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Montag, 7. März 2016

Wolle, Farben, Kuschelfaktor...

Dorfen kreativ: Am kommenden Wochenende ist es schon soweit. 
Meine Vorbereitungen gehen in die letzte Runde.
 
Ich habe natürlich mein Spinnrad dabei und einige Garne und handgefärbte Kammzüge.
Hach - die gefallen mit selbst so gut!

Kleiner Blick auf meine Vorräte gefällig? 
 
 
 Aus gegebenem Anlass hat mein Blog übrigens einen Ableger bekommen.

Freitag, 4. März 2016

Weben – mein Hobby (Clara Creager)

Clara Creager: Weben - mein Hobby. München 1985.
(Humboldt Taschenbuchverlag), 160 S. 11cm x 18cm (ganz schön klein!)
ISBN 3-581-66513-1

Dieses Buch ist in der Wanderbuchkiste Weben enthalten.
Das Inhaltsverzeichnis und weitere Meinungen finden sich im Handspinnforum.

Obwohl in diesem Buch sämtliche Typen und Formen von Handwebstühlen vorgstellt und so schön beschrieben werden, dass man es auch dann versteht, wenn man gar nicht vorhat, sich einen Webstuhl anzuschaffen, findet sich auf S.11 unter der Überschrift "Webrahmen" dieser schöne Satz:

"Die höchste und reinste Form des Webens ist das freie Weben am Webrahmen."
Und weiter:
"Obwohl am Webrahmen das Weben sehr langsam vorangeht, lohnt es sich doch, weil die Möglichkeiten zum persönlichen und kreativen Ausdruck hier unbegrenzt sind."  

Stimmt. Das habe ich auch schon gemerkt. 

Aber nun zum Buch: Kaum habe ich es in der Hand, schon lese ich mich fest. 
Dabei wollte ich doch was darüber schreiben. 

Also: 
Es ist sehr, sehr informativ und dabei verständlich geschrieben. 
(Dass es eine Übersetzung ist, merkt man beim Lesen kaum). 
Die Themen sind sehr weit und breit. Da finden sich natürlich die Basics: Garne und deren Bezeichnung, Kette schären und Hilfsmittel dazu usw. 
Beim Durchblättern finde ich auch viele Dinge, die ich immer schon mal wissen wollte, z.B. wie man einen kleinen Bandwebstuhl mit Litze schärt/bespannt, wie ein Breithalter funktioniert oder wie man die Kette am Anfang und Ende mit Hohlsaumstichen sichert.
Aha - und hier steht, wie man die Kette am Anfang abhäkelt, um die Kettfäden in die richtige Postition zu bringen. Das Verfahren habe ich schon selbst erfunden, aber bisher nur am Ende der Webarbeit zu anderem Zwecke angewendet.  

Im hinteren Teil finde ich viele Muster und Möglichkeiten, die ich in "The weavers Idea-Book" von Jane Patrick schon mal gesehen habe, hier nicht so lang und breit, aber dafür verständlich auf Deutsch erklärt. 
Einzig zu "Doppelgewebe" habe ich nichts entdeckt. 

Das Buch führt in die Grundlagen der Weberei mit einfachem Gerät ein (Gurtwebgerät, Webrahmen etc.) und ich denke, dass man darin genug lernen kann, um die ersten Schritte zu gehen und von da aus allein weiterzukommen, "schöpferisch" eben. 
Daneben führt es auch in die Webstuhlweberei ein, was aufgrund der Komplexität der Webstühle und der damit verbundenen Technik mehr Raum im Buch einnimmt. 

Alles in allem gefällt mir das Buch sehr gut und ich werde mir wohl ein eigenes Exemplar als Nachschlagewerk für die Bettkante zulegen. 




Dienstag, 1. März 2016

Wo ist denn nur der Frühling hin ? Oder ...

... der Wollkalender im März.
Heute morgen frisch umgeblättert: 
Da lockt das frische Grün, das tatsächlich schon vorhanden ist.
Ganz sicher. 
Ich habe es gesehen, 
beim Sonntagsspaziergang vorgestern. 
Überall.
O.k., das Scharbockskraut blüht noch nicht, 
aber Krokosse und Winterlinge sind schon fast wieder fertig damit. 

Heute kann man das beinahe nicht glauben.
Draußen ist tiefster Winter. 
Hier ein ganz frischer Blick aus der Terrassentür:

 Na, das gibt es ja öfter mal im Leben, dass etwas da ist, 
obwohl man es im Augenblick nicht sehen kann.
 
Aber nun zu den harten kratzigen Fakten des Märzkalenderbildes:  
Im Körbchen ist die sortierte, für brauchbar befundene und gewaschene Wolle von den bunten Schafen, die in der Nachbarschaft meiner Schwiegermutter wohnen. 
Schon lange sind die Fasern vom Hero kardiert und harren im (dunklen) Wohnzimmereck ihrer Bestimmung. 
 
Es sind viele eher kleine Portionen von verschiedenen Schafen, alle unterschiedlich kratzig, zum Großteil aber kein bisschen kuschlig.  

 Der braune, weichere Anteil ist in Arbeit und immer noch dabei, eine Weste zu werden. 

Nun habe ich aber doch nochmal eine der Kisten fürs Foto ins helle Schneelicht getragen. 
Ich könnte mir vorstellen, dass eines Tages ein kleiner Teppich daraus wird.