Wolle: Fischer Feinstrumpf "Sommer"
Wolle: Fischer Feinstrumpf "Sommer"
Ich habe mich anstecken lassen und das Schnittmuster heute mal ausprobiert.
Tricorex
Doppelbettstrickmaschine
180 Nadeln pro Bett
Nadelabstand 5 mm
Abzug mit Gewichten
Hersteller: W. Hahn GmbH Konstanz/ Bodensee
Das Nadelbett ist nicht aus Metall, sondern aus einem dunklen Kunststoff, vielleicht Bakelit.
Oberhalb der Nadelkanäle ist ein breites Schaumstoffpolster als „Sperrschiene“.
Darüber ragt der „Kamm“ aus einzelnen zusammengesetzten Kunststoffelementen.
(In Anleitungen zu anderen Maschinen wird dieser wichtige Teil der Maschine als „Kulierzähne“ bezeichnet. Er ist neben den Gewichten maßgeblich an der Maschenbildung beteiligt.)
Die Nadeln liegen unter Halteschienen, die ebenfalls aus dem dunklen Kunststoff bestehen. Sie sind mit je 12 Schrauben am Nadelbett befestigt, so dass bei Bedarf ein unkomplizierter Nadelwechsel nicht möglich wäre.
Die Anleitung schweigt sich über eine Reinigung der Maschine oder den Nadelwechsel jedoch ohnehin aus.
Mein Exemplar:
Offenbar wurde die Maschine viel genutzt, regelmäßig geölt, aber selten oder nie gereinigt.
Nach Recherche im Netz gab es vom gleichen Hersteller auch Maschinen, die unter dem Namen „Anker Tricorex“ verkauft wurden und irgendwie mit dem Nähmaschinenhersteller Anker in Bielefeld zusammenhingen. Bei meinem Exemplar fehlt jedoch die Bezeichnung „Anker“.
Sieht man sich Abbildungen in Kleinanzeigen etc. an, so ist erkennbar, dass es unterschiedliche Varianten gab, z.B. Nadelbetten aus Vollmetall und/oder etwas anders gestaltete Bedienknöpfe. Vermutlich handelt es sich um verschiedene Entwicklungsstufen.
Auch in meiner Bedienungsanleitung sind die Knöpfe ein bisschen anders als bei meinem Gerät.
Diese Tricorex habe ich um 2010 herum erstanden, als ich anfing, mich für die Maschinenstrickerei zu interessieren. Seither habe ich schon verschiedene hübsche alte Strickmaschinen kennengelernt, etliche wieder zum Laufen gebracht und manche in einen neuen Wirkungskreis weitergegeben. Aber bei dieser Maschine konnte ich mich nie dazu durchringen.
Da sind der insgesamt bemerkenswert schlechte Allgemeinzustand meines Exemplars, das Wissen um die teils verzogenen Kunststoffteile an wichtigen und beanspruchten Stellen und die vielen fehlenden Teile. Dazu lässt die Bedienungsanleitung vermuten, dass manche Handgriffe bei diesem Modell deutlich unpraktischer gelöst sind, als bei anderen, z.B. die notwendigen (und fehlenden) Halteschienen beim Maschenanschlag. All das hat mich dazu bewogen, sie auszuschlachten und zu ent - sorgen.
Aber sie soll hier hier wenigstens ein letztes Andenken bekommen. Vielleicht ist es für irgendwen nützlich.
Die poste ich lieber gleich, sonst wird das wieder nichts damit.
Auch die beiden Beutelchen kamen je in einen Weihnachts-Schuhkarton.
Die Farbwiedergabe ist mal wider nicht überzeugend ...
Eigentlich habe ich ja schon eine Stickdatei für ein Tierchen, oder vielleicht eher zwei. Könnten auch drei sein. Und im Prinzip sind Stofftierchen ja eigentlich auch gar nicht so mein Ding, aber irgendwie gefiel es mir einfach trotzdem.
Als ich die Dateien erstanden hatte, stellte ich fest, dass sich neben den Äffchen, (die ich auf den Produktfotos durchaus als solche erkannt hatte) auch Teddys und Schweinchen (Pigs) im Dateienpaket befanden. Mein Erdmännchen ist also eigentlich ein Ferkel, und sieht diesem ebensowenig ähnlich, wie einem Erdmännchen. Wenn man's genau nimmt.
Egal. Mir gefällt's richtig gut – egal, was es ist – und vielleicht mach' ich noch eins.
Die kleine Eule darf auch in einem Karton auf die Reise.Memo:
... denn: das nächste Weihnachten kommt bestimmt.
Sie sind auf dem Handstrickapparat "Euro 2000" gestrickt, die Bündchen von Hand.
Benutzt habe ich meine Tabelle für die Maschenprobe 34 M x 35 R mit der Zielgröße von 43. Das hat weitgehend geklappt, wobei die grauschwarzweißen schmaler sind als die grünlich geringelten.
Immer noch muss ich leider beim Fotografieren improvisieren und kann die Farben nicht korrigieren, von der die Automatisierung meint, sie wären toll.Heute stelle ich ein weiteres "Strickmaschinen-Buch" vor, wobei sich auch hier – wie bei dem anderen – nur die Hälfte um die Maschinenstrickerei dreht.
Aber von vorne:
Das "strickbuch" erschien 1981 beim Verlag für die Frau in Leipzig, also in der DDR. Die Grundlage bildeten zwei Bücher, deren Titel ich mangels Sprachkenntnissen nicht wiedergeben kann, und die 1975 und 76 in der Sowjetunion erschienen, genaugenommen in Kyjiw.
Als Autoren werden E. M. Chazan (Technologie von Strickteilen) und W.W. Zaruk (Strickmuster) genannt. Die deutsche Bearbeitung erfolgte durch Eva Tiesler, Karin Wiesner und Günter Föllmer.
Mein Exemplar präsentiert sich in Leinenbindung mit einem Handstrickmotiv auf der Vorder- und einem Maschinenstrickmotiv auf der Rückseite. Als es neu war, war es vermutlich von einem bunten Schutzumschlag umgeben.Im ersten Teil geht es ums Handstricken. Das Buch behandelt in verschiedenen Abschnitten die üblichen Grundlagen und bietet eine ungeheure Fülle an Möglichkeiten der Gestaltung und Ausarbeitung von z.B. Krägen, Bündchen, Taschen, Blenden oder Ärmelabschlüssen, sowie jede Menge Strickmuster mit Strickschriften.