Freitag, 12. August 2016

Zierstiche satt oder: Ein neues Täschchen für's Overlock-Zeug

Kapitel 1: Die Janome und ihre Zierstiche

Dieses Zierstichgezicke bei meinem letzten Projekt geht ja schon mal gar nicht.  

Deshalb musste ich doch mal eine größere Portion Zierstiche nähen, um zu sehen, was passiert. 
Und so sieht das jetzt aus: So, wie es vermutlich ausgesehen hätte, wenn ich die Nähmaschine zum zweiten Mal eingeschickt und der Mechaniker beim Nähmaschinenhändler ein Probestück genäht hätte: 
Tadellos, perfekt (abgesehen von meinen krummen Zeilen) und genau so, wie es sein soll. Kein Problem erkennbar. 
Der Stoff ist von einem abgeschnittenen Hosenbein, drunter liegt Stickvlies.  
Das Garn ist leicht rosa, was auf dem Blau gar nicht auffällt, und stammt sehr wahrscheinlich aus dem letzten Jahrtausend. (Was sich natürlich gar nicht gehört.)

Kapitel 2: Mein persönliches Overlock-Jubiläum

Ich bekam die Overlock 1996 von meinen Eltern zur Verlobung. Sie funktioniert nach wie vor einwandfrei, solange ich sie mit intakten Nadeln bestücke. Das einzige, was im Lauf der Jahre wirklich kaputt gegangen ist, ist der Zipper vom Zubehörtäschchen. 
Also, da war jetzt mal was Neues fällig.

Kapitel 3: Das Täschchen

Alle nähen Taschen, nur ich nicht. Warum? 
Das Netz ist voll von Taschen, die Läden auch, ebenso wie der Secondhandladen, Flohmärkte und vermutlich auch so manche Mülltonne.
Ich bewundere viele davon, ich finde sie toll und mir entweicht so manches "Ah" und "Oh" bei der Betrachtung des ein oder anderen Exemplars, aber: 
Ich brauche keine. Drum näh' ich keine. Meistens.
Außer manchmal, zum Beispiel jetzt. Für das Zubehör von der Ovi. 
Und weil ich gerade das passende Stück Stoff dafür habe. 
Beim nächtlichen Nähen dachte ich, mir sei ein Denkfehler unterlaufen, so dass ich die Außentasche und das Futter (Rest eines alten Lakens) nicht elegant verstürzt zusammenbrächte. Darum nähte ich die Seiten kurzerhand mit einem Schrägstreifenrest zusammen und brachte an den überstehenden Enden ein wenig Klimbim an. 
Seit ich am nächsten Morgen nochmal darüber nachgedacht habe, denke ich nun, es wäre wohl doch gegangen. Der Denkfehler war ein Denkfehler.
Das werde ich bei nächster Gelegenheit noch mal ausprobieren. 
(Zum Glück hat das Reisefahrradwerkzeugtäschchen meines Liebsten mittlerweile Löcher....)
Mit der Janome bin ich ein wenig versöhnt, auch, weil sie den ersten Nadel-Crash erstaunlich gut überstanden hat. Wie blöd ich mich beim RV-Einnähen angestellt habe, darüber schweige ich lieber.... Wir müssen uns wohl noch in so manchem Punkt aneinander gewöhnen, die Maschine und ich...

1 Kommentar:

  1. Hallo!

    Ganz süß. Schön, dass Deine Zierstiche jetzt so gut klappen. Täschchen nähen macht übrigens süchtig :-) Du wirst Dich wunder, wofürman plötzlich immer Täschchen benötigt.

    Liebe Grüße,
    Anja

    AntwortenLöschen