Was für eine wunderbare Verheißung!
Ich habe mit dem Bibelvers aus Offenbarung 21,5 ein paar Beutel bestickt und diese verschenkt.
Was auch immer darin verstaut wird: Immer, wenn man das Täschchen zur Hand nimmt, wird man daran erinnert.
Memo:
Sockenwolle 4-fädig, doppelt genommen, Reste
Nadeln: 4 mm
Anschlag: 4 x 12 Maschen
Schaft: 25 Reihen
Ferse: 10 Maschen mittig
Runden bis Spitze: 56
Abnahmen in Runde: 57 - 60 - 63 - 65 - 67 und jede weitere
Gewicht: 99 g
Größe: 43
- Vorderteil an der RV-Linie zweigeteilt, (Nahtzugabe dementsprechend zugegeben) und den RV zwischengenäht. (Mit diesem RV, der die Raupe auf der Unterseite hat, ging das recht gut. Die Raupe liegt nun genau in der Mitte zwischen den Falten.) Es fällt mir leichter, den RV auf diese Weise einzunähen.
- Variante mit der französischen Naht oben und unten (die in der Farbenmix-Facebookgruppe beschrieben wurde). Hierzu sollten die unteren Stoffe etwas breiter zugeschnitten werden (also für die Seitennähte an den kurzen Seiten).
Als Ober- und Futterstoff kam ein relativ leichter Stoffrest zum Einsatz, der noch von einer selbstgenähten Sommerhose aus dem letzten Jahrtausend übrig war. Den Außenstoff habe ich mit einem mittleren Vlies verstärkt. Dabei erlebte ich es erstmalig, dass sich beim Aufbügeln die Maße verändern. Das führte dann dazu, dass die Fertigstellung nicht so vergnüglich war, wie erhofft.
Leider ist wieder die Falte ein bisschen schief geworden, noch ein bisschen schiefer als bei meiner ersten FoldMe. Das gerade Falten finde ich die größte Herausforderung an diesem eigentlich sehr simplen Schnittmuster.
Es ist ein ganz nettes Täschchen, aber im Moment werde ich damit eher nicht in Serie gehen.
... die eigentlich in Nadelbindung gearbeitet hätte werden wollen, ist schon seit einem Weilchen fertig und inzwischen auch gewaschen und in Betrieb genommen.
Ich mag sie.
Sie besteht aus drei Sorten gut abgelagerter Wollreste in etwas unterschiedlicher Stärken. Hieraus und aus meinen mal mehr und meist weniger erfolgreichen Bemühungen, locker zu häkeln, ergab sich die glockenbecherartige Form, die ich ganz witzig finde. Die Mütze besteht nur aus Kettmaschen. Um die flache Form oben zu erreichen, habe ich je Runde acht Maschen zugenommen, anschließend einfach immer weiter im Kreis gehäkelt.Zunächst habe ich immer nur in das vordere Maschenglied eingestochen. Die Optik gefällt mir sehr gut, allerdings rollt sich das Ergebnis extrem.
Später habe ich die Kettmaschen dann in das hintere Maschenglied gearbeitet. In "Das neue Strick und Häkelbuch" von Schachenmayr (meine Ausgabe ist von 1968) heißt dieses Muster "bosnischer Häkelstich". Er erzeugt einen noch deutlich dichteren Stoff.
Zwischendurch habe ich dann noch einige Reihen gehäkelt, bei denen ich mit der einen Farbe in das hintere und mit der anderen in das vorderer Maschenglied eingestochen habe. Auch das rollt sehr stark, sieht aber auch schön aus.
Ein Häkelprojekt aus Kettmaschen wächst deutlich langsamer im Vergleich zu festen Maschen oder gar Stäbchen und ich musste mich recht konzentrieren. Aber das Ergebnis und die Optik der verschiedenen Einstichvarianten gefällt mir sehr gut und ich hätte direkt Lust, das nochmal zu machen.
Im Vergleich zu Nadelbindung geht es vermutlich nicht wirklich langsamer und natürlich spart man sich beim Häkeln das ständige Anstückeln des Arbeitsfadens. Nichtsdestotrotz habe ich die Nadelbindungsidee noch nicht ganz ad acta gelegt und werde weiterhin die Augen offenhalten, ob und wo mir das mal jemand live zeigen kann.
