehr gut zum Fixieren von Reißverschlüssen oder schmalen Borten bzw. Webbändern und ist eine echte Arbeitserleichterung, finde ich. 
Bei Bekleidung benutze ich es allerdings nicht, weil es mir unsympathisch ist, Klebeband in der Kleidung zu haben.

Wondertape (Prym)
vergleichsweise teuer, auswaschbar
Das habe ich mir seinerzeit für mein Patchworkdeckenprojekt angeschafft. 
Dort habe ich damit die Stellen fixiert, an denenen Nähte (oder viele Nähte) aufeinandertreffen und es hat mir die Arbeit sehr erleichtert. 
Manchmal nehme ich kleine Stücke davon, um knifflige Ecken zu fixieren, auch bei Kleidung. 
Im Dauereinsatz habe ich es nicht. 

Klebestifte /Kleber

Aqua Fixierstift (Prym), auswaschbar, nachfüllbar
Das ist eigentlich einfach ein "Klebestift" mit schmalem Durchmesser. Der Kleber ist gelb und verliert die Farbe, wenn er trocknet. Praktisch, weil man sieht, wo es klebrig ist. Auch den habe ich mir für das Patchworkdeckenprojekt angeschafft, ebenfalls für die Nahtkreuzungen. 
Es hat ganz gut funktioniert, allerdings klebte es auch öfter mal, wo es nicht sollte, weil ich irgdendwie den Kleber außen an den Deckel brachte oder motorisch nicht geschickt genug war, um den Klebstoff auf rutschigem Textil aufzubringen. Im schrägen Fadenlauf kann man den Stoff beim Kleben auch verziehen. 
Also, es hat funktionert, aber Wondertape war mir für den Zweck lieber. 

Klebestift (Bastelkleber)
Die Arbeit mit dem "Aqua Fixierstift" erinnerte mich daran, dass auch auf den Schulklebestiften meiner Kinder meist "auswaschbar" steht. Ich machte einen Versuch: Ich klebte einen Jerseystoffrest zusammen, nähte ihn anschließend zusammen, damit es beim Waschen nicht zu sehr an den Klebeflächen reißt, und steckte das Probestück mit in die Waschmaschine. 
Der Kleber war nach der Wäsche verschwunden.
Seither nehme ich den Klebestift ab und zu ganz gerne, z.B. um bei einem Schirt den Saum zu fixieren. Ich komme mit dem Durchmesser und der Größe besser zurecht als mit dem "Fixierstift". Außerdem ist er deutlich preisgünstiger. 

Textilkleber in der Tube
Zwei solche Tuben fristen ein Dasein in meiner Nähzubehörschachtel. Verwendet habe ich noch keinen davon.

Bügelbare Fixierhilfen

Vliesofix 
(Im Foto das weiße, papierartige Gebilde unter dem anderen Zeug)
Das habe ich schon seit Jahren und verwende es zum Beispiel, um vor dem Festnähen
- gestickte Kreuzstichbänder auf Handtüchern zu befestigen 
- Flicken auf Kleidung zu fixieren
- Applikationen herzustellen und zu platzieren
Aber auch in anderen Fällen, wenn es mir nützlich und sinnvoll erscheint.
Damals hatte ich mir ein Stück Meterware gekauft, das sich mittlerweile in zwei Phasen getrennt hat. Macht nichts, ich benutze es trotzdem und helfe notfalls mit etwas Butterbrotpapier aus. 
Vliesofix wird in zwei Arbeitsschritten verwendet: zunächst bügelt man das Vlies mit dem Trägerpapier auf ein Stück Stoff (den man danach besonders gut in Form schneiden kann). 
Dann zieht man das Trägerpapier ab und bügelt den präparierten Stoff auf die Unterlage.
Es ist nicht auswaschbar und verstärkt/versteift den Stoff etwas. 
Vliesofix finde ich sehr nützlich und praktisch und benutze es bei entsprechenden Gelegenheiten gern. 

Saumfix (oder wie auch immer das heißen mag)
Die Rolle befindet sich auch schon ewig in meinen Beständen. 
Unter einem Papier (das weiter keine Funktion hat) ist ein ca 2cm breiter Streifen eines feinen Vlieses, das man zwischen zwei Lagen Stoff legt. Dann bügelt man drüber und die beiden Lagen kleben zusammen. Außerdem wird der Stoff etwas verstärkt/versteift.
Bevor man das Vlies einlegt, muss der Saum – oder was man eben befestigen will – schon an der richtigen Stelle und in der richtigen Form sein, denn Korrekturen sind nicht möglich. 
Dieses "Band" nehme ich ganz gerne an Kanten bei solchen Jerseystoffen, die eine starke Neigung zum Rollen haben. Es hält die Stoffe an der richtigen Stelle und erleichtert auch der Nähmaschine die Arbeit, weil die Stoffe mit dem Saumfix dazuwischen mehr "Stand" haben.
Allerdings wäscht sich der Kleber nicht aus und der Stoff bleibt an der Stelle etwas steifer.  

Sonstiges

Und wo ich gerade so schreibe, fällt mir ein, dass irgendwo auch noch eine Dose "Sprühzeitkleber" steht, die ich mir ebenfalls für mein Patchworkdeckenprojekt angeschafft habe. Mit dem bin ich nicht so recht warm geworden. 


Sicher gibt es noch andere Möglichkeiten.

Fazit

Es ist doch toll, was man heute für Möglichkeiten hat, sich das Leben das Nähen ein bisschen komfortabler zu machen. 
Wirklich nötig ist das vielleicht nicht, aber ein bisschen Spieltrieb darf auch sein...



PS: Der Beitrag entstand, weil ich es nützlich fand, mir mal zu überlegen, was ich wie nutze und warum. 
Ich wurde nicht gesponsort oder beauftragt oder sonst etwas in der Richtung und schreibe aus freien Stücken meine eigene Meinung...

 


1 Kommentar:

  1. Gute Idee mit der Auflistung. Da sieht man die ganzen Möglichkeiten vor Augen. Habe noch einen kostengünstigen Tip für Qilten: Malerkreppband auf der Rolle.Lässt sich leicht abziehen und hinterlässt keine Rückstände.

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