unbezahlte Werbung

Werbehinweis: Mein Blog dient vor allem mir selbst als Gedächtnisstütze. Daher werden Firmen und Marken genannt, deren Materialien bzw. Designs ich verwende. Teilweise ist die Nennung auch zur Kennzeichnung von Urheberrechten notwendig. Außerdem werbe ich hier für meine Bücher. Ich werde nicht für Werbung bezahlt.

Montag, 24. November 2025

Socken Feinstrumpf "Sommer"

Das nächste Weihnachten kommt bestimmt ....



"Blauringel mit Karojaquard"
Strickmaschine: Euro 2000
Wolle: Fischer Feinstrumpf "Sommer"
Anschlag: 2 x 34
Schaft bis Ferse: 100 gezählte Reihen (= 50 Runden)
Fersenteilung: 11-12-11
Ferse bis Spitzenbeginn: 130 gezählte Reihen (= 65 Runden)
Bündchen von Hand (Nadeln 2,25): 21 Runden + Abkettrunde 22
Mapro auf 10 cm: 45 R x 34 M 
Größe 38
Gewicht: 67 g


"Bonbonringel"
Strickmaschine: Euro 2000
Wolle: Fischer Feinstrumpf "Sommer"
Anschlag: 2 x 34
Schaft bis Ferse: 80 gezählte Reihen (= 40 Runden)
Fersenteilung: 11-12-11
Ferse bis Spitzenbeginn: 130 gezählte Reihen (= 65 Runden)
Bündchen von Hand (Nadeln 2,25): 20 Runden + Abkettrunde 21
Mapro auf 10 cm: 45 R x 34 M 
Größe 38
Gewicht: 70 g 



Donnerstag, 20. November 2025

Ein FoldMe-Täschchen

Im Farbenmix-Universum gibt es gerade einen FoldMe-Hype. 
Das flache Täschchen ist ein kleines Raumwunder, weil jede Menge reinpasst. 

Ich habe mich anstecken lassen und das Schnittmuster heute mal ausprobiert. 

Memo: 
Schnittmuster: FoldMe von Farbenmix
Oberstoff: Rest, relativ stabil
Futter: ehemaliges Herrenhemd
Das nächste Mal besser machen: 
- Bügelvlies 28 cm x 4 cm
- die Schmalseiten langsam (!) nähen (heute brach mir direkt eine Nadel) 
- die Ecken bereits nach dem ersten Wenden/ vor dem Schließen der Wendeöffnung ausformen
mich beim Einnähen des Reißverschlusses nicht so anstellen (braucht vermutlich Übung) 

Samstag, 15. November 2025

Die Tricorex. Nachruf auf eine alte Doppelbettstrickmaschine

 

Tricorex


Doppelbettstrickmaschine

180 Nadeln pro Bett

Nadelabstand 5 mm 

Abzug mit Gewichten 

Hersteller: W. Hahn GmbH Konstanz/ Bodensee


Das Nadelbett ist nicht aus Metall, sondern aus einem dunklen Kunststoff, vielleicht Bakelit.  

Oberhalb der Nadelkanäle ist ein breites Schaumstoffpolster als „Sperrschiene“.

Darüber ragt der „Kamm“ aus einzelnen zusammengesetzten Kunststoffelementen. 

(In Anleitungen zu anderen Maschinen wird dieser wichtige Teil der Maschine als „Kulierzähne“ bezeichnet. Er ist neben den Gewichten maßgeblich an der Maschenbildung beteiligt.)


Die Nadeln liegen unter Halteschienen, die ebenfalls aus dem dunklen Kunststoff bestehen. Sie sind mit je 12 Schrauben am Nadelbett befestigt, so dass bei Bedarf ein unkomplizierter Nadelwechsel nicht möglich wäre. 


Die Anleitung schweigt sich über eine Reinigung der Maschine oder den Nadelwechsel jedoch ohnehin aus. 