Heute gibt es wieder einen Post aus meinem Blog-Archiv der unveröffentlichten Entwürfe.
Wie ich damals notiert habe, stammen die Fotos vom 13.5.23. Seinerzeit bin ich beim Aufräumen meines Bastelschranks auf die beiden lang- und wohlgehüteten Rollen Papierband gestoßen, die ich im letzten Jahrtausend irgendwo ergattert habe, um irgendwann mal Fröbelsterne daraus zu basteln.
Das habe ich dann einfach gemacht, mitten im Frühling, und die Sterne bekamen noch Aufhängefäden und durften in die Schachtel zum Christbaumschmuck umziehen, um seither alle Jahre wieder ihren Job als Deko zu machen.
Ich habe mich anstecken lassen und das Schnittmuster heute mal ausprobiert.
Tricorex
Doppelbettstrickmaschine
180 Nadeln pro Bett
Nadelabstand 5 mm
Abzug mit Gewichten
Hersteller: W. Hahn GmbH Konstanz/ Bodensee
Das Nadelbett ist nicht aus Metall, sondern aus einem dunklen Kunststoff, vielleicht Bakelit.
Oberhalb der Nadelkanäle ist ein breites Schaumstoffpolster als „Sperrschiene“.
Darüber ragt der „Kamm“ aus einzelnen zusammengesetzten Kunststoffelementen.
(In Anleitungen zu anderen Maschinen wird dieser wichtige Teil der Maschine als „Kulierzähne“ bezeichnet. Er ist neben den Gewichten maßgeblich an der Maschenbildung beteiligt.)
Die Nadeln liegen unter Halteschienen, die ebenfalls aus dem dunklen Kunststoff bestehen. Sie sind mit je 12 Schrauben am Nadelbett befestigt, so dass bei Bedarf ein unkomplizierter Nadelwechsel nicht möglich wäre.
Die Anleitung schweigt sich über eine Reinigung der Maschine oder den Nadelwechsel jedoch ohnehin aus.
Mein Exemplar:
Offenbar wurde die Maschine viel genutzt, regelmäßig geölt, aber selten oder nie gereinigt.
Nach Recherche im Netz gab es vom gleichen Hersteller auch Maschinen, die unter dem Namen „Anker Tricorex“ verkauft wurden und irgendwie mit dem Nähmaschinenhersteller Anker in Bielefeld zusammenhingen. Bei meinem Exemplar fehlt jedoch die Bezeichnung „Anker“.
Sieht man sich Abbildungen in Kleinanzeigen etc. an, so ist erkennbar, dass es unterschiedliche Varianten gab, z.B. Nadelbetten aus Vollmetall und/oder etwas anders gestaltete Bedienknöpfe. Vermutlich handelt es sich um verschiedene Entwicklungsstufen.
Auch in meiner Bedienungsanleitung sind die Knöpfe ein bisschen anders als bei meinem Gerät.
Diese Tricorex habe ich um 2010 herum erstanden, als ich anfing, mich für die Maschinenstrickerei zu interessieren. Seither habe ich schon verschiedene hübsche alte Strickmaschinen kennengelernt, etliche wieder zum Laufen gebracht und manche in einen neuen Wirkungskreis weitergegeben. Aber bei dieser Maschine konnte ich mich nie dazu durchringen.
Da sind der insgesamt bemerkenswert schlechte Allgemeinzustand meines Exemplars, das Wissen um die teils verzogenen Kunststoffteile an wichtigen und beanspruchten Stellen und die vielen fehlenden Teile. Dazu lässt die Bedienungsanleitung vermuten, dass manche Handgriffe bei diesem Modell deutlich unpraktischer gelöst sind, als bei anderen, z.B. die notwendigen (und fehlenden) Halteschienen beim Maschenanschlag. All das hat mich dazu bewogen, sie auszuschlachten und zu ent - sorgen.
Aber sie soll hier hier wenigstens ein letztes Andenken bekommen. Vielleicht ist es für irgendwen nützlich.