In der Bedienungsanleitung der Janome 230 DC wird die Zwillingsnadel nicht erwähnt, aber natürlich kann die Maschine – genau wie die große Schwester 4120 – damit nähen.
Sie ist dafür mit einem zweiten Garnrollenstift und der gleichen extra Fadenführung für den zweiten Faden ausgestattet.

Allerdings hat die 230 keinen "Zwillingsnadelschutz".
Das heißt, man muss ein bisschen selber denken, damit die Nadeln nicht seitwärts auf die Stichplatte krachen.
Bei einer möglichen Gesamtstichbreite der Nähmaschine von 7mm muss die Stichbreite für die Zwillingsnadel entsprechend begrenzt werden.
Zwillingsnadel mit 2mm Nadelabstand: -> max. Stichbreite 5mm
Zwillingsnadel mit 3mm Nadelabstand: -> max. Stichbreite 4mm
Schmaler darf die Breite natürlich immer eingestellt werden. Bei manchen Stichen sieht das sogar noch netter aus.
Meine Experimente mit den Stichmustern der 230 und den Zwillingsnadeln liegen schon eine Weile zurück.
Heute wurde endlich das obligatorische Täschchen aus den Nähproben fertig.
Spielerei mit der 2mm-Nadel:
Spielerei mit der 3mm-Nadel:
Auf der Rückseite teilen sich die beiden Oberfäden einen Unterfaden. Das sieht dann so aus:
Memo:
Oberstoff: abgeschnittenes Bein einer alten Jeans
Futter: eingefärbtes Bettlaken
Nadeln: Stärke 90, Nadelabstand 2mm + 3mm
Garn für die Ziernähte: älteres Polyestergarn "Toldi" aus Dornröschens Schatzkiste, vermutlich nicht die beste Qualität (ein Fadenriss)
Nachtrag im Dezember 2024 – leider erlaubt Blogger mir nicht, auf Kommentare in meinem eigenen Blog zu antworten, deshalb an dieser Stelle:
Welchen Fuß ich damals genommen habe, das weiß ich leider nicht mehr und ich kann es auch nicht schnell ausprobieren, weil die Maschine inzwischen bei der Tochter einer Freundin wohnt. Ich würde es zunächst mit dem Fuß versuchen, den die Maschine für den jeweiligen Stich vorschlägt.
Eine 4 mm - Nadel geht sicher für Geradastich. Für Zierstiche darf die Stichbreite nicht mehr als 3mm sein, damit die Nadeln nicht seitlich auf die Stichplatte krachen. (Vorsichtig ausprobieren!)