Mein Exemplar: 

  • Fehlteile: sämtliches Arbeitszubehör, Fadenmast, Reihenzähler
  • Die Maschine zeigt überall sehr deutliche Abnutzungsspuren.
  • Das Schaumstoffpolster (Nadelsperre) ist völlig verrottet und zerbröselt.
  • Die Leisten mit den Kulierzähnen sind verzogen und wellig, haben an den Stoßkanten Lücken und manche Ecken ragen empor.
  • Die Maschine riecht nach Altöl und man bekommt beim Anfassen sofort schwarze Finger.
  • Aus allen Ritzen und Höhlungen quellen größere Ansammlungen von Fusseln, Garnresten und Staub mit Flusen, die teilweise in altem Öl gebunden sind.  
  • Die Stricknadeln sind augenscheinlich in gutem Zustand 


Offenbar wurde die Maschine viel genutzt, regelmäßig geölt, aber selten oder nie gereinigt.



Nach Recherche im Netz gab es vom gleichen Hersteller auch Maschinen, die unter dem Namen „Anker Tricorex“ verkauft wurden und irgendwie mit dem Nähmaschinenhersteller Anker in Bielefeld zusammenhingen. Bei meinem Exemplar fehlt jedoch die Bezeichnung „Anker“. 


Sieht man sich Abbildungen in Kleinanzeigen etc. an, so ist erkennbar, dass es unterschiedliche Varianten gab, z.B. Nadelbetten aus Vollmetall und/oder etwas anders gestaltete Bedienknöpfe. Vermutlich handelt es sich um verschiedene Entwicklungsstufen. 

Auch in meiner Bedienungsanleitung sind die Knöpfe ein bisschen anders als bei meinem Gerät. 


Diese Tricorex habe ich um 2010 herum erstanden, als ich anfing, mich für die Maschinenstrickerei zu interessieren. Seither habe ich schon verschiedene hübsche alte Strickmaschinen kennengelernt, etliche wieder zum Laufen gebracht und manche in einen neuen Wirkungskreis weitergegeben. Aber bei dieser Maschine konnte ich mich nie dazu durchringen. 

Da sind der insgesamt bemerkenswert schlechte Allgemeinzustand meines Exemplars, das Wissen um die teils verzogenen Kunststoffteile an wichtigen und beanspruchten Stellen und die vielen fehlenden Teile. Dazu lässt die Bedienungsanleitung vermuten, dass manche Handgriffe bei diesem Modell deutlich unpraktischer gelöst sind, als bei anderen, z.B. die notwendigen (und fehlenden) Halteschienen beim Maschenanschlag. All das hat mich dazu bewogen, sie auszuschlachten und zu ent - sorgen.


Aber sie soll hier hier wenigstens ein letztes Andenken bekommen. Vielleicht ist es für irgendwen nützlich. 


Möglicherweise interessante Links für alle, die sich für (alte) Strickmaschinen interessieren: 
Strickforum mit allerlei Wissenswertem und konkreten Antworten bei konkreten Fragen 


Dienstag, 11. November 2025

Beutel mit Motiven

Die poste ich lieber gleich, sonst wird das wieder nichts damit. 

Auch die beiden Beutelchen kamen je in einen Weihnachts-Schuhkarton. 

Die Farbwiedergabe ist mal wider nicht überzeugend ... 

Memo:
Mit der Stickmaschine ITH (in the hoop) gefertigt.
Beutelkostruktionen: Kreative Kiwi
Pferd: fantasy horses von The Accidental Embroiderer (via secretsofembriodery)
Fisch:  colourline-fish von KC-Designs (via creative fabrica)



Montag, 10. November 2025

Von Erdmännchenferkeln und anderen Viechern

Das Erdmännchen kam mir gerade recht, als ich es im Sale sah, denn ich war noch auf der Suche nach einem Stofftier für einen Weihnachten-im-Schuhkarton. 

Eigentlich habe ich ja schon eine Stickdatei für ein Tierchen, oder vielleicht eher zwei. Könnten auch drei sein. Und im Prinzip sind Stofftierchen ja eigentlich auch gar nicht so mein Ding, aber irgendwie gefiel es mir einfach trotzdem. 

Als ich die Dateien erstanden hatte, stellte ich fest, dass sich neben den Äffchen, (die ich auf den Produktfotos durchaus als solche erkannt hatte) auch Teddys und Schweinchen (Pigs) im Dateienpaket befanden. Mein Erdmännchen ist also eigentlich ein Ferkel, und sieht diesem ebensowenig ähnlich, wie einem Erdmännchen. Wenn man's genau nimmt.

Egal. Mir gefällt's richtig gut – egal, was es ist – und vielleicht mach' ich noch eins. 

