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Montag, 2. Februar 2026

Von Fröschen und anderen Waschlappen


Neben meinen aktuellen Bemühungen, alte Stoff-, Rohstoff- und Wertstoffberge abzubauen, versuche ich, neue gar nicht erst entstehen zu lassen. 

Deshalb sollte der apfelgrüne Frotteestoffrest vom Badetuch für den kleinen Emil umgehend transformiert werden. 

Als ideal erwiesen sich jetzt die Stickdateien für Waschlappen, die ich einst in einer Sale-Aktion erstanden hatte. 

Eigentlich sind sie so gedacht, dass man fertig konfektionierte, einfarbige Hand- oder Gästetücher zu lustigen Kinderwaschlappen umarbeitet, wobei deren Ränder als Unterkanten genutzt werden. So kann das ganze Projekt an der Stickmaschine fertiggestellt werden. 
Da mein Stoff rundum offene Kanten hatte, habe ich zunächst je eine kurze Seite mit Schrägband eingefasst und die Datei dann nach Anleitung abgearbeitet. 
Bei der Gelegenheit konnte ich auch gleich ganz wunderbar Schrägbandreste verwerten. 😀

Allerdings finde ich den Kantenabschluss im Bereich der Nähte nicht optimal. Sicher, bei gekauften Waschlappen ist das auch so, aber wenn man's selbst macht, kann man es ja schöner machen. Also bin ich recht schnell dazu übergegangen, die Kanten erst einzufassen, nachdem die Waschlappen in der Stickmaschine fertig waren. Ein weiterer Vorteil dieser Reihenfolge war es auch, dass ich beim Auflegen des Rückseitenstoffes dann nicht ganz so exakt arbeiten musste. Eventuelle Überstände lassen sich ja einfach kürzen. 

Ganz nebenbei wurde ich von Waschlappen zu Waschlappen schneller, sicherer und besser im Umgang mit dem Schrägband. Ich habe es klassisch in zwei Schritten angenäht und zwar jeweils "von innen um den Fuß herum". Das empfinde ich als wesentlich einfacher, als enge Schläuche um den Freiarm der Nähmaschine zu würgen. (Ich weiß gar nicht, ob diese Waschlappen da überhaupt drüber gepasst hätten.)   

Als alle grünen Frotteestücke, die sich auf ein Stoffpaar in 15 cm x 20 cm zuschneiden ließen, zu Fröschen geworden waren, sortierte ich gleich auch noch die angestammte (nicht sehr prall gefüllte) Frottee-Reste-Schachtel durch, und verarbeitete daraus auch gleich noch (fast) alle Stücke, die noch die erforderliche Größe hatten. 

Manchmal habe ich die Dateien gespiegelt, so dass nicht alle in die gleiche Richtung grinsen. 

Ich muss sagen, diese Viecher machen echt Spaß. Nach und nach wuchs die Gruppe. Eine Zeitlang stand sie auf dem Wohnzimmertisch. Und jedes Mal, wenn ich daran vorbei kam, musste ich grinsen, natürlich auch bei jedem neuen Gesellen, der dazukam. 

Emils Schwestern und Cousinen bekamen je einen; die kleine Katze wurde von einer guten Freundin adoptiert; und der Rest der Bande schummert jetzt in einer Schachtel, bis er zu Weihnachten in Schuhkartons zu bedürftigen Kinder reisen darf, und hoffentlich dort auch für Freude sorgt.  

Memo: Stickdateien "Wash Mittens" von Mar Lena Embroidery (secretsofembroidery)








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