Die kleine Eule darf auch in einem Karton auf die Reise. 

Memo: 

ITH mit der Stickmaschine gemacht. (Wie sowas geht, kann man hier sehen)
Stoffreste
Erdmännchenferkel: Kreative Kiwi
Eule: madwomen of Locke street, aber anscheinend gibt es die Datei da nicht mehr. 

Freitag, 7. November 2025

Männersocken

 

 ... denn: das nächste Weihnachten kommt bestimmt. 

Sie sind auf dem Handstrickapparat "Euro 2000" gestrickt, die Bündchen von Hand. 

Benutzt habe ich meine Tabelle für die Maschenprobe 34 M x 35 R mit der Zielgröße von 43. Das hat weitgehend geklappt, wobei die grauschwarzweißen schmaler sind als die grünlich geringelten.

Immer noch muss ich leider beim Fotografieren improvisieren und kann die Farben nicht korrigieren, von der die Automatisierung meint, sie wären toll. 

Die Wolle dürfte vermutlich von Buttinette gewesen sein. 


Donnerstag, 6. November 2025

Maschenprobensocken Fischer Feinstrumpf

Memo: 

Strickmaschine: Euro 2000
Wolle: Fischer Feinstrumpf "Sommer"
Anschlag: 2 x 34
Schaft bis Ferse: 100 gezählte Reihen (= 50 Runden)
Fersenteilung: 12-10-12
Ferse bis Spitzenbeginn: 134 gezählte Reihen (= 67 Runden)
Bündchen von Hand (Nadeln 2,25): 19 Runden + Abkettrunde 20
Mapro auf 10 cm: 45 R x 34 M 
Größe 38/39
Gewicht: 70 g

Von der Spitze bis zur Ferse messen sie ca. 25-25,5 cm. Eigentlich sollten sie eher Größe 37/38 werden. Da werde ich beim nächsten Paar vier Runden weniger stricken. 

... und hoffen, dass sich die anderen Farben genau so verhalten, denn ich habe insgesamt ein ganzes Kilo von der Wolle erstanden, aber in unterschiedlichen Farben – sonst wär's ja langweilig. 


Montag, 3. November 2025

strickbuch (Buchvorstellung) für Strick(maschinen)freunde

 

Heute stelle ich ein weiteres "Strickmaschinen-Buch" vor, wobei sich auch hier – wie bei dem anderen – nur die Hälfte um die Maschinenstrickerei dreht. 

Aber von vorne: 

Das "strickbuch" erschien 1981 beim Verlag für die Frau in Leipzig, also in der DDR. Die Grundlage bildeten zwei Bücher, deren Titel ich mangels Sprachkenntnissen nicht wiedergeben kann, und die 1975 und 76 in der Sowjetunion erschienen, genaugenommen in Kyjiw. 

Als Autoren werden E. M. Chazan (Technologie von Strickteilen) und W.W. Zaruk (Strickmuster) genannt. Die deutsche Bearbeitung erfolgte durch Eva Tiesler, Karin Wiesner und Günter Föllmer. 

Mein Exemplar präsentiert sich in Leinenbindung mit einem Handstrickmotiv auf der Vorder- und einem Maschinenstrickmotiv auf der Rückseite. Als es neu war, war es vermutlich von einem bunten Schutzumschlag umgeben. 




Alle Abbildungen sind schwarz-weiß. 

Im ersten Teil geht es ums Handstricken. Das Buch behandelt in verschiedenen Abschnitten die üblichen Grundlagen und bietet eine ungeheure Fülle an Möglichkeiten der Gestaltung und Ausarbeitung von z.B. Krägen, Bündchen, Taschen, Blenden oder Ärmelabschlüssen, sowie jede Menge Strickmuster mit Strickschriften.


Ich bin mir nicht sicher, ob ein absoluter Strickanfänger mit diesem Buch glücklich würde. 
Die Texte sind treffend und kompakt, dabei sehr knapp gehalten. Abgesehen davon bietet es eine enorme Menge an Inspiration und ich habe jedes Mal wieder viel Vergnügen beim Durchblättern.

Um die Arbeit mit Strickmaschinen geht es im zweiten Teil ab S.122, und zwar zunächst um den Einbettapparat
Die Ausführungen sind meines Erachtens auf alle "einfachen normalen" Einbett-Strickmaschinen anwendbar. 

Ohne langes Blabla bringen die Autoren auf einer Doppelseite alles auf den Punkt, was man wissen muss, um die Möglichkeiten so eines Apparats zu verstehen. Ab da folgen Strickmuster, die – wie im ersten Teil – in der Regel mit Strickschriften übersichtlich dargestellt und auf Anhieb zu verstehen sind, sofern man die Zeichenerklärungen ab S. 232 berücksichtigt. 
Die Bemusterung erfolgt von Hand, indem Maschen umgehängt oder ausgewählte Nadeln händisch in andere Positionen gebracht werden. 

Das Buch ersetzt keine Bedienungsanleitung und setzt voraus, dass man grundsätzlich weiß, wie man seine Maschine zu handhaben hat (z.B. Aufbau der Maschine, Maschenanschlag und Einstellungen). 
Ab S. 152 geht es um das Stricken an der Doppelbettstrickmaschine, wobei die "5443/2 Veritas 360", als jene Maschine genannt wird, auf der die Arbeitsproben entstanden. 
Die Grundbegriffe und Grundfunktionen werden kurz, knapp und treffend erläutert, so dass die Inhalte problemlos auf jede andere "einfache normale" Doppelbettstrickmaschine angewendet werden können. Man sollte lediglich wissen, welche Knöpfe oder Hebel an der eigenen Maschine die jeweiligen Funktionen steuern.

Auch in diesem Teil werden eine ganze Menge Strickmuster gezeigt, die teilweise durch Einstellungen am Schlitten, teilweise durch Auswahl einzelner Nadeln oder durch händisches Umhängen entstehen. Besonders spannend finde ich auch die Möglichkeiten, die sich durch den Versatz der Betten ergeben. 


Sodann werden noch einige grundlegende Techniken, wie verschiedene Anschläge oder das Ausarbeiten von Kanten, Säumen, Taschen oder Knopflöchern etc. erläutert. 




Braucht man dieses Buch? 
Wenn man eine alte Strickmaschine bespaßen will, dürfte es auf jeden Fall sehr nützlich sein. 
Ich weiß noch, dass mir nicht nur ein Licht, sondern gleich ein paar ganze Kronleuchter aufgingen, als ich es damals (als ich anfing, mich mit Strickmaschinen zu beschäftigen) zum ersten Mal gelesen habe. Wobei man dazusagen muss, dass die Bedienungsanleitung zu meiner ersten Doppelbettmaschine (Euro 2000 von O. Gilgen aus der Schweiz) grottenschlecht und äußerst unverständlich ist. Zu anderen Maschinen gibt es deutlich bessere. 

Das Schöne ist, dass ein freundlicher Mensch die Strickmaschinenhälfte des Buchs im Netz hochgeladen und zugänglich gemacht hat. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an jeneN UnbekannteN. 

Wie ich schon schrieb, beschäftigt sich das Buch mit "einfachen normalen" Strickmaschinen, wie sie seit den 50er Jahren von verschiedenen Herstellern auf den Markt kamen, also Handstrickapparate mit einigen überschaubaren Grundfunktionen, jedoch ohne Musterautomatik.  
Spätere und/oder weiterentwickelte Handstrickapparate wurden oft mit Mechanismen ausgestattet, mit der die im Buch beschriebene händische Nadelauswahl durch automatisierte Mechanismen erfolgt. 
Die Nadelvorwahl kann dann z. B. durch einen zusätzlichen Schlitten oder mit Drehknöpfen am Nadelbett erfolgen, die jeweils Nadeln in bestimmten Reihenfolgen auswählen (jede 2., 3., 4. usw,.), per Lochkartensteuerung oder mittels PC-Steuerung. Derlei erleichtert speziell das Sticken von nadelbasierten Mustern natürlich deutlich, erfordert aber auch eine diffizilere und komplexere Mechanik in den entsprechenden Geräten sowie eine gründlichere Einarbeitung in die Materie. 

Übrigens gab es um die 2010er Jahre herum eine Neuauflage des Buchs, die anscheinend um weitere Strickmuster ergänzt wurde. Als Autorin konnte ich Evelin Zernechel ermitteln, kenne diese Ausgabe jedoch nicht selbst.